Teil 4 - Pattaya tingtong mak
Ankunft Pattaya
Angekommen in Pattaya hieß es für mich natürlich zuerst: Erst einmal ab unter die Dusche, frisch machen und kurz im Hotel ankommen.
Das Hotel hat einen schönen Pool und einen kleinen Fitnessbereich.
Die Lage des Hotels ist eigentlich ganz gut. Man ist in wenigen Minuten auf der Second Road und sehr zentral in Pattaya. Also zu Fuß alles sehr schnell erreichbar.
Was nicht so toll war: Leider hatte ich in den darauffolgenden Tagen ein bisschen Probleme mit dem direkten Nachbarn, der mit lauter Musik und Geschrei bis früh morgens Party machte.
Als ich ready und frisch war , bin dann mal auf Entdeckungstour.
Durch das anstehende Festival auf der gesamten Beachroad, das Fahren von Autos gesperrt und überall entlang der Promenade sind kleine Foodstände aufgebaut worden.
Und es war echt mega viel los, auch schon am Mittag, an dem noch gar kein Festival stattgefunden hat.
Den Strand fand ich jetzt nicht so toll, aber Pattaya ist ja auch nicht bekannt für die tollen Strandabschnitte.
Ich war geflasht. Wirklich noch mehr Massagestudios als in Bangkok und diesmal riefen die Frauen auch „Leo Leo“ und „handsome man“ hinterher.
Am Anfang ist es schon ein schmeichelhaftes Gefühl, bis man realisiert, das jeder so gerufen wird.
Das ist wie, wenn man beim Dönerladen "Chef" genannt wird.
Aber nach gefühlt 20 "handsome man" Rufen, fing es dann schon etwas an zu nerven oder vielleicht auch, weil es so neu und fremd war.
"Ohje, das fängt ja schon gut an", dachte ich mir.
Ich aß erst mal etwas bei einem der Foodstände und schaute mich überall um.
Ich lief von und durch die Central Mall (dort konnte ich super abkühlen) bis zur Soi 6.
Schaute kurz hinein und dachte: "Das soll jetzt diese berüchtigte Straße sein?"
Wirklich? Ist ja wirklich nichts Besonderes.
Aber es war Mittag und natürlich kein Betrieb.
Also lief ich auch wieder in die andere Richtung bis fast zur Walking Street.
Ich hatte an dem Tag am Ende gefühlt 100k Schritte auf der Uhr.
ThaiFriendly Fake/Scam/Lüge
Da ich ein wenig erschöpft und planlos war und es sehr warm war, ging ich zurück in das Hotel und wollte ein bisschen am Pool entspannen.
Natürlich wieder mit dem Handy in der Hand und geöffneter ThaiFriendly-App.

Transfermarkt ist also wieder geöffnet.
Da ich bisher gute Erfahrungen damit in Bangkok gemacht hatte, entschied ich mich, erst mal ein Girl kommen zu lassen, suchte meine Auserwählte aus und schrieb mit ein paar Frauen.
Manche sind echt unzuverlässig und antworten nicht mehr oder haben eigentlich keine Zeit, schreiben aber mit dir, ...
Als dann 1–2 Stunden vergangen waren, hatte ich endlich ein passendes Objekt der Begierde gefunden und wartete im Hotelzimmer auf ihr Erscheinen.
Leider war ich dann etwas enttäuscht.
Sie kam zwar pünktlich, aber ihr Aussehen war dann doch anders.
Ich dachte im ersten Moment es ist nicht meine Verabredung und Sie muss sich in der Zimmernummer geirrt haben.
Aber es war die Frau, mit der ich kommuniziert hatte.
"Sind das die Fotos deiner süßeren und jüngeren Schwester?", dachte ich mir.
Sie nutzte anscheinend sehr viel Make-up und sehr viele Filter.

Ich war aber zu höflich und zu schüchtern und auch zu neu in diesem Game, um sie darauf anzusprechen oder sogar wegzuschicken.
Leider hatte sie auch ein paar Kilo mehr auf der Waage als angegeben.
Ist manchmal eine gute Abwechslung, auch wieder Sex mit einer Frau zu haben, die mehr Fleisch auf den Rippen hat. Aber dann wäre ich hierauf auch gerne vorbereitet.
Leider war ich durch das gesamte Erscheinungsbild und die vorherige entsprechende Vorfreude dann leider sehr abgeturnt.
Ich habe es dann durchgezogen, wie es sich gehört.

Tapfer meine Soldaten in den Krieg geschickt, auf hügligerem Areal als vorher geplant.
Durch diese negative Erfahrung wurde meine, bis dato, ThaiFriendly-Euphorie erst mal etwas gedämpft.
Bezahlt habe ich übrigens 2.000 Baht für den „Spaß“.
Abendprogramm
Gegen Abend ging ich dann nochmal raus in den Trubel.
Ich schaute mir das Bühnenprogramm an und schlenderte umher.
Auch die kleine Thai aus Bangkok, die so geschäftstüchtig ist, war mit einem Customer über das Wochenende in Pattaya.
Anscheinend sah sie mich, kam direkt zu mir und zwickte mich kurz in die Hüfte und sagte Hallo, bevor sie dann wieder zu ihrer Wochenendbekanntschaft ging.
Komisches Gefühl irgendwie. Sie zu sehen, mit einem anderen Typen, der Sie quasi LongLongTime gebucht hat.
Auch das war für mich sehr neu.
Dass die Möglichkeit besteht, eine Freundin auf Zeit zu kaufen/mieten/buchen/reservieren.

Kannte ich so bisher nur von Mietautos.
Aber ok.
Ist in Thailand ja sogar sehr üblich, so eine Urlaubsfreundin.
Der ganze Strand, die ganze Beachroad war so extrem voll.
Es war schon fast too much.

Werde bei so einem Festival auch nicht mehr nach Pattaya gehen.
Ich mag das einfach nicht so, diese Horde an Menschen.
Ich lief wieder in Richtung Soi 6 und diesmal war viel mehr los.
Ah, know I see what they mean. Das ist Sie also, die berüchtigte SOI 6.
Ich sah nun die Mädels vor den Bars stehen.
Ein kleiner Schritt in die Soi 6 aber ein großer Schritt als Pattaya-Jungfrau
Ich machte also meinen ersten Walk von der Beachroad in die Soi 6.
Es war so schräg und verrückt.

Knapp bekleidete Mädels, die schrien, Mädels, die einen mit irgendwelchen Gegenständen verkloppten, Mädels, die einem den Weg versperrten, Mädels, die einen umarmten oder direkt an Gesäß und Kronjuwelen zupackten, … es war alles dabei.
"Leo, Leo"
"Handsome man"
"Come in Bar"
"oooooohho"
Es gab mehrmalige Versuche, mich in eine Bar zu zerren.
Ich bin aber standhaft geblieben.

War schon fast genervt, als ich 2/3 der Straße durch hatte. Manchmal tat es mir auch leid, so hart zu sein und "Nein" zu sagen.
Aber ich wollte mich erst einmal nur umschauen und war vielleicht auch etwas zu geflasht.
Es war wirklich heftig und sehr befremdlich und alles neu für mich.
Auch den zweiten Gang durch die Soi 6 wieder zurück zur Beachroad, wagte ich.
Und natürlich wieder dasselbe Spiel.
Grabschen, anfassen, bespringen, verkloppen, anschreien, …
Nur war ich das Opfer.
Help ME PLEASE
Als Anfänger und wirkliche Pattaya-Jungfrau war mir das echt zu übertrieben.
Und deshalb war ich in meinen ersten Tagen in Pattaya auch nicht mehr in dieser Straße und ging dort in keine Bar.
Ich dachte damals es ist einfach nichts für dich.
Das hat sich dann bei meinem zweiten Aufenthalt deutlich geändert.
Für mich war es dann eher etwas, später am Abend in die Walking Street zu gehen.
Diese ungezwungen Club-Gänge, mit guter Musik und bei denen man die Möglichkeit hat, in Ruhe die Lage abzuchecken.
Als bekennender Talentscout für junge, talentierte Damen, benötige ich immer erst einmal ein bisschen Zeit für mich.
Btw. das Feuerwerk und die Show waren wirklich toll, allerdings war einfach zu viel los. Hat man dann später auch in den Clubs gemerkt, wo alle nach dem Festival hinströmten.
Vielleicht bin ich einfach ein Menschenfeind

Ich ging dann spät abends, wie gesagt, in die Walking Street.
Schaute mir erst mal eine Agogo an und war auch hier etwas enttäuscht.
Mein Gedanke: AGOGO
sexy Shows
tanzende, (halb)nackte, sexy Girls
tolle Performance
Scheine die zugesteckt werden
Vielleicht war ich auch naiv oder dumm.
Aber ich dachte halt, dort wird wirklich mit Hingabe und Einsatz getanzt und auch eine gute Show geboten.
Aber in den zwei Agogos, in denen ich war, waren die Mädels gelangweilt an der Stange und haben ein bisschen hin und her gewippt.
Da wäre meine Performance ja sogar besser gewesen.

Also es war eher ein Rumstehen auf dem Laufsteg und manche waren gelangweilter als ich Sonntags morgens in der Kirche.
Wieder raus auf die Walking Street und vorbei an den unzähligen Werbungen für Pingpong-Shows oder Russian Girls, weiter vorbei an den unzähligen Nachttempeln speziell für das indische Publikum, bin ich dann ins Insomnia gegangen.
Dort war es brechend voll und sehr laut.
Gut finde ich, dass man kostenlos in die Clubs kommt und immer wieder wechseln und sich umschauen kann.
Was wiederum etwas blöd ist: Wenn man später kommt oder einfach keinen Tisch hat, dann steht man oft im Weg und wird aufgefordert, weiterzulaufen.
Und die Lautstärke und der Bass sind etwas gewöhnungsbedürftig als deutscher DIN Norm Kenner und Vorschriften Einhalter.
Zu meinem späteren Favorite Club Republic oder auch zu Myst bin ich an dem Abend gar nicht gekommen.
Ich habe eine kleine Thai entdeckt, die ich unbedingt wollte.
Ich sabberte schon in meinem Kopf und kam auf versaute Gedanken.
Sie stand da und tanzte.
Wow, was für eine Aura, was für eine tolle Erscheinung.
Hautenges weißes Kleid, strahlendes Lächeln, hübsches Gesicht, skinny, leider nicht so tolle Tattoos (verzeih ich Ihr gerne).
Die musst du haben, dachte ich mir.
Leider war sie mit einem Mann unterwegs, der deutlich älter als sie war. Es war etwas komisch, zu sehen wie er Sie anfasste und sich dabei mit der Zunge über dem Mund strich.
Ich bin echt noch viel zu verklemmt gewesen in dieser neuen Welt.

Plötzlich entdeckte Sie mich.
Sie lächelte mich an und wir flirteten.
Herz schlug plötzlich, wie das einer Maus. Frequenz mal 100.
Ich freute mich und wusste genau was zu tun ist.
Ich wartete einen Moment ab, bis ihr Typ auf die Toilette ging. Dann nutzte ich meine Chance und das kurze Zeitfenster.
Also schnell hin, angesprochen und trotz der Lautstärke klarmachen können, dass ich gerne ihre Nummer haben möchte.
"Of course you can have. Here."
Sie hat tippte die Nummer und Ihren Namen in mein Smartphone.
Während Sie noch tippte, da tauchte natürlich schon wieder ihr Typ auf.
Er war natürlich überhaupt nicht begeistert und zog ein böse Fresse in Richtung mir, es war mir aber egal.
Ich hatte, was ich wollte.
Also fast.
Leider konnte ich sie an diesem Abend nicht mitnehmen.
Wie es manchmal so ist, ich wollte dann auch keine andere Frau mehr an diesem Abend.
Hab auch schon ein paar Biere und Vodka Lemon intus gehabt und war durch die Hitze über den Tag, plus die vielen Schritte und die vielen, vielen neuen Eindrücke sehr müde.
Ich habe mich gefühlt wie ein kleiner Junge, der zum ersten Mal in einem neuen Vergnügungspark unterwegs war.

Und am Abend total kaputt ist vor lauter Eindrücken und Input und Action und dann direkt einschläft.
Und so war es dann bei mir auch.
Ich wollte niemanden mitnehmen oder noch lange herumschleichen, jagen und suchen.
Ich ging zurück ins Hotel, natürlich auch zu Fuß.
Als ich ankam, duschte ich und fiel tot ins Bett.
ALLEINE.
Das war vielleicht etwas harmlos und für den einen oder anderen Kandidaten unter euch und vielleicht für manche etwas enttäuschend.
Aber so sah mein erster Tag in Pattaya aus.