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Wir eröffnen einen Zoo /// Thailand-Business gesucht

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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-Trend Solarenergie: ich meine jetzt nicht Solaranlagen zu verkaufen oder installieren (da gibt es schon viele), sondern Geschäftsmodelle, wo früher die Stromkosten zu hoch waren, jetzt rentabel sind, wenn man mit Solarenergie arbeitet. Die Anlagen und Komponenten werden immer billiger. Welche Geschäftsmodelle kommen in Frage? Sorry, jetzt solltest du mal dein Gehirn anstrengen.

Ich komme aus der Energiebranche und bin da bei Deiner Idee sofort hellhörig geworden: das halte ich für Branchenfremde ohne Erfahrung für eine massive Überforderung, nicht böse sein.

Bei den anderen Dingen, kann ich nichts sagen. Nachdem ich begann für mich ein Balkonkraftwerk in meinem Condo in Pattaya zu planen, was ich schnell wieder aufgab da Parameter nicht hinhauen, hat mich die Eigentümergemeinschaft auf eine Verwirklichung auf dem Dach angesprochen und ein Immobilienagent darauf, dass ich das doch serienmäßig in Projekte integrieren könnte um den Marktwert der Objekte zu pushen...

Ich habe abgewunken...

An diesem Beispiel kann ich mal sehr explizit darlegen, warum und wie massiv hier Dinge nicht in den Blickwinkel geraten können... für eine Geschäftsidee. Nur exemplarisch, weil ich schlicht von den anderen Idee null verstehe.


Das Thema Solar in Thailand wirkt auf den ersten Blick sehr attraktiv. Viel Sonne, steigender Strombedarf und sinkende PV-Kosten sprechen dafür. Wenn man genauer hinschaut, ist es aber kein einfacher Markt, sondern ein stark reguliertes System mit vielen Besonderheiten.

Der Strompreis für Endkunden liegt grob bei 4 bis 5 THB pro kWh, also etwa 0,10 bis 0,13 Euro. Die Erzeugungskosten dahinter liegen ungefähr bei Gas mit 2 bis 4 THB pro kWh, Kohle bei etwa 2 bis 3,5 THB pro kWh und Solar je nach Projekt bei rund 1,5 bis 3 THB pro kWh. Technisch wäre Solar damit oft im Vorteil, aber dieser Vorteil kommt nicht direkt im Strompreis an.

Wichtig ist, dass Thailand keinen echten freien Merit Order Strommarkt wie in Europa hat, in dem sich der Preis stündlich über Angebot und Nachfrage bildet.

Es gibt zwar eine technische Einsatzreihenfolge im Netz, aber die Preisbildung ist stark staatlich gesteuert. Der Strom wird zentral geplant und über langfristige Verträge und regulierte Tarife organisiert. Solar wird im Netz zwar bevorzugt eingespeist, aber daraus entsteht kein freier Marktpreis.

Das bedeutet, dass selbst wenn Solar technisch vorne liegt, daraus kein automatischer wirtschaftlicher Vorteil über den Strompreis entsteht. Projekte hängen stark von Ausschreibungen, PPA Strukturen und Eigenverbrauchsmodellen ab.

Laien beachten so etwas gar nicht, sie legen einfach los was ich absolut nachvollziehen kann. Ist dann aber in der Umsetzung schwierig.


Dazu kommen viele praktische Fragen wie Projektart, also Dachanlage, Freifläche oder Hybrid mit Speicher, das Abnehmerprofil wie Industrie oder Gewerbe, die konkrete Netzanschluss Situation, Genehmigungen und die Qualität lokaler EPC Partner.

Unterm Strich ist das kein einfacher Solar Case, sondern ein regulierter Infrastrukturmarkt, in dem man ohne lokale Erfahrung und technisches sowie regulatorisches Verständnis schnell an Grenzen stößt.

Ich verstehe wie gesagt von den anderen Geschäftsfeldern nichts aber ich wette, dass man analog zu allem hier auch sagen muss:

"Nur was man echt versteht, sollte man angehen".

Der andere Forenteilnehmer hat das super gut oben dargelegt: "was man nicht einmal in Deutschland wegen Nichtwissen in der Sache begönne, hat in Thailand wenig Substanz, weil fachfremd".
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
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Und vor allem wo ich der Chef bin und nicht irgendein Thai

Dass Dir der hier vorgegebene ordnungspolitische Rahmen missfällt, kann ich komplett nachvollziehen. Ich kann ihn aber aus Sicht der Thailänder auch wiederum durchaus verstehen:

Wenn Nichtthais aufgrund der (ihrer) Marktmacht schlicht so vereinfacht wirtschaftliche Gestaltung übernehmen und die einheimische Bevölkerung verdrängen, ist das (bis sich das wirtschaftliche Kräfteverhältnis mal angleicht) kritisch zu betrachten - oder man kann es auch kritisch betrachten.

Ich habe mir da noch keine abschliessende Meinung bilden können.

Aber ob Thais bessere Chefs sind als ich selbst (abstrakt betrachtet, denn ich eigne mich nicht als Chef), besonders in Thailand selbst mit Kenntnis der örtlichen rechtlichen und kulturellen Rahmen, weiss ich nicht pauschal zu bewerten.

Kann zutreffen, kann abweichen. Mit der Nationalität selbst, kann ich es aber hier nicht verknüpfen. Ich hatte Chefs aus aller Herren Länder.

Die besten waren für mich die, die sich nicht narzisstisch selbst im Weg standen, Sachkompetenz aufwiesen, neugierig waren und der Sache dienen wollten.


Warum sollte man das alles bei Thais nicht finden?
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Der Thai darf es aber dann in der EU?

Ich kann wie gesagt Deinen Gedankengang nachvollziehen. Du mahnst Gleichbehandlung an. Finde ich im Grundsatz absolut gerechtfertigt und gut.

Beim Gleichheitsgrundsatz ist aber zu beachten, dass er nicht pauschal bedeutet alles gleich zu behandeln.

Genau das kann auch gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen.

Wesentlich Gleiches ist gleich, und wesentlich ungleiches eben ungleich zu behandeln - wenn man es vom Sinn und Zweck des Grundsatzes her betrachtet.

Wenn also die wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen sehr unterschiedlich sind, kann man hier auch dann davon sprechen dass der Gleichbehandlungsgrundsatz beachtet wird, wenn die Zielgruppen ungleich behandelt werden bzw. erst genau dadurch.

Das kann man vorliegend so subsumieren - muss man wohl gemerkt aber nicht.

Thailands Gesellschaft ist wirtschaftlich in weiten Teilen nicht so ausgestattet wie die der EU. Somit könnte man diesen Unterschied mitdenken.

Was ich aber wirklich nicht weiss (es spricht einiges dafür) und deshalb auch nicht bewerten kann (und auch nicht will):

würde das wirtschaftliche Gesamtniveau einer Gesellschaft nicht gerade dann ansteigen, wenn Investitionen hier ins Land gelangen?

Möglich.


Dann ist der argumentative Ansatz aber für mich eher: "was ist pragmatisch sinnvoller" und nicht so sehr: "sind wechselseitig identische Regelungen gewünscht".
 
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Pattayareise

leoleone

Aktiver Member
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30 Oktober 2025
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Ich kann wie gesagt Deinen Gedankengang nachvollziehen. Du mahnst Gleichbehandlung an. Finde ich im Grundsatz absolut gerechtfertigt und gut.

Beim Gleichheitsgrundsatz ist aber zu beachten, dass er nicht pauschal bedeutet alles gleich zu behandeln.

Genau das kann auch gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen.

Wesentlich Gleiches ist gleich, und wesentlich ungleiches eben ungleich zu behandeln - wenn man es vom Sinn und Zweck des Grundsatzes her betrachtet.

Wenn also die wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen sehr unterschiedlich sind, kann man hier auch dann davon sprechen dass der Gleichbehandlungsgrundsatz beachtet wird, wenn die Zielgruppen ungleich behandelt werden bzw. erst genau dadurch.

Das kann man vorliegend so subsumieren - muss man wohl gemerkt aber nicht.

Thailands Gesellschaft ist wirtschaftlich in weiten Teilen nicht so ausgestattet wie die der EU. Somit könnte man diesen Unterschied mitdenken.

Was ich aber wirklich nicht weiss (es spricht einiges dafür) und deshalb auch nicht bewerten kann (und auch nicht will):

würde das wirtschaftliche Gesamtniveau einer Gesellschaft nicht gerade dann ansteigen, wenn Investitionen hier ins Land gelangen?

Möglich.


Dann ist der argumentative Ansatz aber für mich eher: "was ist pragmatisch sinnvoller" und nicht so sehr: "sind wechselseitig identische Regelungen gewünscht".
Wir alle lieben Thailand so, wie es ist. Auch wenn einem manche Regeln bei Arbeit, Business oder im Alltag mal Steine in den Weg legen. Aber genau diese Regeln haben auch dazu beigetragen, dass Thailand heute noch so ist, wie wir es kennen.

Man sieht ja oft Influen
cer, die erklären, wie man mit Airbnb schnell Geld verdienen kann: Condo billig mieten und teuer weitervermieten. Wäre das alles komplett frei, könnte sich heute kaum noch jemand ein Condo mit Meerblick in Pattaya für 1,5 Millionen Baht kaufen.

Ich finde es gut, dass nicht jeder einfach hierherkommen und sein Geschäftsmodell durchziehen kann. Und ich finde es auch richtig, dass Grund und Boden in thailändischer Hand bleibt. Dadurch bleibt vieles bezahlbar und Thailand ein Stück weit Thailand.
Nur weil wir in Europa vieles anders machen und uns damit teilweise selbst Probleme geschaffen haben, heißt das noch lange nicht, dass es der richtige Weg ist. Thailand sollte seinen eigenen Weg gehen und nicht alles übernehmen, nur weil es anderswo so gemacht wird.

Und jetzt entschuldigt mich, ich freue mich schon auf Juli und mein 60-Baht-Pad Thai am Straßenstand. 😄 Bleibt gesund und genießt das Leben! 🇹🇭🍜🙏
 

colaplusrum

Lady Drink King
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4 November 2023
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wenn Investitionen hier ins Land gelangen?
Auf jeden Fall.

Eine Sache finde ich sagar gut,das Ausländer kein Grund und Boden kaufen können,weil sonst die Chinesen alles wegkaufen. Bei den Arbeitsplätzen wenn die anderer Meinung, jeder sollte das machen dürfen, wo er qualifizierte oder wo die Möglichkeit besteht, das Personal gesucht wird
Wäre das alles komplett frei, könnte sich heute kaum noch jemand ein Condo mit Meerblick in Pattaya für 1,5 Millionen Baht kaufen.
wie meinst du das?
 

leoleone

Aktiver Member
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Auf jeden Fall.

Eine Sache finde ich sagar gut,das Ausländer kein Grund und Boden kaufen können,weil sonst die Chinesen alles wegkaufen. Bei den Arbeitsplätzen wenn die anderer Meinung, jeder sollte das machen dürfen, wo er qualifizierte oder wo die Möglichkeit besteht, das Personal gesucht wird

wie meinst du das?
In Sachen Airbnb ist es in Thailand so geregelt, dass man für Vermietungen unter 30 Tagen grundsätzlich eine Hotellizenz benötigt. Andernfalls ist die Vermietung illegal. Wäre der Markt komplett unreguliert, könntest du dir sicher sein, dass viele Condos heute unbezahlbar wären. Es würden deutlich mehr Ausländer und Investoren Wohnungen kaufen, um sie ausschließlich an Touristen weiterzuvermieten.

Ich kenne das Beispiel sehr gut aus Athen. Dort ist die Situation komplett aus dem Ruder gelaufen. Mittlerweile gibt es in vielen Vierteln kaum noch bezahlbare Wohnungen zur Miete, weil ein großer Teil der Immobilien für Kurzzeitvermietungen an Touristen genutzt wird. Genau deshalb kann ich nachvollziehen, warum Thailand diesen Markt stärker reguliert.
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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jeder sollte das machen dürfen, wo er qualifizierte oder wo die Möglichkeit besteht, das Personal gesucht wird

Ja, diese Ansicht vertrete ich auch. Ich vertrete das auch und gerade Deutschland betreffend. Da bin ich ganz in Deinem Sinne dem Wechselseitigkeitsprinzip verpflichtet.

Wenn bei uns so manche mal begreifen würden, dass es klug ist wenn wir aus Asien Krankenschwestern bekommen und wir es nie und nimmer schaffen, die benötigte Zahl selbst aus eigenen Auszubildenden aufzubauen, mache ich drei Kreuze. Wirtschaftsnahe Realisten denken genau so.

Aber: da ich mich in thailändisches Ausländerrecht nicht einmische, sage ich das dort niemals offen. Es würde nichts ändern und hat zudem mit meinem eigenen Schicksaal nichts zutun.

Und um auf das Thema zurück zu kommen: die sicherste Methode ist aus meiner Sicht die finanziellen Mittel mitzubringen unabhängig von gewagten Plänen dort leben zu können um dann gewagte Pläne mit einem Anteil "Spielgeld" auszuprobieren.

Ich übersetze das mal in einen analogen Vergleich, damit @OnkelToto was zu lachen hat:

Für 500 Euro etwa, habe ich in einen Fond für Bitcoinkrams investiert. Ich würde auch etwas mehr einsetzen aber niemals mehr als ich nicht bereit bin zu 100% zu verlieren.

Die echten Investitionen gehen bei mir eben nicht in Schnee... ach ich lass es. Toto ist so ein lieber Mensch :biggrin:


Oder, Rolle zurück an den Threatersteller:

Bringe passives Einkommen (so ab 1500-2000 Euro im Monat) mit, ein finanzielles deutliches Polster dazu, lebe bescheiden aber gut und zweige ein weiteres Budget um vielleicht 10 000 Euro ab für Deine tolle Bar.

Akzeptiere aber, dass die Ladys das kreischend dankbar verjubeln werden und schreibe danach eine lustige Geschichte, die auch mich zum Staunen bringt.
 

colaplusrum

Lady Drink King
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n Sachen Airbnb ist es in Thailand so geregelt, dass man für Vermietungen unter 30 Tagen grundsätzlich eine Hotellizenz benötigt.
so siehts aus. Hat Air BnB diese? ggggg

dass viele Condos heute unbezahlbar wären. Es würden deutlich mehr Ausländer und Investoren Wohnungen kaufen, um sie ausschließlich an Touristen weiterzuvermieten.
einige machen das doch,solange es 4 Wochen sind,dürften keine Probleme entstehen.

Bei Air wird es so sein, entweder die bezahlen Strafe,was denen wohl egal ist oder TH macht dagegen nichts, da du ja ei Air auch 2 Tage buchen kannst
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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In Sachen Airbnb ist es in Thailand so geregelt, dass man für Vermietungen unter 30 Tagen grundsätzlich eine Hotellizenz benötigt. Andernfalls ist die Vermietung illegal. Wäre der Markt komplett unreguliert, könntest du dir sicher sein, dass viele Condos heute unbezahlbar wären. Es würden deutlich mehr Ausländer und Investoren Wohnungen kaufen, um sie ausschließlich an Touristen weiterzuvermieten.

In dem Haus in das ich mich mit einem Condo einkaufte, wird ziemlich sicher öfters Kurzvermietet. Die netten Russen, Amis, Italiener, Belgier, Chinesen und Deutsche die da kommen, sind nicht durchgehend 4 Wochen da. Was solls...

Mein älterer Nachbar, ich glaube ein kauziger Schotte ist es und er mag meinen Schnaps. Immerhin.
 
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hatarifan

Gibt sich Mühe
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25 April 2025
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Und ich finde es auch richtig, dass Grund und Boden in thailändischer Hand bleibt. Dadurch bleibt vieles bezahlbar und Thailand ein Stück weit Thailand.

Grund und Boden sind für den normalen Thai überhaupt nicht (mehr) bezahlbar, zumindest nicht in einigermaßen attraktiven Lagen oder dort, wo die Menschen (mehr oder weniger) genug Geld verdienen, um sich ein Grundstück und Haus leisten zu können.
20km außerhalb von Pattaya sind die Landpreise teilweise teurer als in Süddeutschland.

Wenn man mal bewusst durchs Land fährt, sieht man, dass gefühlt jedes Grundstück zum Verkauf steht.
In der Nachbarschaft und der weiteren Umgebung, in der ich seit über drei Jahren wohne, wird aber so gut wie nie ein Grundstuck verkauft.
Auf Google Street View sieht man dann, dass dasselbe "For Sale"-Schild seit etlichen Jahren auf dem Grundstück verrottet.

z.B. hier 15km von der Stadt entfernt, ländlich, nächster 7-11 3-4km entfernt.
Mit 7.400qm natürlich riesig, allerdings ist der Angebotspreis mit 925.000€ mindestens genauso riesig.
IMG_3608.jpeg
Insgesamt ist es aber kein Wunder.

Bei qm-Preisen von umgerechnet 100€, 150€ oder teilweise jenseits der 200€, müssten sich normale Thais ihr Leben lang verschulden, um sich ein Stück Land leisten zu können, auf dem ein Haus Platz hat. Ähnlich wie in Deutschland...wenn weder deutlich überdurchschnittlich bezahlter Job noch Erbe oder Startkapital vorhanden sind, ist es für junge Thais wahrscheinlich sogar unmöglich.

Solange weder die Regierung das Grundstück für ein Infrastrukturprojekt kauft, ein (ausländischer) Investor eine Siedlung (Moo Baan) hochziehen will oder PTT eine neue Tankstelle, werden die Grundstücke auch noch in 10 Jahren zum Verkauf stehen, allerdings zu immer teureren Phantasiepreisen.
Grundstücke gelten generell als Statussymbol und ein Verkauf wäre für viele Thais ein Gesichtsverlust, außer man gewinnt mit einem der oben genannten Investoren in der "Lotterie".
Zudem will man sich nicht unter Wert verkaufen, weshalb x-beliebige Preise abgerufen werden. Idealerweise noch 30% mehr als der Nachbar, weil man das vermeintlich bessere und schönere Grundstück besitzt.

Letztendlich ist Land in Thailand häufig ein Spekulationsobjekt, von dem nur wenige profitieren.
Der Markt ist komplett intransparent und hat so wenige Transaktionen, dass kein vernünftiger Marktpreis zustande kommt. Weder für Thais noch über Umwege für Ausländer.

Zudem gibt es zu viele „Großgrundbesitzer“ wie oben und viel zu wenig kleine und / oder bezahlbarere Grundstücke, sodass mehr Thais etwas vom Kuchen haben könnten. Die oberen 1% besitzen 35% des privaten thailändischen Landwertes. (sieht in Deutschland übrigens ähnlich aus)
-> wenig Angebot für "normale" Thais und ausländische Investoren müssen nach der Pfeife der Grundstücksbesitzer tanzen.

Natürlich würden ausländische Investoren die Preise noch höher treiben, allerdings sehe ich nicht, dass der Ausschluss von Ausländern es für die Thais zwangsläufig erschwinglich macht, weil das System dahinter nicht darauf ausgelegt ist, dass sich normale Thais Land leisten können.

Der status quo ist also nicht so rosig.
Ich finde es gut, dass nicht jeder einfach hierherkommen und sein Geschäftsmodell durchziehen kann.

Klar, es sollte kein Ausverkauf der eigenen Wirtschaft stattfinden, aber die Gründe in Thailand sind meiner Meinung nach ganz andere.

Die wirtschaftliche und politische Elite hat ihre Macht über Jahrzehnte zementiert.
Es besteht von der Seite also gar kein Interesse, sich Konkurrenz aus dem Ausland ins Haus zu holen, auch wenn der thailändischen Wirtschaft eine gewisse Öffnung, ausländisches Kapital, neue Technologien, Schlüsselindustrien, usw. guttun würde, um in Zukunft nicht von anderen Staaten in SOA abgehängt zu werden.

Letztendlich melken die Oberen aber mit ihren Monopolen, Duopolen oder Oligopolen das selbstgeschaffene System und werden einen Teil der Kontrolle nicht an ausländische Investoren abgeben.
Wenn ein kleiner Tante-Emma-Laden pleite geht, liegt das nicht an bösen ausländischen Investoren, sondern am nächsten 7-11, CJ oder Tops, den Central und CP in ihrem Kampf um die Marktherrschaft ans nächste Eck geklatscht haben.
Und jetzt entschuldigt mich, ich freue mich schon auf Juli und mein 60-Baht-Pad Thai am Straßenstand. 😄

Das sei dir selbstverständlich gegönnt.
Leider sieht die Realität nicht so romantisch aus. Thailand kann natürlich machen, was es will. Das System in Thailand hat aber System und geht überwiegend zu Lasten der Leute, die bei brütender Hitze am Straßenrand Essen verkaufen müssen.

Im Urlaub fällt das nicht so auf, wenn man hier lebt und hinter die "Kulissen" blickt, wird einem bzw. ist mir bewusst geworden, dass Thailand gar nicht so viel lächelt.
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
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Die Idee ist auf jeden Fall schon mal besser als die mit der Bar in Pattaya. Du hast damit zumindest ein Alleinstellungsmerkmal.😄

Er ist ein netter lustiger Vogel. Und ich denke auch, er begreift Thailand besser als so einige. Wenn er nur mal begreifen würde, dass man mit Luftnummern kein Geld verdient und dabei meine ich nicht seine hervorragende Idee im Isaan unter Mücken eine gigantisch große Spa Anlage nach deutschem Standard zu etablieren - eher so seine Liebe zu Schneeballsystemen... :biggrin:

Aber wenn er perfekt wäre, würde mich das beunruhigen. Somit ja ein Pluspunkt


@hatarifan :

Sehr interessante Sichtweise, die mir sympathisch ist.

Ich muss nur sagen , dass meine Frau die nun in Deutschland Deutsche ist und einen guten Beruf hat aber ursprünglich aus den Philippinen stammt bei dieser Beschreibung meinen wird, dass Thailand im Vergleich ein steinreiches Land sei und sie persönlich nicht ganz versteht, warum als sie in Saudi Arabien übelst geschuftet hat um ihre Familie am Überleben zu halten nie Thailänder auftauchten.

Meinte sie mal zu mir... und nicht abfällig, null. Sie hat sich schlicht gewundert... und meinte dann: "die sind halt reich"...

So ändert sich der Blickwinkel

ahhh ja... diese Typen, die meinen "Deutschland sei am Ende ect..." - die empfindet sie als den Gipfel des Ulkig-seins... das weiss ich. Sie lächelt dann, sagt aus Höflichkeit nichts, wirklich nichts aber ich habe in ihren Augen bereits gemerkt, wie man lesen kann... da steht:

"die haben komplett keine Ahnung was Armut bedeutet - aber lustig, das so anzusehen..."

Diesen Blick hat sie immer, wenn wieder mal jemand in Deutschland sich so krass empört...
 
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lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Nein, wahrscheinlich eröffnen wir keinen Zoo. Wobei sich die letzten Monate manchmal genau so angefühlt haben: jeden zweiten Tag eine neue Idee, am nächsten Tag wieder verworfen, dann doch wieder neue Euphorie, dann die nächste Wand aus Vorschriften, Lizenzen, Realität und gesundem Menschenverstand.

Irgendetwas in Thailand aufzubauen spukt mir aber schon länger im Kopf herum. Also dachte ich mir: Ich schreibe das hier einfach mal halb als Bericht, halb als Selbsttherapie und halb in der Hoffnung, dass zwischen den üblichen Forumsprügeln auch brauchbarer Input rausfällt.

Zu mir ganz kurz: Ende 30, arbeite in Deutschland als Projektleiter in einem großen Laden, finanziell alles okay, aber auf Deutschland, die Abzüge und das immer gleiche Hamsterrad habe ich zunehmend weniger Lust. Thailand begleitet mich schon länger. Grundlegende Thai-Kenntnisse sind da. Seit 1,5 Jahren gibt es auch wieder eine Thai-Freundin (100% Vertrauen, ihr Background: Tourismus-Studium), und seit ein paar Monaten überlegen wir, ob man sich dort gemeinsam etwas aufbauen kann.

Wichtig: Mir ist völlig klar, dass „selbständig in Thailand“ nicht bedeutet, morgens Kokosnuss, mittags Hängematte, abends Geld zählen. Eher das Gegenteil. Aber wenn man sich schon kaputtarbeitet, vielleicht lieber für etwas Eigenes.

Startkapital ist vorhanden, aber nicht in der Liga „ich kaufe mir 10 Wohnungen und lasse andere machen“. Es muss also etwas sein, das realistisch aufbaubar ist.

Die Ideensammlung bisher war ungefähr so:

- Wohnungen anmieten und kurzfristig weitervermieten -> klang erst schlau, wurde dann rechtlich schnell unerquicklich

- erfolgreiche Getränke oder Konzepte aus Europa kopieren und in Thailand produzieren/verkaufen -> klang ebenfalls gut, bis die Realität aus Lizenzen, Genehmigungen und sonstigem Behördenzauber um die Ecke kam

- aktuell immer stärker im Fokus: irgendwas Richtung Bar / touristennahes Konzept

Ich werde hier einfach immer mal wieder Gedanken, Ideen, Beispiele und vielleicht auch konkrete Angebote posten, über die wir stolpern. Und dann schauen wir mal, ob am Ende ein Zoo, ein Totalschaden oder tatsächlich ein funktionierendes Business daraus wird.

Falls am Ende wirklich ein Vertrag unterschrieben wird, schalte ich hier natürlich standesgemäß Bannerwerbung im Forum 😉

Fortsetzung folgt.
Bar eröffnen ...???..ist ja nur interessant und rentabel wo Touristen sind... also so wie Pattaya...das wäre das gleiche als wie wenn du die 10.000 te Suppenküche aufmachst...da müsstest schon eine besondere Qualität bieten,was alleine noch keinen Erfolgt garantiert...schon einmal darüber nachgedacht in Deutschland noch paar Jahre Gas zu geben ( habe ich schon fast hinter mir) und in paar Jahren etwas zu machen was mehr" Beschäftigung" gedacht ist ...als Ausländer in Thailand was wirklich gewinnbringendes aufzubauen...viel ,viel finanzielle Grundlage ( kannst besser in Europa auf der Bank arbeiten lassen oder Aktien).
Ich halte es schlicht und einfach als höchst riskant,aber wenn's nicht klappt,bist du ja noch jung genug ob eventuell nochmal von vorne anzufangen.
 
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kabuco

Gibt sich Mühe
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9 Februar 2020
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Bar eröffnen ...???..ist ja nur interessant und rentabel wo Touristen sind... also so wie Pattaya...das wäre das gleiche als wie wenn du die 10.000 te Suppenküche aufmachst...da müsstest schon eine besondere Qualität bieten,was alleine noch keinen Erfolgt garantiert...schon einmal darüber nachgedacht in Deutschland noch paar Jahre Gas zu geben ( habe ich schon fast hinter mir) und in paar Jahren etwas zu machen was mehr" Beschäftigung" gedacht ist ...als Ausländer in Thailand was wirklich gewinnbringendes aufzubauen...viel ,viel finanzielle Grundlage ( kannst besser in Europa auf der Bank arbeiten lassen oder Aktien).
Ich halte es schlicht und einfach als höchst riskant,aber wenn's nicht klappt,bist du ja noch jung genug ob eventuell nochmal von vorne anzufangen.

Ihr ALLE schreibt Euch hier die Finger wund, dabei interessiert es denTO einen Schei....
Habt ihr Langeweile?
Der TO war schon 2 Monate nicht mehr hier...😁
 

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