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Thailand 11 Stunden ins Glück - der etwas andere Newbericht

Banshee

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19 November 2025
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3. Tag

...und konnte, wie schon den Tag zuvor nicht schlafen und ging das erste Mal zum mitgebuchtem Frühstück im Hotel. Diesmal aber mit Zimmerkarte ;) Gern würde ich euch sagen, ob es gut war, allerdings habe ich wirklich 0 Erinnerungen daran, da so langsam der SongSam begann seine Wirkung zu entfalten:D Ich weiß noch, das ich zumindest danach den Hotelpool aufgesucht habe um etwas zu schwimmen und ziemlich, laut Musik aus meinem MP3-Player gehört und mitgesungen habe. Ärgerlicherweise tauchte an diesem frühen Morgen noch ein anderer Gast am Pool auf. Ich will wirklich nicht wissen, was der sich wohl gedacht hat, als er mich in meinem Zustand gesehen hat?:D

Zurück im Zimmer, übermannte mich letztlich doch wieder der, dringend benötigte, Schlaf. Eventuell war es immer noch der Jetlag, aber lange konnte ich nicht schlafen:( Gegen kurz nach 13 Uhr wachte ich wieder auf und merkte schon, das ich dringend, dringend, wirkliche Ruhe benötigte.

Ich weiß nicht, ob ihr das so einigermaßen nachvollziehen könnt, aber als intro- bzw. teilweise otrovertierter (ist übrigens kein Schreibfehler:)) hatten mich die letzten 2 Tage und unzähligen, neuen Einflüsse, an den Rand meiner persönlichen Grenzen geführt und meine „Soziale-Interaktions“-Batterie war mehr als nur komplett entladen.

Ich entschied mich dafür, es mal mit einer Massage zu probieren und suchte mir auf Googlemaps eine ruhige Nebenstraße mit 2-3 Massagesalons in der Nähe meines Hotels. Bei der erstbesten Dame, die mich ansprach bzgl. einer Massage, ging ich rein. 300 Baht für eine Stunde Massage, klang ziemlich gut. Hätte die ärmste gewusst, auf was sie sich da einlässt, hätte sie mich glaube nicht angesprochen;)

Sie führte mich nach oben, ich war zu dem Zeitpunkt der einzige Kunde und bat mich dann, mich etwas frei zu machen. Ohne Klimaanlage in dem Massagesalon, begann Sie mit ihrer Arbeit. Da ich vorher noch nie eine thailändische Massage hatte, war ich erstaunt, wie sie unter teilweisen Einsatz ihres ganzen Körpers mich massierte. Sie fragte, was ich arbeite und hat die entsprechenden Stellen an meinen Unterarmen echt gut bearbeitet. Spätestens bei meinen Beinen und den entsprechenden „Stretching“-übungen knackte es bei mir überall:) Sie versuchte noch, sich die Arbeit/Zeit etwas leichter zu machen und fragte, ob ich denn nicht eine Extramassage haben möchte. Ihre Hände wanderten dazu in die entsprechende Region meines Körpers, aber ich lehnte ab, einfach zu heiß heute, und bot ihr im Gegenzug einen guten Tip für eine ganz „normale“ Massage.

Als ich mich umdrehen sollte und sie dann letztlich bei meinen Schultern angelangt war, fand Sie glaube ich, ihren persönlichen Endgegner;) Sie kam ziemlich ins Schwitzen, aber zog mit gelegentlichen Stöhnen meinerseits, durch:eek:

Am Ende der Massage, fühlte ich mich doch recht gut und gab ihr ungefähr den doppelten Preis, als wie ausgemacht war. Daher war sie, trotz der Mühen mit mir, recht happy:)

Auf dem Weg zurück, ging ich noch kurz einkaufen im 7-Eleven und bunkerte mich, mit einem entsprechenden Biervorrat, dann gemütlich in meinem Hotelzimmer ein. Ich schaute mir, die zuvor, selbstverständlich legal:sneaky:, runter geladenen, ersten 4 Folgen „Stranger Things“ an und kam etwas ins nachdenken:

„So wie die letzten Tage konnte es einfach nicht weitergehen! Ich bin schließlich nicht mehr der jüngste und halte so einen Alkoholkonsum auf Dauer echt nicht durch! Ich war doch hier, um auch einige kulturelle Dinge zu erleben und nicht den ganzen Tag zu verschlafen, um Abends den zugegebenermaßen, extrem süßen Ladies hinterherzulaufen:D“. Ich machte mir also einen Plan für den morgigen Tag und lud mir zur Vorbereitung schon einmal die Bolt-App runter und richtete sie mit meiner neuen Thai-Nummer ein. War echt einfacher als gedacht, da kann sich manch andere App, echt eine Scheibe von abschneiden:mad:.

Ich nickte kurz weg und wachte so 21 Uhr auf. Mein Magen meldete sich und der einsetzende Hunger trieb mich dann doch nochmal raus:( Ich raffte mich also auf und begab mich in Richtung Soi6 um bei „Chabi Chabi-Ramen“, ziemlich leckere Ramen-Nudeln zu essen. Gemütlich am Strand sitzend trank ich noch 1-2 Chang und entschied mich den heutigen Tag echt wirklich nichts mehr groß zu unternehmen und meinem zuvor ersonnenen Plan zu folgen.

Egal, wie sehr ich auch die Einsamkeit/Ruhe benötigte, konnte mich absolut nichts davon abbringen noch einmal bei meiner neuen Freundin, vorm Hotel vorbeizuschauen. Ich wusste ja, das sie täglich ab 22 Uhr davor saß und freute mich natürlich wieder echt sehr sie zu sehen, auch wenn es nur kurz war. Ich entschuldigte mich für den heutigen Abend und verabredete mich mit ihr für die morgige Nacht! Unser Security-Guy reagierte schon total verstört, weil ich heute nicht so lang mit meiner neuen Bekanntschaft abhing, aber da musste er durch und morgen wird sich das ja wieder ändern, vielleicht?...
 

Banshee

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19 November 2025
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4. Tag Teil1

happy happy, wachte ich gegen 7 Uhr auf und fühlte mich tatsächlich auch wieder viel besser als noch den Tag zuvor ;) Nach einem erneuten Komplettprogramm im Bad ging ich runter vor mein Hotel, suchte mir die gewünschte Strecke in der Bolt-App raus und bestätigte ungläubig, den angezeigten Preis.

Nach nicht einmal 5 Minuten Wartezeit war dann meine Fahrerin da, und los gings. Mein erstes Ziel für heute war das „Sanctuary of Truth“. Nach ca. 20 Minuten kam ich an und bezahlte unglaubliche 75 Baht:D Total verrückt, wenn ich die Fahrtzeit und Kosten mit denen in Deutschland vergleiche. Ich gab der Fahrerin natürlich ein großzügiges Trinkgeld und bedankte mich.

Die Schlange an der Kasse war zu der Zeit recht kurz und so bekam ich schnell ein Ticket für eine englischsprachige Führung. Falls ihr das ebenfalls mal plant und euer Englisch nicht so gut ist, steht euch leider keine deutschsprachige Führung zur Auswahl. Ich konnte es mittlerweile kaum mehr abwarten, als ich den Anblick des Tempels aus der Ferne sah und zum Glück dauerte es auch nicht all zu lang bis die Führung losging.

Als ich dann, nach der kurzen Einführung in die handgearbeiteten Schnitzarbeiten und metallfreien Verbindungsmethoden, mit meiner bunt gewürfelten Gruppe direkt vor dem Sanctuary stand, und den Anblick der Arbeiten und vor allem die Größe des Sanctuaries bewundern konnte, kann ich euch gar nicht beschreiben wie beeindruckt ich war. Kein Wunder, das daran schon seit über 40 Jahren gearbeitet wird und so wie es aussieht, auch noch die nächsten paar Jahre kein Ende in Sicht ist!

Die verschiedensten Figuren aus allen möglichen Kulturen und buddhistischen Themen waren phantastisch. Wir folgten unseren weiblichen Guide durch die verschiedenen Bereiche und erhielten sehr interessante Erläuterungen zu den mythologischen und spirituellen Motiven.

Im Bereich der 4 Elementargottheiten, entdeckte ich dann eine Figur, die ich sehr, sehr interessant fand, da sie für mich die Dualität des Lebens und damit auch die thailändische Sicht auf einige Dinge sehr gut verdeutlichte. Ich verrate euch allerdings nicht welche es ist;) Die müsst ihr schon selber finden und wünsche schon einmal viel Spaß dabei:devilish:

Nach der ca. 1 stündigen Führung konnte ich dann selbst noch einmal die verschiedensten Bereiche erkunden und verließ anschließend, nach einem gemächlichen Rundgang um das Gelände, das Sanctuary. Wie ich es mir im Vorfeld erhofft hatte, konnte ich vieles lernen und bekam langsam auch ein besseres Verständnis für die thailändische Mentalität als auch Spiritualität.

Da es so einfach und günstig war mit der Bolt-App umherzufahren, buchte ich gleich die nächste Fahrt. Diesmal ging es zur großen Buddhastatue „Wat Phra Yai“. Die ca. 30-minütige Fahrt verging wie im Flug, auch dank der etwas kompromissloseren Fahrweise meiner Fahrerin:) und letztlich bezahlte ich ebenfalls nur so knapp 100 Baht für die gesamte Strecke. Oben angekommen, fand ich die große Statue ganz okay, mich interessierten jedoch wesentlich mehr die kleineren Statuen und verschiedenen Möglichkeiten zu beten. Unter anderen waren gleich am Eingang alle 12 chinesischen Tierkreiszeichen abgebildet und man konnte Geld an eine Art Strohhalm klemmen und dann entsprechend anstecken. Ich hatte echt keine Ahnung, wofür dies stand (Weiß da jemand von euch mehr?). Dennoch hab ich 20 Baht an mein eigenes chinesisches Tierkreiszeichen „Ratte“ angesteckt. Mal sehen, wofür das noch gut ist;) Des Weiteren gab es z.B. eine große Buddhastatue mit einem kleinen Loch anstatt eines Bauchnabels, wo Leute davor standen und aus einiger Entfernung Münzen versuchten in das Loch zu werfen. Je mehr Treffer, desto mehr Glück hat derjenige:) Ich lief etwas über das Areal und genoss den wunderschönen Ausblick über Pattaya.

Anschließend kam ich etwas ins Schwitzen beim Aufstieg auf den gegenüberliegenden Thappraya-Hügel auf dem Weg zum „Khao Phra Bat“ und „Prinz Chumphon Monument“. Ich war nicht ganz so beeindruckt, aber die Aussicht war noch etwas besser und auch das Wetter lockerte wieder etwas auf.
 

Banshee

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19 November 2025
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4. Tag Teil2

Da ich weiter meine Ortskenntnis verbessern wollte, lief ich ganz entspannt den kompletten Weg (knapp 4 km) über 2nd Road und Beach Road bis zu meinem Hotel zurück und merkte unterwegs, das ich so langsam angekommen bin und z.B. nicht mehr auf jedes ansprechen nach „Massaaage“ und ähnlichem reagierte:D Ich entdeckte die Soi Diamond und lief mal durch. Hmmm...“Windmill Agogo“. Hatte ich das nicht schon ein paar mal hier im Forum gehört:unsure:...Ich glaub das merk ich mir mal für später;).

Weiter gings ins Central Pattaya Einkaufszentrum, schon einmal ein paar Mitbringsel für daheim kaufen (hauptsächlich Chiligewürze). Endlich wieder zurück im Hotel am späteren Nachmittag, war ich doch etwas geschafft und nickte etwas weg. Gegen frühen Abend wachte ich wieder auf und überlegte, ob ich heute noch etwas unternehme, bevor ich mich wieder mit meiner neuen Freundin treffe. Beim Gedanken sie wieder zu sehen, freute ich mich irgendwie schon total:D

Spontan entschloss ich dennoch, mir mal die Partymeile „Soi6“ etwas genauer anzusehen:) Aber slowly, slowly, erstmal was essen und gegen die beginnende Nervosität schon einmal 1-2 kleine Bierchen trinken;) Angekommen am Eingang der Soi6 von der Beach Road aus, warf ich einem Blick hinein und mein bisherige Entschlossenheit geriet doch etwas ins Wanken. Bei einer Zigarette am Eingang, kamen bei mir so Gedanken auf wie: „Will ich da echt allein rein?“ und „Ohgott, hoffentlich komm ich da wieder raus!“. Ich schaute mir die anderen Besucher am Eingang an und bemerkte, das ich scheinbar nicht allein war mit meinen Gedanken:)

Ich sprach mir selbst Mut zu und begann langsam meinen Weg durch die Soi6. Wie ein schüchternes Reh, lief ich so oft es möglich war mittig auf der Straße und fühlte mich von allen Seiten extrem beobachtet:D. Beim Anblick all der süßen Ladies bzw. jungen Mädels und deren freizügigen Outfits dachte ich mir nur so: „OMG...was geht hier ab?“ Und dann ging es schon los: Eine kleine Berührung da, ein Lächeln dort, mitten in den Weg stellen und mal im Schritt nachfühlen, oder z.B. auch eine kleine, zwar echt süße aber doch für mich zu junge Maus, die mich mit geübten Schritten immer mehr in Richtung ihrer Bar abdrängte und mich einfach nicht weitergehen lassen wollte:).

Das war so ein krasses Gefühl, sich wie ein King und zugleich als „Beute“ der hungrigen „Raubtiere“ zu fühlen, echt unbeschreiblich! Da helfen auch noch so viele Videos auf Youtube im Vorfeld echt nichts;) Ich schaffte es glücklicherweise dennoch lebend ans Ende und musste erst einmal kurz rekapitulieren, was da soeben abging. Ich trank ein Bierchen auf dem Nachtmarkt mit dem Flugzeug und entschied mich danach, das Treiben auf der Soi6 noch einmal von der Seitenlinie zu beobachten. Dazu setzte ich mich in die „Corners Bar“ und kam etwas ins Gespräch mit den anwesenden, netten Ladies, die schon eher in meinem Alter waren. Ich trank ein paar Bierchen, und gab auch einige Drinks aus, während ich die Straße und vor allem auch die gegenüberliegende Bar („Thai Rose“, wem das was sagt:sneaky:) beobachtete. Bei guten Gesprächen, saß ich dann am Ende auf einmal mit 3 der Barladies um mich und brachte einer davon nebenbei das Drehen von Zigaretten bei:)

Nach 0 Uhr begab ich mich so langsam auf den Rückweg, da ich ja noch eine Verabredung hatte, lief aber nicht noch einmal durch die Soi6, sondern über die danebenliegende Seitenstraße 6/1. Auch wenn diese Straße viel ruhiger war, wurde ich auch da einige mal etwas offener „angesprochen“;), da scheinbar die Ladies der angrenzenden Bars der Soi6, diese Straße nutzen um sich etwas zu erholen/Pause zu machen!

Auf dem Weg zurück zum Hotel, holte ich noch 2 Bier und kam schließlich am Hotel an. Natürlich saß meine süße, neue Freundin wie verabredet davor:D. Ihre kleine Flasche Sangsom war schon alle und so bot ich ihr eins meiner Bier an. Wir quatschten wieder über alles mögliche. Sie erzählte mir von ihrem Leben, während sie mir Bilder ihrer Heimat zeigte, und erzählte auch warum sie in Pattaya ist und ich erzählte ihr ebenfalls etwas mehr von meinen Leben.

Ich möchte hier in diesem Forum nicht zuviel darüber preisgeben, nur soviel: Ich glaube, das scheint das typische Isaanleben zu sein. Sie hat einen Sohn, der bei der Familie daheim auf der Farm in der Nähe der kambodschanischen Grenze wohnt und sie arbeitet hier um Geld zu verdienen um letztlich in vllt. 3 Jahren wieder zurück in die Heimat zu gehen und ein gutes Leben zu haben. Im Verlauf unseres Gesprächs, konnte ich dann nur zu gut verstehen, warum sie (nur in Pattaya!) jede Nacht eine Flasche Sangsom trinkt:( Des Weiteren verstand ich auch endlich, warum sie immer die Plasteflaschen und Dosen nach unseren vorherigen Gesprächen einsammelte. Diese sammelte sie (wegen Pfand) für unseren Security-Guy, der pro Tag nur 400 Baht (etwas über 10 €) verdient und mit dem Geld noch seine Familie ernährt:(

Nachdem sie mir sagte, wo ich in der Nähe noch Bier herbekomme, ging ich nochmal los zur Soi Klang und kehrte mit einigen zurück. Unsere Gespräche wurden daraufhin wieder, wie die letzten Tage lustiger, aber auch deswegen weil unsere kleine Gruppe immer mehr anwuchs:) Neben dem Security-Guy kam auch ab und zu noch der homosexuelle Lobby-Guy dazu und ebenfalls noch kurz eine Freundin von ihr nach ihrer Arbeit im Restaurant. Der Lobby-Guy hatte eine echt geniale Art, ziemlich süß muss ich leider zugeben (konnte vielleicht aber auch an meinem Alkoholspiegel liegen:)), und so schäkerte ich etwas mit ihm. Wir quatschten alle gemeinsam und genossen die tolle Nacht.

Nach dem genialen Abschluss des Abends, waren leider schon wieder alle meine Vorsätze: so nach dem Motto, nicht so lang machen und früh aufstehen um was vom Tag zu haben, über den Haufen geworfen:) Aber egal, es war wieder einmal genial;) Mal sehen was der morgige Tag bringt...
 

radical

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Und dann ging es schon los: Eine kleine Berührung da, ein Lächeln dort, mitten in den Weg stellen und mal im Schritt nachfühlen, oder z.B. auch eine kleine, zwar echt süße aber doch für mich zu junge Maus, die mich mit geübten Schritten immer mehr in Richtung ihrer Bar abdrängte und mich einfach nicht weitergehen lassen wollte:).
Vielen Dank für den Bericht! Boah dieses mal im Schritt nachfühlen nervt sowas von hart in der Soi6 :D Ich weiß nicht warum das da so extrem ausgelebt wird, irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das das echt viele gut finden können. Soi6 hat soviele Hammer Frauen aber das ist echt der Grund da kein Barhopping zu machen weil man immer durch die "Höhle der Löwinnen" muss :D
 

Banshee

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Vielen Dank für den Bericht! Boah dieses mal im Schritt nachfühlen nervt sowas von hart in der Soi6 :D Ich weiß nicht warum das da so extrem ausgelebt wird, irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das das echt viele gut finden können. Soi6 hat soviele Hammer Frauen aber das ist echt der Grund da kein Barhopping zu machen weil man immer durch die "Höhle der Löwinnen" muss :D
Vielen Dank für deine Antwort. Ja, du hast Recht, wäre das nicht, würde es viel angenehmer sein auf der Soi6. Bei meinem ersten Besuch war mir dies auch echt zuviel. Hingegen bei meinem zweiten Besuch, war ich schon viel entspannter und habe das mehr oder weniger freiwillig über mich "ergehen" lassen :) Aber dazu später mehr. Jetzt wünsch ich schon einmal viel Spaß beim lesen meines nächsten Tages.
 

Banshee

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5. Tag

Nach dem aufwachen, merkte ich schon, das wird heute wieder ein eher slowwwly-Day:) Unklar was ich den angebrochenen Tag noch so schönes mache, setzte ich mich etwas an den Hotelpoolbereich und las ein Buch beim sonnen. Etwas Bräune muss schon sein, nicht das die Arbeitskollegen noch nachfragen, ob ich auch wirklich im Urlaub war;) Ich überlegte und entschied mich nach einer Weile für etwas entspannendes zum Anfang, was ich mir schon im Vorfeld meiner Reise vorgenommen hatte.

So lief ich danach wieder einmal die Beach Road hinab. Unterwegs machte ich einen kurzen Stop im 7-Eleven um mir zwei dieser scheinbar ziemlich bekannten Sandwiches zu kaufen. An der Kasse fragte mich die Verkäuferin, ob ich diese gleich warm machen möchte an so einem Sandwichtoaster hinter der Kasse. Etwas verwirrt lehnte ich ab und beging damit den nächsten von meinen vielen, vielen, kleinen Anfängerfehlern.

Zurück auf der Beach Road, setzte ich mich an den Strand und musste einfach googeln, da mich das mit dem toasten der Sandwiches einfach nicht losließ. Als Tipp an euch: Scheinbar gibt es in jedem 7-Eleven so einen Toaster und das ist ganz normal die warm machen zu lassen:(. Innerlich greifte ich mir an den Kopf, aber es war mir einfach zu blöd nochmal zurück zu gehen, also aß ich die Dinger kalt. Eins davon schmeckte tatsächlich auch so extrem lecker (Cabonara Danish) :D

Frisch gestärkt ging es danach weiter durch die Walking Street zum Bali Hai Pier. Angekommen, schaute ich mir schon einmal die Abfahrtszeiten der Fähre zur Insel „Koh Larn“ an, da der Besuch ebenfalls noch auf meiner To-Do-Liste stand, aber mein eigentliches Ziel konnte ich einfach nicht finden. Zum Glück hatte ich noch etwas Zeit, fragte einige Personen und bekam dann auch endlich den richtigen Tipp, wo ich hin muss.

Kurz vor 17 Uhr stand ich dann an einer der Schnellbootanlegestellen und bezahlte 200 Baht für meinen geplanten Tintenfischangeltrip. Ich fand es ziemlich toll, das rings um mich herum nur Thais waren und kein einziger Farang, außer mir:), weit und breit. Als dann das Schnellboot ankam durfte ich mich neben den Fahrer setzen und los gings, und wieee:) Es war zwar leider nur eine kurze Fahrt, aber das ging echt gut ab und hat mir sehr gefallen. Nach ca. 8 Min. kamen wir an einer ca. „Fußballfeldgroßen“-Plattform mitten im Meer an.

Ich suchte mir einen Platz mit Tisch aus, habe mir eine Angel kostenfrei ausgeliehen und erhielt eine kurze, nicht wirklich umfassende Einweisung. Da ich allerdings selber einen Angelschein besitze, war das nicht so das Thema. Dennoch bestellte ich mir erstmal ein Bierchen und etwas zu essen und beobachtete die anderen Gäste, die rings um die Plattform ihre Angeln auswarfen. Da ich noch nie im Meer angeln war und schon gar nicht nach Tintenfischen, habe ich mir so erstmal die Zupftechnik etwas abgeschaut.

Langsam wurde es dunkel und an der Plattform wurde ringsum Lichter angemacht und auf das Wasser gerichtet um die kleinen Tintenfische nach oben zu locken. Ich warf ebenfalls meine Angel aus und genoss sehr die entspannte Atmosphäre. In den 3, 4 Stunden, die ich da war, hatte ich allerdings leider kein Glück. 3 andere in meiner Nähe allerdings schon:( Wenn man etwas fing, wurde der Fang dann von der Küche kostenfrei frisch zubereitet, entweder roh als Sashimi oder gegrillt. Ich nahm danach eines der stündlich fahrenden Schnellboote zurück und dachte mir auf der Fahrt so: „Genug von Squid, irgendwie hab ich jetzt Lust auf eine andere Art von „Frischfisch“ :) und dachte dabei an meine gestrige Entdeckung „Windmill Agogo“;)

Ich lief vom Hafen wieder über die Walking Street und entdeckte gleich am Eingang einen Stand der Kokodilfleisch verkaufte. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen und kaufte mir eine kleine Portion zum probieren. Ich setzte mich neben ein Pärchen und wir kamen etwas ins Gespräch. Wie sich herausstellte, waren die beiden aus Kanada und wollten auch dem kalten Wetter in ihrer Heimat entfliehen:) Die beiden machten einfach mal so 3 Monate Urlaub in Thailand und auf den Philippinen:oops:.

Nach dem echt sehr leckeren Zwischensnack (wirklich zu empfehlen), verabschiedete ich mich, setzte meinen Weg fort und gab noch eine kleinen Tip an eine Sängerin im Rollstuhl, die echt gut sang und mir auch etwas leid tat:cry: Jetzt aber echt unbeirrbar ging es weiter Richtung Soi Diamond, bis meine Ohren plötzlich richtig gute Metalmusik wahrnahmen. Verdammt, da war ja noch die „Hot Tuna Bar“ auf dem Weg;) Da kann ich doch nicht einfach so vorbeigehen und schwupps saß ich schon drin:) Die Band war headbanging genial! Von Metallica, Rammstein, System of a Down bis Queen war alles dabei 🤟...3 kleine Bierchen später kam endlich eine Pause und ich konnte mich doch losreißen. Natürlich nicht, ohne vorher noch ein Shirt der Bar im hauseigenen Store zu kaufen:)

Jetzt aber wirklich ab in die Soi Diamond:D und jaa, ich schaffte es und kam endlich bei der „Windmill“ an. Freudig wurde ich vom Türsteher eingelassen. Man führte mich direkt in die 2. Etage. Als ich reinkam dachte ich mir nur so: „Ach du scheiße, was ist das denn“😲 Es war ziemlich eng unten, das lag allerdings nicht nur an den vielen, süßen Frauen in Schulmädchenuniform, die sich da ringsum präsentierten und nur darauf warteten, das man einen Drink ausgibt;)Oben angekommen, platzierte man mich an einem halbrunden Sofa mit einer Dusche in der Mitte, wo schon 3 komplett nackte Mädels Spaß hatten! Nebenan war ein Sofa mit einer Art rundem „Billard“-Tisch in der Mitte auf der ebenfalls 2-3 nackte Mädels sich räkelten vor den umsitzenden Gästen. Ich kam für einen Moment erst einmal gar nicht klar und bestellte mir erstmal ein Bier um das ganze etwas zu beobachten.

Zwischenzeitlich führte Mama-San oder wer auch immer, immer wieder 3-4 Mädels ringsum. Wenn man Interesse hat, konnte man die Nummer der Mädels auswählen und gab derjenigen eine Drink aus, damit sie sich um einen „kümmert“:p Kennt ihr das, wenn man sich einfach nicht entscheiden kann? Genau so ging es mir bei all den süßen Girls überall. Die älteren Herren dagegen hatten echt keine Skrupel und zeigten vollen Einsatz:D Ich fragte mich nur: „Wo nehmen die denn all die Finger und Hände her?“, bis es mir dann klar wurde! Die müssen eindeutig Reinkarnationen von Ganesha oder Shiva, mit ihren vier Armen, sein;) Letztlich entspannte ich mich aber auch und hatte ziemlich viel Spaß da (keine weitere Aussage ohne meinen Anwalt:D).

Gegen 1 Uhr trat ich dann meinen Heimweg an und suchte noch vergeblich im 7-Eleven nach Bier (dürfen ab da nichts mehr verkaufen) :( Also musste ich doch wieder den Geheimtipp meiner Freundin in Anspruch nehmen und unterwegs etwas Bier besorgen. Ich brauche glaube ich nicht mehr erwähnen, wer natürlich wieder vor meinem Hotel saß;) Wir kamen sofort wieder ins Gespräch und unsere Gruppe wuchs und wuchs. Denn mein Lobby-Guy, der heute eigentlich frei hatte, kam auf seinem Roller vorbeigefahren mit einer Bekannten. Dazu war natürlich auch wieder unser Security-Guy dabei. Zwischendurch hielten wir noch einen fahrenden Straßenverkäufer an und so konnte ich letztlich doch noch gegrillten Tintenfisch probieren. Sooo lecker, extrem empfehlenswert! Nebenbei haben wir uns noch einen Spaß gemacht, beim Trinken und essen, und haben die gegenüberstehenden Freelancerinnen und Passanten aufgezogen bzw. bespaßt. So nach dem Motto: „ohhh, you want Bum Bum, 4 People, good Price“ 😆 Im nachhinein muss ich echt sagen, dies war der zweitbeste Tag/Nacht, den ich da hatte! Gegen 4 Uhr bin ich dann aber doch in mein Zimmer und habe noch etwas Reisebericht geschrieben. So langsam will ich echt nicht mehr zurück nach Deutschland😕
 

Banshee

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Toll dein Ersti-Bericht, alles sehr gut nachvollziehbar. DANKE!
Ich danke dir! Es macht mir echt viel Spaß zu schreiben und ich bin ehrlich echt neugierig auf eure Resonanz. Ich habe auch schon einige Gedichte verfasst und hatte auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, mal selbst ein Buch zu schreiben (mehr so Richtung Fantasy:) ). Daher echt nochmal vielen Dank für deinen Eindruck! Gern mehr davon:) Im übrigen ist das ganze tatsächlich nicht mal so schnell gemacht. Trotz all meiner Aufzeichnungen dauert es einen Tag zu schreiben ca. 3-4 Stunden. Daher leider meine ungefähr wöchentliche Veröffentlichung.
 

Donni

contenance, motherfuckers !!
   Autor
4 November 2014
1.312
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Hamburg
Gefällt mir auch sehr gut, der Bericht und auch deine "Herangehensweise"!

Dieses einfach los laufen, schauen was passiert und offen sein was auch immer so kommt, besser geht's nicht! Vor allem in Pattaya, lauern an jeder Ecke verrückte Situationen und Erlebnisse ❣️

Bin gerne weiterhin dabei!

Peace

Don
 

Banshee

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Gegen frühen Nachmittag wurde ich munter und musste, nach dem duschen und frisch machen, mit erschrecken feststellen, das meine Bier- und Wasservorräte im Hotelkühlschrank alle waren 😲. Das geht so nicht, also ab gings in den nächstliegenden 7-Eleven. Die Sonne knallte ordentlich bei 30°. Ich schaute aufs Handy und sah die Temperatur in Deutschland (-1°) und grinste innerlich:) Etwas durchgeschwitzt aber vollgepackt ging es dann zurück ins Hotel. Ich entschied mich dazu, mich danach wieder an den Hotelpoolbereich zu setzen und etwas Buch zu lesen, während ich mir überlegte was ich heute wieder so schönes mache.

Nach dem Sonnen begab ich mich runter zur Hotelbar und schlürfte einen inklusiven, kostenlosen, alkoholfreien Cocktail, während ich relaxed das Treiben auf der Beach Road beobachtete. Anschließend begab ich mich auf den Weg Richtung Second Road, da ich die Straße noch nicht so erkundet hatte. Ich lief die Straße hinab und schaute mir interessiert die verschiedenen Restaurants, Bars, Massagesalons und sonstigen Läden an. Ich entdeckte einen kleinen Stand, der frischgemachte, japanische Gyoza verkaufte (11 Stück nach eigener Wahl 100Baht) und konnte da einfach nicht vorbeigehen:D Wenn auch nicht thailändisch, dennoch sehr lecker!

Frisch gestärkt ging es weiter, bis ich den Pattaya Night Market entdeckte. Ich begab mich hinein auf der Suche nach Mitbringseln und einer Statue für mich selbst, die einigermaßen zu meinen anderen Sachen aus vorherigen Reisen passt. Wenn ihr Souvenirs sucht, ist das glaube ich eine sehr gute Location. Es gab da ziemlich viel Auswahl in den unzähligen kleinen Läden, das einzige was mich zugegebenermaßen extrem störte, waren die dauernden Fragen, ob ich den einen neuen Anzug benötige. Ich weiß ja, das ich einen guten Kleidungsgeschmack habe😆, aber das war zuviel. Entnervt gab ich nach der gefühlt 10. Frage nach einen „Suit“ auf und kehrte zurück auf die Second Road. Zeit für meinen eigentlichen Plan:)

Im Vorfeld meiner Reise habe ich mir nämlich, glaubt es oder nicht, eine eigene Karte (über umap.openstreetmap.fr/de) angefertigt mit allen möglichen Sehenswürdigkeiten, Bars, Clubs, LB-Bars und LB-Gogo’s in der Gegend, die ich mit Betonung auf „eigentlich“ besuchen wollte;) Ich hatte einfach damals zu viel Zeit, ich weiß:p

Ab gings, gemütlich über die „Soi Myth Night“ zur „Soi Made in Thailand“ und anschließend die „Soi Buakhao“ runter. Danach bog ich ab in die „Soi Chaiyapoon“ und wieder zurück die „Soi Lengkee“ um mir nochmal die „LK Metro“-Ecke anzusehen. Unterwegs checkte ich etwas die verschiedenen Locations ab, und sammelte schon mal Inspiration für spätere Besuche. So langsam meldete sich nämlich mal wieder mein zweites Gehirn in der Mitte meiner Beine, und wollte etwas Aufmerksamkeit;) Nichtsdestotrotz bekam ich vom vielen Laufen erst einmal Hunger und entdeckte…

mal wieder eine Rockbar:D „Rock Factory“ hieß sie und es spielte zu dem Zeitpunkt noch keine Band. Also bestellte ich mir „Pad Kaphrao“ und ein Bierchen. Ich wunderte mich über andere Gäste, die gleich 6 oder mehr Bier bestellten, bis ich entdeckte, das Bier bis zu einer gewissen Uhrzeit im Angebot war! Ich schaute auf die Uhr, aber da war es schon spät:confused:

Egal, ich genoss das Pad Kaphrao. Sehr lecker übrigens und wurde neben Pad Thai einer meiner Favoriten im Laufe meines „Urlaubs“:) Die Band begann zu spielen und so langsam füllte sich die Rockbar. Ich genoss die Musik, die ungefähr vergleichbar ist mit der „Hot Tuna Bar“. Während ich weitere Bierchen trank, überlegte ich mir, ob ich noch eine der unterwegs entdeckten Bars für etwas Spaß besuche. Ich entschied mich aber dafür, doch morgen mal die Insel Ko Larn zu besuchen und lieber noch etwas vor meinem Hotel mit meiner Freundin abzuhängen! Es zog mich irgendwie magisch zurück:D

Zurück auf dem Weg zum Hotel lief ich etwas über die Beach Road, checkte da die Mädels ab und merkte, das ich so langsam echt extrem „rattig“ bin:) Den Druck unterdrückend kam ich letztlich doch wieder am Hotel an:) Natürlich nicht ohne neues Bier zu holen;) Angekommen, zeigte mit meine süsse *** heute mal wieder etwas Musik, die sie sehr mochte.

Ein Idol von ihr war eine Sängerin aus dem Isan namens „Mai Patcharee“ als auch „Ann Orradee“. Ich hörte mir die Musik an und fand sie wirklich richtig gut, auch wenn ich nichts verstand. Aber das musste ich auch nicht, denn auch so verstand ich vom sehen und hören ungefähr worum es ging. Ich fragte Sie, warum so viele Lieder sich über Enttäuschung, Liebe und Sex drehten. Sie sagte nur: „That is just the style, you know“:D

Als sich immer mehr Leute zu uns hinzugesellten, holten wir eine Sitzmöglichkeiten aus der mittlerweile geschlossenen Hotelbar, die wir auf den Fußweg stellten:) Neben Lobby-Guy, Security-Guy als auch ihrer Freelancer-Freundin, kam noch eine weitere Freundin hinzu. Ich fühlte mich so aufgenommen und akzeptiert in der Gruppe, das war echt genial. Wir tranken und quatschten und hielten mal wieder einen der fahrenden Händler an. Diesmal gab es etwas schärferes, was aber dennoch echt gut schmeckte. Leider habe ich den Namen vergessen, auch wenn ich extra nachgefragt habe:( Aber ich lernte zumindest wie man so einen Händler anhält. Lautmalerisch so in der Richtung: „Öihhh Öihhh“;) Das muss ich echt mal ausprobieren bei so einem Krabbeltierverkäufer demnächst:)

Ich muss zugeben, ich habe echt so viel während unserer Runden gelernt, was Verhaltensweise als auch Sprache anging. Ich liebe die Local-Experience, echt unbezahlbar!

Gegen 3 Uhr verabschiedete ich mich dennoch und hoffe, das ich morgen einigermaßen früh aufwache für meinen geplanten Ko Larn-Trip...
 

MaiPenRai

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26 Dezember 2025
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die danebenliegende Seitenstraße 6/1. Auch wenn diese Straße viel ruhiger war, wurde ich auch da einige mal etwas offener „angesprochen“;), da scheinbar die Ladies der angrenzenden Bars der Soi6, diese Straße nutzen um sich etwas zu erholen/Pause zu machen!
Soi 6/1 sind primär Ladyboys, soweit ich das noch in Erinnerung habe 😉
 

Banshee

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19 November 2025
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7. Tag

Mithilfe meines Weckers war ich dann doch gegen 8 Uhr munter, fühlte mich aber total matschig :( Dennoch machte ich mich schnell frisch und rief mir ein Bolt zum Bali Hai Pier. Unterwegs durch die Walking Street, war es mal ganz interessant zu sehen, wie es da früh morgens aussieht. Neben vielen Reinigungskräften, bemerkte ich unter anderem auch ein recht süßes Thaigirl, die ziemlich viel Mühe hatte ihre komplett dichte Bekanntschaft/Eroberung irgendwie in sein Hotel zu bekommen und dachte mir so: „Ohhje, ich glaube der hat heute nicht mehr so viel Spaß mit ihr😆“.

Kurz vor 9 kam ich am Pier an und erwischte glücklicherweise noch die Fähre zum Anlegepunkt Nabaan. Die Fahrt kostete 30 Baht, war sehr, sehr entspannend und dauerte ca. 40 Minuten.
Vor Ort lief ich etwas durch die kleine Stadt und stieg dann in einen der Bahtbusse mit rundherum nur russisch sprechenden Mitfahrern. Wir fuhren zum Tien Beach, einen der sechs, größeren Strände der Insel. Angekommen war ich erst einmal gar nicht so beeindruckt, musste aber noch über einen kurzen Holz- und Betonsteg laufen und kam schließlich an einem, wahrhaft wunderschönen Strand an.

Ich zog meine Schuhe aus und lief barfuß durch den weichen Sand. Unterwegs gab es einige traumhafte, Instagrammäßige Spots (die ich zugegebenermaßen auch fotografierte:)), so mit Schaukeln mitten im Wasser, die an, im/am Meer wachsenden, kleinen Mangrovenbäumen hingen. Ich genoss die Zeit an dem Strand, las etwas Buch, ging baden und sonnte mich.

Nach ca. 3 Stunden wollte ich aber noch mehr von der Insel erkunden und begab mich langsam auf den Weg zurück. Am Beginn des Stegs standen viele Motorbike Taxis und eine der Fahrerinnen sprach mich an. Sie zeigte mir eine Übersichtskarte und ich deutete auf einen Spot in der Mitte der Insel, den ich schon im Vorfeld unbedingt besuchen wollte. Für die Fahrt zur großen Buddhastatue und anschließend zum Tawaen Beach wollte sie 150 Baht, was okay war. Ich setzte mich hinten auf den Roller und los gings. Den recht steilen Berg hinauf hatte ich etwas Sorge, ob das der Roller auch schafft. Und tatsächlich begann der Roller auf halber Strecke zu stottern und ging aus:( Sie versuchte ihn wieder anzulassen und nach ein paar mal sprang er auch wieder an. Erleichtert setzte ich mich wieder hinter sie und die Fahrt ging weiter, bis der Roller nach ca. weiteren 400 Metern wieder ausging:( Ich dachte mir so: „Nein, Das kann doch wirklich nicht wahr sein“ und bereitete mich innerlich schon darauf vor zu laufen, aber meine Fahrerin war weiterhin relativ entspannt.

Sie öffnete den Stauraum unter dem Sitz und zauberte 2 1L-Flaschen (sah aus wie Speiseöl;)) hervor und schüttete sie in den Roller. Und siehe da, der Roller schnurrte wieder wie ein Kätzchen:) Von weiteren Zwischenfällen dieser Art verschont, kam ich also doch letztlich oben an der großen Buddhastatue an(y) Die Aussicht über die Insel war an dieser Stelle schon fantastisch, aber ich wollte noch weiter hinauf, die sogenannten „Buddha Steps“ zum höchsten Punkt. Ich fragte meine Fahrerin, ob ich schon die Hälfte anzahlen soll, da ich ja eine Weile unterwegs sein werde, aber sie war total relaxed und meinte nur „Take your Time“ und begab sich zu einem Kollegen um zu quatschen. Da liebe ich so an der thailändischen Mentalität:love:Undenkbar sowas in Deutschland!

Ich begab mich auf den steilen Weg nach oben, vorbei an einer anderen großen Buddhastatue, und dann stand ich vor den Treppen, blickte nach oben und sah kein Ende. Ich dacht mir so: „Ich hab es geahnt, das wird schweißtreibend!“. Egal, das wollte ich unbedingt sehen, also los. Die 250 Stufen brachten mich doch ganz schön zum pumpen. Endlich oben angekommen an der Pagode, blieb dann tatsächlich für einen Moment mein Herz stehen...

Allerdings nicht aufgrund der Anstrengung, sondern wegen der himmlischen Ruhe und dem Blick über die Insel. Zu dem Zeitpunkt war ich ganz allein da und muss sagen: Die Treppen hinauf, als auch dieser Moment hatten irgendwas mit mir gemacht. Ich fühlte mich so extrem gut und zugleich auch, keine Ahnung wie ich das besser beschreiben soll als, emotional berührt/bewegt. Krasse Erfahrung! Nach einer ganzen, ganzen Weile, ging ich die Stufen wieder hinab und ging zum gegenüberliegenden Weg zur Guan Yin-Statue. Der Ausblick da war sogar noch einen Tick besser, aber auch die Statue als solche fand ich sehr beeindruckend.

Um meine Chauffeurin nicht noch länger warten zu lassen, begab ich mich, nach bestimmt 1,5 Std. wieder auf den Weg nach unten. Aber ich glaube, ich hätte mir sogar noch mehr Zeit lassen können. Sie war immer noch gemütlich am quatschen:D

Wir fuhren danach runter zum Tawaen Beach an den Pier. Angekommen, gab ich ihr etwas Trinkgeld zusätzlich und bedankte mich. Ursprünglich wollte ich ja zurück zu Speedboot fahren, entschied mich aber doch für die slowly, slowly-Fahrt mit der Fähre, um noch etwas mehr entspannte Zeit zu haben, bevor es wieder in die umtriebige Stadt ging:) Da ich noch etwas Zeit hatte, bevor die Fähre losfuhr, googelte ich mal die Bedeutung der Stufen als auch der Statue und war gleich nochmal viel faszinierter von beiden. Googelt gern selbst mal, ist echt interessant!

Noch ein kleiner „Rant“ am Rande: Selbst auf der Fähre hatte ich Internet eine lange Zeit lang auf der Fahrt. Warum bekommt DE sowas in manchen, selbst städtischen Regionen einfach nicht gebacken? Unbegreiflich! So, jetzt genug davon:)

Die Fahrt zurück war ziemlich relaxed, unterwegs fuhr eine Art von „Black Pearl“-Schiff an uns vorbei:D Da sah echt genial aus! Wieder in Pattaya, begab ich mich erst einmal in mein Hotel und war ziemlich fertig vom vielen laufen und dem ganzen anstrengedem chillen am Strand;) Nach einem kurzen spätnachmittaglichen Nickerchen, machte ich mich wieder frisch und begab mich dann nochmal auf den Weg die Second Road runter zum Pattaya Night Bazaar auf der Suche nach Souvenirs. Irgendwie wollte ich unbedingt eine Guan Yin-Figur haben, aber die gab es da nur in einem Laden und gefiel mir nicht so. Anschließend lief ich zurück zur Beach Road und entdeckte u.a. das Restaurant „Beef Eater“, worüber ich hier im Forum ab und zu schon einmal gelesen hatte. Letztlich trieb es mich aber doch in eine Draft-Beer-Bar direkt auf der Beach Road. „Beertique“ war der Name und ich hatte da einen recht guten Ausblick auf die Ladies der Beach Road:p

Gemütlich mein „Guinness“ trinkend, gesellte sich neben mich und meinem Barnachbarn ein junger Inder. Sein Englisch war nahezu perfekt und er kannte meinen Sitznachbarn, der wie sich herausstellte auch aus Deutschland war, aber zu dem Zeitpunkt schon ziemlich durch war. Er rauchte seinen Joint neben uns und fing dann auf einmal an philosophische Fragen zu stellen. Anfangs ging ich darauf ein und war etwas angetan von dem etwas intellektuelleren, grundsätzlicheren Gespräch. Ich kenn das ja selbst, da ich ab und zu mal Joints nicht ganz abgeneigt bin und daheim in DE selbst anbaue;) Aber irgendwas passte nicht. Ich versuchte ihn mit meinen Antworten etwas herauszulocken, aber da kam nichts. Der Vibe passte einfach nicht. Er war zwar scheinbar recht reich/wohlhabend aber in meinen Augen, einfach nur ein verwöhntes, junges Kind, das auf welterfahren macht. Nach dem Guinness, das ich irgendwie schneller trank als gewollt, verabschiedete ich mich. Die Bar als solche kann ich leider ebenfalls nicht so empfehlen, die Preise waren für mich zu überteuert und die Liveband ging so.

Zurück auf dem Weg die Beach Road hoch, kam ich an meinem Hotel an, begrüßte meine Freundin und fragte kurz, ob ich ihr noch was zu essen mitbringen soll. Sie freute sich mich zu sehen, wir umarmten uns aber sie wollte nichts zu essen haben. Also ging ich weiter auf den kleinen Nachtmarkt in der Nähe meines Hotels und bestellte mir auf Empfehlung meiner Freundin einen Pattaya Salat und noch was fleischigeres:D Der Pattaya Salat war echt gut, gar nicht mal so scharf wie gedacht. Gesättigt holte ich noch ein paar Bierchen und begab mich wieder zurück zu meinem Hotel und versackte wieder richtig gut bei meiner Freundin:D

Wir hörten Musik und ich zeigte ihr diesmal auch welche die ich so mag. Unsere Gespräche gingen wieder in eine persönlichere Richtung, daher muss ich euch leider enttäuschen und werde da nicht näher drauf eingehen. Irgendwann kam dann noch eine Freundin von ihr, nach Ihrer Arbeit vorbeigefahren mit ihrem Roller. Sie brachte ein halbgefrorenes Singha-Bier mit. Der Geschmack des „Biereis“ war interessant, aber irgendwie nicht so ganz meins. Wir hielten dann mal wieder einen vorbeilaufenden Imbissstand an und bestellten verschiedene Früchte. Wisst ihr eigentlich, wie genial Ananas mit Chili-Salz-Gewürzmischung schmeckt? OMG, ich war voll fasziniert! Auch wenn es mir schwer fiel, verabschiedete ich mich komplett happy und gut angetrunken, dann so gegen um 4 Uhr doch, da ich dringend etwas Schlaf brauchte. Bisher noch planlos was der morgige Tag bringt, ging ich auf mein Hotelzimmer...
 

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