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Vietnam Qualle in Vietnam #2

Qualle25

Kennt noch nicht jeder
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2 Mai 2024
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Willkommen zu meinem diesjährigen Reisebericht. Wie Ihr der Überschrift schon entnehmen konntet, ging es wieder nach Vietnam.

Meine Reise begann mit zwei wilden Wochen auf dem Motorrad durch den Norden Vietnams – dort, wo die Kurven steiler sind als mein Handyempfang und Kühe grundsätzlich Vorfahrt haben. Anschließend verbrachte ich ein paar chaotisch-gesellige Tage in Hanoi mit meinen Kumpels, bevor ich mich für acht sonnige Insel-Tage nach Phu Quoc verabschiedete. Den Abschluss bildeten zwei intensive Tage in Saigon, wo der Verkehr genauso unberechenbar ist wie die Getränkekarten.

Und ja – auch das Thema „pay-to-play“ wird in diesem Bericht nicht zu kurz kommen
 

Rebeiro

Hausbesetzer auf Samui
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3 Dezember 2009
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Berlin / Koh Samui
Bin Dabei !!
Werde im kommenden Februar für 14 Tage mal von Thailand rüber nach Vietnam und möchte natürlich auch Motorrad fahren.
Karre mieten unkompliziert ?
 

Qualle25

Kennt noch nicht jeder
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2 Mai 2024
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Am besten du reservierst dir schon vorher eine Maschine. Ich habe mit ca. 5 Vermietungen geschrieben bis einer die von mir favorisierte Honda XR190 vorrätig hatte.

War aber auch mein Fehler sich erst 2 Tage vor Abfahrt darum zu kümmern. Kleinere Roller waren überall vorrätig. Ich schreibe nochmal genauer was zum Motorrad.

Wichtig ist auf jeden Fall der Internationale Führerschein. Ich wurde 3 mal kontrolliert und diesen wollten sie immer sehen.
 

Rebeiro

Hausbesetzer auf Samui
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3 Dezember 2009
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Berlin / Koh Samui
Am besten du reservierst dir schon vorher eine Maschine. Ich habe mit ca. 5 Vermietungen geschrieben bis einer die von mir favorisierte Honda XR190 vorrätig hatte.

War aber auch mein Fehler sich erst 2 Tage vor Abfahrt darum zu kümmern. Kleinere Roller waren überall vorrätig. Ich schreibe nochmal genauer was zum Motorrad.

Wichtig ist auf jeden Fall der Internationale Führerschein. Ich wurde 3 mal kontrolliert und diesen wollten sie immer sehen.
Hmm....
Internationale Fläppe aus Deutschland habe Ich nicht mehr, da Ich ja in Thailand lebe.
Könnte mal schauen, ob Ich hier einen Internationale FS bekomme.
Der Thailändische Führerschein wird wohl nicht akzeptiert werden .... Schade.

Aber, nun mal weiter mit Deinem Bericht ..bin gespannt.
 

Qualle25

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2 Mai 2024
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Tag 0 + 1

Am Tag vor dem Abflug ging’s für mich gegen Mittag Richtung Bushaltestelle – natürlich mit der gewohnten Portion deutscher ÖPNV-Magie. Der Bus hatte erstmal 15 Minuten Verspätung, mein Anschlusszug rückte bedenklich nahe und ich durfte direkt zum Start des Urlaubs meinen Puls testen. Immerhin kam das Ding dann doch noch angerollt und die Reise nach München konnte losgehen.

Ich war extra schon einen Tag vorher unterwegs, weil ich ungefähr null Vertrauen in Bahn, Bus oder mein eigenes Glück habe. In München checkte ich im Boutique Hotel Germania ein – schön zentral, Bahnhof um die Ecke, also perfekt für jemanden, der gern minimalen Aufwand betreibt. Abends gönnte ich mir im Schiller Bräu einen Zwiebelrostbraten, der so gut war, dass ich kurz überlegt habe, ob ich nicht einfach da bleibe und den Flug sausen lasse.

Am nächsten Morgen dann entspannt Richtung Flughafen – Kaffee rein, Rucksack auf, Abflug. Der Flug nach Hanoi lief grundsätzlich ruhig, abgesehen von meinem Sitznachbarn, der offenbar beschlossen hatte, seine komplette Lunge an Bord zu lassen. Schlafen war also eher so mittel. Irgendwann gegen 4:30 Uhr Ortszeit setzten wir dann auf.

Trotz der frühen Stunde hieß es erstmal: 30 Minuten Schlangestehen an der Immigration. Die beiden großen Flughäfen in Vietnam sind chronisch überlastet, und die Schlangen an der Passkontrolle ziehen sich gerne länger als manche Fernbeziehung. Nach dem üblichen 45-Tage-Stempel ging’s weiter.

Erster Stopp: SIM-Karte. Für 16 Dollar gab’s bei Viettel 5GB pro Tag – ja, pro Tag. Sicher nicht der billigste Anbieter, aber ich habe lieber überall Netz, statt irgendwo im Dschungel verzweifelt nach Empfang zu beten. Spoiler: Ich hatte tatsächlich überall Internet, sogar in Gegenden, wo ich nicht mal mehr Menschen gesehen habe.

Mit Netz am Handy bestellte ich mir direkt ein Grab-Taxi. Ich hatte beim letzten Vietnam-Trip den Fehler gemacht, mich in ein normales Taxi zu setzen – damals wurde ich abgezockt wie ein ahnungsloser Erstsemester in der WG-Küche. Nicht nochmal.

Gegen 7 Uhr morgens stand ich im Hotel, Zimmer natürlich noch nicht fertig. Also Rucksack abgegeben und erstmal eine kleine Runde durch Hanoi gedreht, um wach zu werden.

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Im Vorfeld hatte ich mich schon ein bisschen zur P2P-Szene in Hanoi schlau gemacht. Klar, offiziell verboten. Inoffiziell gibt’s aber eine ganze Reihe Massagesalons, die alles anbieten – außer dem, was offiziell nicht angeboten werden darf. Sagen wir: sehr „kundenorientiert“.

Und genau so ein Laden sollte mein erstes Ziel des Vormittags werden.

Gegen 10:30 stand ich dann vor Mr. Spa und wartete auf meine erste „Entspannung“ in Vietnam.
 
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Qualle25

Kennt noch nicht jeder
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2 Mai 2024
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Das Gebäude des Mr Spa wirkte inmitten der eher abgewohnten Umgebung fast wie ein Raumschiff, das versehentlich in der falschen Straße gelandet war. Kaum stand ich vor der Tür, fing mich auch schon ein Security ab und lotste mich freundlich, aber bestimmt, Richtung Fahrstuhl.

In der ersten Etage öffnete sich die Tür zu einem großzügigen Foyer: Massagesessel, eine Bar, eine gemütliche Sitzecke – alles überraschend modern und hochwertig. Wer mag, kann sich auf Maps selbst ein Bild machen; der Laden gibt auf jeden Fall optisch was her.

Ein junger Vietnamese begrüßte mich professionell, servierte mir Tee und präsentierte auf einem iPad die verschiedenen Angebote. Ich entschied mich für die Super VIP Massage – 100 Minuten für 2,8 Millionen Dong, ungefähr 90 Euro. Perfekt, um den Vormittag zu überbrücken, bis mein Hotelzimmer frei wurde.

Ich wurde in ein Zimmer gebracht und wartete dort auf meine Masseurin. Kurz darauf erschien Nr. 06, eine junge Dame, die sichtlich wusste, was sie tat. Während sie die Dampfsauna vorbereitete, machte ich mich bereit. Der Ablauf in solchen Etablissements folgt meist einem ähnlichen Muster: Erst wärmt man sich 10–15 Minuten in der Kräuterdampfsauna auf, dann geht’s weiter zu einem aufwendigen Reinigungs- und Wellnessprogramm.

Nr.06:

IMG_0025.png

Hier das Massagezimmer mit Dampfsauna, Dusche, großzügiger Badewanne und Liege.

IMG_8237.jpeg

Nach der Grundbedingung an allen Körperteilen, selbst dort wo keine sonne scheint, beginnt eine normale Massage. Meine Nr. 06 stellte sich dabei durchschnittlich an. Die Massage war ganz ok. Nach ca. 30 Minuten begann Sie dann auch das Nuru Gel mit einzusetzen. Ich persöhnlich finde das richtig geil wenn das mädel da auf einem rum rutscht und mit Ihrem Körper allerlei geile Dinge anstellt. Nachdem ich mich dann auch auf den rücken gedreht hatte, stand der Stachel auch in Alarmbereitschaft.

Sie begann dann auch zeitnah das Blasen und den HJ. Schon bald erblickten meine Nachkommen das Licht. Nr. 06 nahm diese fein im Mund auf und entsorgte sie in einem Tuch. Danach wurde ich nochmal sauber geduscht und verließ zufrieden den Massagesalon.

Auf dem Rückweg stolperte ich zufällig über einen Barbershop und beschloss spontan, mir noch die Haare schneiden zu lassen. Eine Stunde später und 100.000 Dong leichter (plus großzügiges Trinkgeld), war ich wieder im Hotel – pünktlich, um endlich mein Zimmer für die nächsten zwei Nächte zu beziehen.

Am Nachmittag ging’s weiter zu GSports, einem lokalen Motorradzubehörladen. Dort deckte ich mich mit einem Helm sowie Regenjacke und -hose ein – Ausrüstung, die ich leider häufiger brauchen sollte, als mir lieb war.

Zum Abendessen kehrte ich in ein Steakhaus ein, gönnte mir eine ordentliche Portion und damit war mein erster Tag auch schon abgehakt.
 

NOMAAM

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Ein junger Vietnamese begrüßte mich professionell, servierte mir Tee und präsentierte auf einem iPad die verschiedenen Angebote. Ich entschied mich für die Super VIP Massage – 100 Minuten für 2,8 Millionen Dong, ungefähr 90 Euro. Perfekt, um den Vormittag zu überbrücken, bis mein Hotelzimmer frei wurde.

Ich wurde in ein Zimmer gebracht und wartete dort auf meine Masseurin. Kurz darauf erschien Nr. 06, eine junge Dame, die sichtlich wusste, was sie tat.

Konntest du dir die Masseurin selbst aussuchen (so würde ich es eigentlich erwarten) oder wurde sie dir zugeteilt?
 

Qualle25

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Konntest du dir die Masseurin selbst aussuchen (so würde ich es eigentlich erwarten) oder wurde sie dir zugeteilt?
Hier wurde mir die Masseuse zugeteilt. Sie fragte aber ob Sie bleiben können. Somit hätte ich auch wechseln können.

Bei anderen Lokations konnte ich in echt aussuchen, das war am besten(Auch wenn man mit der Auswahl etwas überfordert ist). Die Auswahl per Bilder finde ich sinnlos, da die Bilder meist nicht der Realität entsprechen.
 

Qualle25

Kennt noch nicht jeder
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Tag 2

Zum Frühstück im Casa Dos Príncipes kam ich an diesem Morgen etwas verspätet herunter. Die Auswahl war dadurch zwar schon deutlich ausgedünnt, aber immer noch ausreichend, um halbwegs gestärkt in den Tag zu starten.

Den Vormittag verbrachte ich damit, eine Motorradvermietung aufzusuchen, die mir ein Local ans Herz gelegt hatte. Leider war mein bevorzugtes Modell dort bereits vergriffen. Also begann ich, mehrere Vermieter anzuschreiben. Das gewünschte Bike schien allerdings fast überall schon vergeben zu sein. Nach einigem Hin und Her wurde ich schließlich doch fündig: Eine Vermietung etwas außerhalb der Stadt hatte noch eine Honda XR190 parat – und das sogar günstiger als viele der zentralen Anbieter. Per WhatsApp machte ich den Deal für zwei Wochen fest.

Mit diesem organisatorischen Punkt abgehakt, führte mich mein Weg zu einem Massagesalon, den ich bereits vom Vorjahr kannte. Das Rose VIP Spa bietet ähnliche Services wie Mr. Spa, allerdings in einem etwas einfacheren Ambiente – was sich dafür angenehm im Preis niederschlägt.

IMG_8248.jpeg

Hier wurde mir Nr. 03 oder Hoa zugeteilt. Vor dem Start der Dampfsauna, wechselte Sie noch die Kräuter aus und meine Füße wurden in ein extra Fußbad gestellt während des Saunagangs. Nach ca. 10 min holte sie mich aus der Sauna und wir badeten gemeinsam. Hier in der Badewanne war dies etwas beengter als im kleinen Jacouzzi bei Mr Spa. Aber das macht halt auch den Preisunterschied (1,4mio Dong für 90min) aus.

Nach dem Baden mit ersten befummeln meinerseits und anblasen ihrerseits, ging es auf das Bett zur Massage. Die Massage war auch durchschnittlich. Nachdem der Rücken gut massiert wurde begann sie das zuvor erwärmte Nurugel zu verteilen. Sie verstand es mit ihren natürlichen B-Cups den Körperkontakt sehr hoch zu halten. Nach 5 min kam das Kommando zum umdrehen. Hier begann sie auch das aufeinander rutschen. Weiter ging es dann in den HJ mit BJ. Dort stellte sie sich sehr ausdauernd und gut an. Mal gefühlsam und sanft aber dann auch wieder schnell. Alles sehr abwechslungsreich. Nach gut 10min füllte ich dann ihren Mund mit meinen Nachkommen. Sie ließ mich auszucken und machte mich danach sauber. Eine Kurze Dusche mit gemeinsamer Reinigung folgte noch.

Im Anschluss gab Sie mir noch Ihre Telefonnummer, es sollte nicht das letzte mal gewesen sein, das wir uns sahen…

Hoa(Ich zeig euch noch ein echtes Bild im späteren Verlauf):

59496a23-7e2f-4a2c-bece-dac1ec502b7a.jpeg


Nachdem ich den Salon verlassen hatte, gönnte ich mir eine Kleinigkeit zum Mittagessen, bevor ich mich gedanklich schon auf die kommenden zwei Wochen Motorradabenteuer einstimmte. Für den frühen Abend schlenderte ich dann erneut zu Mr. Spa, um mich noch einmal verwöhnen zu lassen – diesmal mit einem kleineren Paket und einem kompakteren Zimmer.

Als mir die selbe DL zugeteilt wurde, wie am Tag davor sagte ich nicht, war aber etwas enttäuscht. Neu ist immer besser! Komisch war das sie diesmal während der gesamten Dampfsaunazeit auf dem Bett saß und am Handy spielte. Das war ein bisschen komisch fande ich. Ansonsten war der Ablauf relativ ähnlich, nachdem Sie mich gewaschen hatte erkannte sie mich auch wieder und wir hatten etwas Spaß. Beim zweiten Mal tauen die Mädels schon etwas auf.

Da es meine zweite Massage heute war, benötigte sie Ausdauer um die Rakete zum starten zu bringen. Die Herausforderung meisterte sie aber mit vollem Mundeinsatz. Nach ca. 80min verließ ich die Massage und war gut entleert für die folgenden zwei Wochen.

Nach gut 80 Minuten verließ ich den Salon und fühlte mich bereit für alles, was die bevorstehende Motorradtour zu bieten hatte.

Nun stellt sich die Frage:
Wollt ihr die Berichte zur Motorradtour lieber tageweise lesen – oder lieber mehrere Tage kompakt zusammengefasst?
 

NOMAAM

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Wollt ihr die Berichte zur Motorradtour lieber tageweise lesen – oder lieber mehrere Tage kompakt zusammengefasst?

Die Frage ist doch eher, wie du es schreiben möchtest, es ist ja schließlich dein Bericht: Also wähle einfach die Darstellungsform, die dir am besten gefällt.

So oder so, ich lese gerne weiter mit. :)
 

Hardy641

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Der Thailändische Führerschein wird wohl nicht akzeptiert werden .... Schade.

Offiziell sollte der Thai Führerschein in Vietnam gültig sein.
Grundlage ist das ASEAN-Abkommen. („Agreement on the Recognition of Domestic Driving Licences Issued by ASEAN Countries“ von 1985).

Ich nutze den philippinischen Führerschein sowohl in Thailand als auch in Vietnam. Bislang keine Probleme gehabt bei Kontrollen.
Gleiches sollte für den Thai Führerschein gelten.
 

Qualle25

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2 Mai 2024
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Tag 4

Schreibe meine text um im selben Stil wie die letzten: Um ca. 9.00 machte ich mich mit einem Grab Auto auf dem Weg zu Motorradvermietung. Ich hatte eine Honda XR190 für 14 Tage gemietet. Kosten sollte mich das ganze 490$ mit allen Versicherungen. 100$ Kaution wurden ebenfalls noch abgebucht. Tuan Motorbikes kann ich als Vermieter sehr empfehlen. Ich erhielt eine Maschine mit gerade einmal 3000km runter, also gerade eingefahren.

Das Motorrad war in tadellosem Zustand und die neueren Baujahre der XR-Reihe haben auch keinen Choke mehr, was ich als sehr angenehm empfinde. Start ist per Elektrostarter oder Kickstarter möglich. Während meiner gesamten Leihdauer hat die Maschine keinerlei Probleme bereitet. Alles funktionierte tadellos. Die Leistung reicht aus um alle Verkehrsteilnehmer problemlos hinter sich zu lassen.

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Nachdem der Papierkram erledigt war, suchte ich erstmal eine Tankstelle. Der Verkehr war erstmal wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nach ein paar Minuten war ich wieder drin. Die Tankstelle war schnell gefunden und das Bike somit startklar für die erste Tagesetappe. Ziel des heutigen Trips war Mai Chau.

Ungefähr 30 Minuten wird es gedauert haben, bis ich die Ausläufer von Hanoi hinter mir ließ. Leider erwartete mich nun auch der erste Regen. Also hielt ich kurz am Straßenrand an und warf mir meine Regenjacke und Hose über. Der Regen an sich war nicht so stark aber durch den Fahrtwind war ich innerhalb von wenigen Minuten äußerlich sehr nass.

Meine Regensachen hielten das Wasser gut ab, leider war meine Schuhwahl mit Sneakern, nicht so richtig mit dem Wetter abgestimmt. Nachdem ich mir die Karte angeschaut hatte, wo es am nächsten Tag hin gehen sollte, entschied ich eine Passstraße zu fahren aber nicht ganz bis Mai Chau. Nachdem ich den Thung Khe Pass überquert hatte, außer Nebel und Regen sah ich nichts, kehrte ich wieder um und fuhr Richtung Ba Vi.

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Im Nationalpark hatte ich ein Hotel gefunden. Gegen 16:00 konnte ich mich in der heißen Wanne wieder erwärmen und begann meine Sachen zu trocknen. Alles in allem ein ziemlich feuchter Start.

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Qualle25

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2 Mai 2024
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Tag 5

Vorweg eine kurze Anmerkung, warum der neue Bericht etwas auf sich warten ließ: Auf Arbeit hat in den vier Wochen meiner Abwesenheit natürlich niemand meine Aufgaben übernommen, sodass ich mich zunächst um einiges an liegen gebliebenen Dingen kümmern durfte. Nun ja – dafür habe ich mir immerhin wieder ein ordentliches Stundenpolster für den nächsten Urlaub erarbeitet.

Nun aber weiter mit Tag 2 der Motorradtour. Das Frühstück im Melia Ba Vi ließ keinerlei Wünsche offen. Insgesamt ein sehr angenehmes Resort mit einer interessanten Geschichte: Zur französischen Kolonialzeit wurde dieses nur rund 55 km von Hanoi entfernte Retreat erbaut. Das Gelände ist sehr weitläufig und vermittelt eine echte Dschungelatmosphäre.

Nachdem ich meine Sachen im morgendlichen Nebel auf dem Motorrad festgezurrt hatte, setzte auch schon ein leichter Nieselregen ein. Also schlüpfte ich diesmal bereits vor der Abfahrt in Regenjacke und -hose. IMG_8283.jpeg

Als Ziel für den heutigen Tag hatte ich mir Than Uyen ausgesucht. Die rund 300 km entsprechen für mich dem Maximum einer Tagesetappe. Bei dieser Distanz bleibt noch genug Zeit für Pausen und man kann jederzeit anhalten, wenn man möchte. Die ersten zwei Stunden fuhr ich noch bei leichtem Regen, doch anschließend wurden die Straßen trocken und auch der Himmel lockerte etwas auf. IMG_8275.jpeg

Unterwegs buchte ich mir dann das Pine Homestay in Than Uyen. Am frühen Abend erreichte ich schließlich meine Unterkunft. Hier ein Bild meiner kleinen Hütte: alles sehr sauber und mit 12 € pro Nacht die günstigste Unterkunft der gesamten Reise.

IMG_8292.jpeg
 
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Qualle25

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2 Mai 2024
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Tag 6

Nach einer guten und erholsamen Nacht verließ ich am Morgen den Pine Homestay. Das heutige Ziel war Dien Bien Phu. Der Tagestrip begann diesmal sogar im Trockenen – und zu meiner Freude blieb es den gesamten Tag über so.

Die Strecke war landschaftlich etwas ganz Besonderes und ich begegnete so gut wie keinen anderen Touristen. Immer wieder winkten mir Kinder am Straßenrand freundlich zu, bei manchen hatte man fast den Eindruck, sie würden zum ersten Mal einen weißen Europäer sehen.

Am späten Nachmittag erreichte ich schließlich Dien Bien Phu und checkte im Muong Thanh Hotel ein. Da bis zum Abendessen noch genügend Zeit blieb, besuchte ich das Dien Bien Phu Victory Museum. Dort wird ausführlich über den damaligen Sieg über die französische Kolonialmacht informiert. Das Museum selbst ist ein kommunistischer Prunkbau und architektonisch durchaus sehenswert.

Hier noch ein paar Bilder des Tages:
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