Immer einen Besuch wert ist natĂŒrlich auch der round about eine Autostunde von Chiang Rai entfernte Mae Fah Luang Garden und die Bergwelt rund um den Doi Tung.
Der Mae Fah Luang Garden ist ĂŒber 13 Hektar groĂ. Er wurde von der Mutter des damaligen Königs Bhumibol (Rama IX) initiiert. Sie wollte ThailĂ€ndern, die noch nicht im Ausland waren, die Möglichkeit geben, einen Blumen-Garten in gemĂ€Ăigtem Klima zu genieĂen.
Die Zierblumen im Mae Fah Luang Garden werden von den Dorf-Bewohnern aus der Umgebung angebaut und gepflegt. Sie profitieren damit in besonderem MaĂe von den Einnahmen aus dem Tourismus und den durch den Garten und den im Rahmen der Mae Fah Luang Stiftung (die von der Königin-Mutter gegrĂŒndet worden ist) verbundenen Projekten geschaffenen ArbeitsplĂ€tze.
1987 im Alter von 87 Jahren lieĂ sie auf dem Doi Tung auĂerdem eine königlich Villa mit schweizerischen und traditionellen Lanna-Elementen errichten, die ihr als Wohnsitz diente.
Sie besuchte in den 70er und 80er Jahren hĂ€ufig die abgelegenen Gebiete in Nord-Thailand. Als ehemalige Krankenschwester interessierte sich die König-Mutter in besonderem MaĂe fĂŒr die Gesundheit und das Wohlergehen der ethnischen Gemeinschaften.
Bewegt von den Nöten und Problemen der Bergvölker reiste sie oft mit einem Ărzteteam an, um den Kranken zu helfen. Und brachte auch Kleidung, Lebensmittel und lebensnotwendige Dinge fĂŒr die Einheimischen mit.
AuĂerdem initiierte sie zahlreiche Projekte um den Lebensunterhalt und die LebensqualitĂ€t der Bevölkerung in den abgelegenen Gebieten Nordthailands zu verbessern und ihnen ein Leben ohne den frĂŒheren Opium-Anbau im Einklang mit der Natur zu ermöglichen.
Da es damals kaum befestigte StraĂen gab, war ein Hubschrauber die einzig praktikable Möglichkeit, die dortigen Bergvölker zu besuchen.
Die dortigen ethnischen Minderheiten nannten die König-Mutter deshalb liebevoll Mae Fah Luang ("Königliche Mutter vom Himmel").
Wenn man heute dort hin kommt kann man sich kaum vorstellen, dass die Gegend rund um den Doi Tung frĂŒher ein integraler Bestandteil des "Goldenen Dreiecks" und des damaligen Opium- und Heroin-Handels gewesen ist.
Dort wo heute das Zentrum des Mae Fah Luang Garden ist, war frĂŒher ein Akha-Dorf und ein strategisch wichtiger Ort fĂŒr DrogenhĂ€ndler und die dortigen "Drogen-Barone".
Dies zu bekĂ€mpfen, war ein groĂes Anliegen der Königin-Mutter. Sie veranlasste deshalb, dass die Akha-Dorf-Bewohner den Opium-Anbau aufgaben und in ein nahegelegenes anderes Gebiet umzogen.
AuĂerdem stattete sie das Dorf dort dann mit vielen Annehmlichkeiten aus, die vorher nicht vorhanden waren (flieĂendes Wasser, Strom, eine befestigte ZufahrtsstraĂe und Land fĂŒr Erweiterungen).