Willkommen in unserer Community
Möchtest du dem Forum beitreten? Das gesamte Angebot ist kostenlos.
Registrieren
Borussia Park
Smurf Bar

Strongyloidosis (Zwergfadenwurminfektion)

Hibl

...
Thread Starter
   Sponsor 2026
Thread Starter
9 Oktober 2016
1.633
36.748
3.715
Bis vor einer Weile habe ich noch nie etwas davon gehört. Dann sah ich auf Facebook einen guten Freund der seit Monaten ständig ins Krankenhaus muss und dort behandelt wird. Er hat eine sogenannte Hyperinfektion. Das heißt er hat Würmer überall im Körper. In den Organen, Lunge, Gehirn. Er ist ständig kurz vor einer Blutvergiftung weil durch die Massen an Würmern Stuhl in den Blutkreislauf kommt. Sprich er ist aktuell richtig gefickt. Dazu gekommen ist es durch eine andere Erkrankung bei der er Kortison hochdosiert nehmen musste. Den Wurm selber hat er sich bei seinem ersten und einzigen Thailandurlaub eingefangen. Barfuß am Strand kann ausreichen.

Durch das heruntergefahrene Immunsystem (Kortison) konnten sich die Viecher massiv vermehren. Normal lebt man mit einer Infektion ein Leben lang ohne Symptome bis ja bis Kortison ins Spiel kommt. Dann helfen auch die Tabletten nicht mehr die man jetzt bei einer normalen Infektion einfach nehmen kann und man ist die Dinger los. Ohne Medizin infiziert man sich im Kreis immer wieder neu.

Ich also Test gemacht im Labor in Pattaya und tada….

IMG_3331.jpeg

Also jetzt eine Wurmkur machen und zukünftig regelmäßig
prophylaktisch. Schadet nicht ist wohl ein relativ harmloses Medikament.

Ich möchte mit dem Thread hier sensibilisieren.

Wer oft in den Tropen ist und aus irgendeinem Grund mal hochdosiert Kortison nehmen muss der sollte allerdringensd vorher darauf einen Test machen oder prophylaktisch eine Wurmkur machen. Die Wurmkur ist nur eine Einmalige Einnahme. Aber hierzu bitte selber recherchieren, ich bin auch gerade neu in dem Thema seit meinem positiven Test.

Kurze Ki Zusammenfassung um was es geht und was der Worstcase ist.

Bitte beachtet dass der worstcase ein worstcase ist. Mir persönlich wird aber schon übel bei dem Gedanken, dass Würmer in meiner Lunge rumkriechen.

Das Faszinierende und Tückische an Strongyloides stercoralis ist, dass eine Reinfektion auf zwei völlig unterschiedlichen Wegen stattfinden kann: von außen durch die Umwelt oder – und das ist das Besondere an diesem Wurm – komplett im eigenen Körper ohne erneuten Kontakt zur Außenwelt.


Hier ist die genaue Erklärung, wie diese Kreisläufe ablaufen:


1. Die innere Reinfektion (Autoinfektion) – Das Hauptproblem


Anders als bei vielen anderen Würmern schlüpfen die Larven von Strongyloides bereits im Dünndarm des Menschen aus den Eiern. Diese Larven (sogenannte rhabditiforme Larven) werden normalerweise mit dem Stuhl ausgeschieden.


Manchmal wandeln sie sich aber noch im Darm oder direkt am Analbereich in infektiöse Larven (filariforme Larven) um:


Haut-Autoinfektion: Die Larven dringen direkt durch die Schleimhaut des Enddarms oder die perianale Haut von außen wieder in den Körper ein.


Innere Autoinfektion: Sie durchbohren die Darmwand direkt von innen, gelangen in den Blut- oder Lymphstrom und wandern wie bei einer Erstinfektion über die Lunge erneut in den Darm.


Auf diese Weise kann sich der Parasit jahrelang im Körper halten und vermehren, selbst wenn die betroffene Person längst aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist und keinen Kontakt mehr zu kontaminierter Erde hat.


2. Die äußere Reinfektion (Exogene Reinfektion)


Das ist der klassische Infektionsweg, der auch am Anfang steht:


Larven, die über den Stuhl einer infizierten Person in den Boden gelangt sind, entwickeln sich im feuchten, warmen Erdreich zu infektiösen Larven weiter.


Wenn man dieses Gebiet betritt (z. B. barfuß im tropischen Garten oder Schlamm), dringen die Larven aktiv durch die menschliche Haut ein.


Sie wandern über die Blutgefässe zur Lunge, steigen hoch, werden verschluckt und landen im Dünndarm, wo sie zu geschlechtsreifen Würmern werden und neue Eier legen.

Der Worst-Case bei einer Hyperinfektion bzw. einer disseminierten Strongyloidose ist ein multiorganversagenähnliches katastrophales Versagen des Körpers, das in einer extrem hohen Anzahl von Fällen (je nach Studie und Zeitpunkt der Diagnose bei bis zu 50 bis 80 %) trotz Intensivmedizin tödlich endet.


Wenn die körpereigene Immunbremse komplett versagt und Millionen von Larven unkontrolliert durch den Körper wandern, führt das zu einer verheerenden Kettenreaktion:


1. Das „Trojanische Pferd“: Bakterielle Sepsis (Blutvergiftung)


Das ist meist die direkte Todesursache. Die wandernden Larven bohren sich massenhaft durch die Darmwand, um den Kreislauf der Autoinfektion aufrechtzuerhalten. Dabei reißen sie mikroskopisch kleine Löcher in die Schleimhaut und schleppen Bakterien aus dem Darm direkt in die Blutbahn und sterile Organe mit.


Das Ergebnis ist eine schwere, oft multiresistente gramnegative Sepsis oder ein septischer Schock, bei dem der Blutdruck kollabiert und die Organe nicht mehr durchblutet werden.


2. Akutes Lungenversagen (ARDS) und massive Lungenblutungen


Die Larven strömen in gigantischen Mengen durch die feinen Blutgefäße der Lunge.


Dies führt zu massiven Entzündungen, Ödemen (Wasser in der Lunge), Einblutungen und einem akuten Lungenversagen (ARDS).


Die Patienten bekommen schwerste Luftnot, ersticken sprichwörtlich von innen heraus und müssen künstlich beatmet werden.


3. Befall des zentralen Nervensystems (Meningitis / Enzephalitis)


Bei der disseminierten Form machen die Larven auch vor dem Gehirn und dem Rückenmark nicht halt.


Sie wandern in die Hirnhäute oder das Hirngewebe ein und verschleppen auch dort die Darmbakterien hin.


Das führt zu einer schweren bakteriellen Meningitis (Hirnhautentzündung) oder Enzephalitis, was sich in Krampfanfällen, neurologischen Ausfällen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma äußert.


4. Versagen weiterer Organe


Die Larven und die durch sie ausgelöste Entzündungskaskade schädigen weitere Organe massiv:


Leber: Entzündungen und Leberschäden durch die Parasitenpassage.


Nieren: Akutes Nierenversagen durch den septischen Schock und toxische Stoffwechselprodukte.


Magen-Darm-Trakt: Schwere Ulzerationen (Geschwüre), Darmblutungen oder sogar Durchbrüche der Darmwand (Perforation), die zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis) führen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Plaaraa

Ex Phuketarier
   Sponsor 2026
19 Dezember 2022
1.021
9.553
2.465
Danke @Hibl
Dieser Parasit war mir neu und ich werde mich definitiv auch testen lassen.

@Leebanon
Es ist immer wieder erstaunlich, wie du deine verschobenen Theorien mit in eine Diskussion einbringst, obwohl der Titel das Thema klar vorgibt.
Und nein, ich möchte hier nichts zu anderen Wurmparasiten lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Alson

Forensponsor
   Sponsor 2026
21 Dezember 2024
462
3.824
1.395
Also jetzt eine Wurmkur machen und zukünftig regelmäßig
prophylaktisch. Schadet nicht ist wohl ein relativ harmloses Medikament.

Da würde ich allerdings etwas vorsichtig sein, und nicht auf Verdacht selbständig behandeln.
Der Test zeigt ja nur erst mal, dass das Immunsystem mal mit dem Wurm in Kontakt war, und keine akute Besiedelung.
Die Wurmkur schützt aber nicht vor Neuansteckung.
Ist zwar kein Virus oder Bakterium, aber ich denke, bei prophylaktischer Behandlung ohne Anlass, kann es auch zu rResistenzen kommen.
 

Hibl

...
Thread Starter
   Sponsor 2026
Thread Starter
9 Oktober 2016
1.633
36.748
3.715
Da würde ich allerdings etwas vorsichtig sein, und nicht auf Verdacht selbständig behandeln.
Der Test zeigt ja nur erst mal, dass das Immunsystem mal mit dem Wurm in Kontakt war, und keine akute Besiedelung.
Die Wurmkur schützt aber nicht vor Neuansteckung.
Ist zwar kein Virus oder Bakterium, aber ich denke, bei prophylaktischer Behandlung ohne Anlass, kann es auch zu rResistenzen kommen.
Ja mache ich mit bedacht. Aber wie schon beschrieben wird man den Wurm nicht wieder los ohne Medikament oder großes Glück. Also ist eine Behandlung Pflicht. Wer nicht selber behandeln möchte kann natürlich bei positivem Test in ein Hospital hier in Thailand gehen oder sich in De and das Tropen Institut wenden. Ich habe für mich selber entschieden die Kur zu machen da ich den Wurm zu 99,99% noch habe.
 

Hibl

...
Thread Starter
   Sponsor 2026
Thread Starter
9 Oktober 2016
1.633
36.748
3.715
Was kostet der Test? Mach mal Bild von der Pillenpackung wenn du die hast, danke.
Test hat in meinem Labor 800 Baht gekostet. Medikament poste ich gerne sobald ich es habe.



Nochmal als allgemeiner Hinweis. Der Umgang mit der Situation ist mein persönlicher Weg nach dem positiven Test. Ich ermutige jeden sich selber mit dem theme auseinander zusetzen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

Mir geht es hier nur darum auf das Thema hinzuweisen und die möglichen Konsequenzen. Da ich wie schon erwähnt bis vor kurzem noch nie etwas davon gehört hatte.
 

murxx

mai pen rai
   Autor
9 November 2014
107
111
623
Franken
Puh, da hast du ja was ausgegraben.
Bei geschätzt 300-600 Mio Infizierten weltweit und Verbreitung auch und vor allem in SOA ist das durchaus nicht völlig unrealistisch, dass man sich das mal einfängt.
Medikamente sind in Th recht günstig zu bekommen, aber wohl erst mit/nach ärztlicher Weisung. Wenn du sie in der Pharmazie unkompliziert bekommst, wäre das eine nette Info.
Ich hab mich mal für Kambo informiert, weil ich da wohl als nächstes wieder bin, werd aber hier beim Hausarzt nächstes Mal so nen Test anfragen. Nachdem ich wegen Rücken ab und an mit Cortison konfrontiert bin, ist mir auch ein kleines Risiko an der Stelle zu groß...

Gelegenheit zum infizieren gab's genug und die winzigen Viecher find ich echt gruselig. Brauchen auch keine Verletzungen, die gehen einfach gemütlich durch die Haut. Wäre es nur Darm, hätte ich vielleicht noch gesagt, drauf geschissen:confused1:... aber der Rest ist mir zu viel. Danke für den Hinweis.
 

Ähnliche Themen