Das ist eigentliche eine Auskoppelung aus dem Auswandern Thema hier im Unterforum.
Diskutiert werden sollen wichtige Themen, insbesondere Krankenkasse, Steuern u.ae., die im Zusammenhang mit einer Rueckwanderung nach Deutschland oder CH und AU auftreten. Das hoert sich erst einmal etwas abstrakt an, wird aber sicherlich sehr anschaulich und greifbar, wenn man an konkreten Faellen die Bedingungen durchspielt. Die nun folgende lange Anleitung kann man sich sparen und direkt weiter unten weiterlesen.
Ich fang einmal mit mir selbst an. Als ueberaus gutaussehenden und natuerlich auch noch schlauer Mensch hatte ich mich vor gut 25 Jahren innerlich in DLand abgemeldet. Nicht weil es angeblich ein Kuemmerland oder irgendwie sonst daneben waere, sondern weil meine eigenen beruflichen Aussichten sehr schlecht waren und ich eine toxische Beziehung hinter mir und beharrliches stalking am Hals hatte. Ein Monat Thailand, sprich Flucht, aenderten meine Wuensche. Ich konnte endlich wieder arbeiten am Laptop, ausschlafen, hatte meine Ruhe, Futter war gut und, nun ja, problemloses dating (waren meist freelander, aber was wusste ich schon...) fuehrten zu einem Bruch in meinem Frust. Ich latschte auch viel herum und verlor ein paar Kilos und fuehlte mich beinahe wie neu geboren. 6 Monate spaeter (inkl. einer weiteren Reise), der Winter in Dland, weiterhin Mist mit der Arbeit und LKS und es war soweit. Meine billige Wohnung diente nur noch als Basis fuer dann so um die 3 Monate pro Jahr in Dland. Ich wohnte nahe meiner Mutter, die ich schnell besuchen konnte, KV lief weiter. Meine Rechnung war simpel: Meine laufenden Einkuenfte als das, was man heute digital nomad nennt, waren ausreichend und erlaubten mir ein wesentlich angenehmeres Leben in Thailand. Zum Vergleich: die Nudelsuppe kostete anfangs 25 Thb, oder gar 20 auf dem flachen Land. Heute ist sie geschrumpft, dafuer kostet es schnell das Doppelte oder mehr. Beruflich musste ich auch weiterhin viel fliegen, da war Pattaya nahe zum BKK (heute DMK) gut positioniert. Post funktionierte auch ganz ordentlich. Die Fluege erledigten die Visaprobleme, denn 30 Tagestempel reichten voellig, und wenn es dann doch einmal knapp wurde, war Kambodscha um die Ecke oder ich latschte waehrend meiner Besuche in Nordthailand kurz ueber die Bruecke in Mae Sot oder Mai Sai. Laos gab's dann auch noch.
Nach dem Tod meiner Mutter endfiel eigentlich der Grund fuer eine Wohnung in Dland. Ich brauchte dann aber doch noch einige Zeit bis ich mich aufraffen konnte. Wegen der Visasituation in TH, die sich ab 2006 drastisch zuspitzte und wesentlich weniger Fluegen, bin ich dann nach den Phils. Ein Kontainer kostete rund 1200 Euro nach Metro Manila. Meine Kalkulation war damals wie folgt: Vorher hatte ich durch die Abwesenheit in D meine Kosten fuer die Wohnung in TH ziemlich abgedeckt wegen der reduzierten Heiz- und Nebenkosten. Die niedrigeren laufenden Ausgaben taten ein uebriges. Durch den Wegfall der Wohnung in D und weniger Reisen dorthin, sah die Kalkulation natuerlich noch einmal ganz anders aus. Ganz wichtig: Durch die niedrigeren Kosten auf den Phils und dem Umstand das meine Einkuenfte ausserhalb der Phils entstanden, konne ich meine Ruecklagen systematisch aufbauen. Spaeter hat mich @krimibiker 's Thema hierin noch bestaerkt und bestaetigt, dass geringere Einkuenfte einem nicht unbedingt den Weg verbauen - allen Unkenrufen zum Trotz.
Mit der Zeit ging's beruflich bergauf und ich verlegte meine Basis nach Kambo. Vorteil waren die geringeren Kosten als auf den Phils und die komfortable Visasituation. SHV wurde mir allerdings gruendlich von den Chinesen vermiest. 2 laengere Besuche in Thailand waehrend dieser Zeit, zeigten mir, dass Kambo trotz aller Einschraenkungen die bessere Loesung war - mit dem sehr grossen Minus der Gesundheitsversorgung. Das gleiche galt fuer die Phils. Meine kritische Haltung wurde dort von anderen Expats, die nun PH-Patrioten waren, scharf kritisiert und die maulen ALLE vermutlich noch heute weiter, nur halt auf dem Friedhof und nicht mehr im Restaurant. Die sind verreckt der Reihe nach und viele waeren in Dland oder den USA heute noch am Leben.
Egal, meine Jobs fuehrten dazu, dass ich nun z.T. laenger abwesend war und in verschiedenen Laendern ausserhalb der EU nun sogar Steuern zahlte. Das ging nun soweit, dass ich mittlerweile angestellt bin und fuer meine bescheidenen Verhaeltnisse sehr gut verdiene. Mit anderen Worten, ich brauche nicht viel, kaufe nichts wie Waschmaschinen und dergleichen und kann daher jeder Monat ein paar Scheine zur Seite legen. Gleichzeitig wachsen meine Ruecklagen vor Ort, die relativ gut verzinst werden, da ich nur 2-3 Monate pro Jahr dort bin. Zudem bin ich nun GKV versichert.
In den vergangenen Jahren hatte ich mir wegen der bescheidenen Gesundheitsversorgung in Kambo klargemacht, dass ich kaum dort richtig alt werden kann, sofern ich dort permanent lebe. Eine Rueckkehr nach Deutschland wuerde recht kompliziert werden, insbesondere wegen der KV und dann anfallenden Nachforderungen. Ein moeglicher Weg, den ich in's Auge gefasst hatte, war nach Bulgarien zu ziehen und dann spaeter den Spagat in Richtung Dland machen. Dann kam Covid, meine neuen Jobs, und schliesslich fiel Bulgarien ohnehin weg, weil die KV dort nicht mehr in Dland anerkannt wird. Eine Ummeldung war somit im Eimer.
Nun zu den Plaenen und Fragen:
Dank meines derzeitigen Jobs, der sich noch einige Zeit hinzieht, komme ich auf 40 GKV Monate, was anscheinend ausreicht um in Dland wieder in die GKV zu kommen und gleichzeitig horrenden Nachzahlungsforderungen zu entgehen.
Ein anderer waere, wenn ich sofort einen Job fuer etwa 604 Euro bekaeme, dann waere ich sozial- und krankenversichert und das ganze Theater waere dahin. Obwohl ich, wie gesagt, anscheinend hierauf nicht angewiesen sein soll, waere dieser Weg besser. Wieso? Waere ich nur freiwillig versichert, wuerde sich der KV-Beitrag nach meinen Kapitaleinkuenften richten. Da kaeme dann durchaus einiges zusammen. Sobald ich ueber den Job versichert bin, kann ich meine Kapitaleinkuenfte hierdurch vor der KV schuetzen.
Nun kann ich anscheinend die hohen KV-Beitraege bei der Steuererklaerung einbringen und bekaeme einiges zurueck, allerdings nur z.T. und einige Tausend Euro wuerden den Bach heruntergehen. Die deutsche Steuer auf meine Kapitalertraege wird durch die Steuern, die ich vor Ort und nicht in Deutschland zahle, gemindert. Ich zahle daher weniger Steuern als ich wegen der KV eigentlich zurueckfordern koennte. Pech gehabt.
Steuerlich waere Dland fuer mich eigentlich ganz gut machbar. Die KV ginge auch noch, aber mit einem kleinen Job staende ich wesentlich besser da. Ich werde daher schauen, ob ich in meinem Bereich vielleicht einen Vertrag bekommen kann und dann im Block die Stunden ableiste oder wieder aus der Ferne arbeite, wie frueher.
Ideal waere eine billige Einraumwohnung. Auf diese Weise wuerde der kleine Job die Miete und Steuern ausgleichen. Ich waere dann hoffentlich nur 2-3 Monate in Dland im Sommer. Haette meine Absicherung durch die KV und eine Reise-KV, hierzu muesste ich mich noch schlau machen.
Die Reisekosten waeren eigentlich egal, weil ohnehin 1-2x pro Jahr in Europa aufschlagen wuerde und sich daher im budget nichts wesentlich aendert.
Lauf Internet sind Gelsenkirchen, d.h. bei @Ruhrpott Ingo um die Ecke, Duisburg, Chemnitz und Wilhelmshaven, also @kupoa 's Versteck, sehr guenstig. Ich will schon in eine Stadt und nicht auf's flache Land. Das Erzgebirge oder das Bergische Land vor der Haustuer waere attraktiv wegen dem Dlandticket, was sehr gute Mobilitaet sichert. In NRW gibt's noch eine guenstigere Variante fuer Leute, die weniger unterwegs sind.
Insgesamt muss ich sagen, dass, sofern ich die Sache bislang uebersehen kann, Dland eigentlich kein schlechter deal ist. KV ist machbar, Steuern in meinem Fall ueberschaubar, Mobilitaet sehr guenstig, Mieten ok, wenn man flexibel ist. Zudem sehr sicher, wenn man in eine Genossenschaft zieht. Angesagte Innenstadtlagen sind natuerlich eine andere Hausnummer.
Sozial mache ich mir nichts vor. Meine Kontakte sind alle eingeschlafen und meist hat sich das erledigt. Oft leider final, weil die Aelteren sind nun nicht mehr. Mit Juengeren komme ich nur begrenzt zusammen und das laeuft ganz gut, wenn es einen fachlichen Bezug hat. Hier sind auch Freundschaften entstanden. Viele sind natuerlich ein wenig neugierig oder neidisch was der alte Sack in Asien und anderswo getrieben hat und noch immer treibt. Vielleicht sollte ich Reisefuehrer werden....
Aber insgesamt wird das mit mir in Dland so schnell nichts mehr. Die Leute in den Laeden sind sehr freundlich, hilfsbereit, ich mag Staedte mit gewachsenen Einwanderergemeinden. Ich bin einer solchen Gegend aufgewachsen und schaetze die breitere und bessere Auswahl and Lebensmitteln, die Eindruecke und natuerlich auch die Damen, obwohl da bin ich mittlerweile altersmaessig auch abgeschrieben.
Dies in Verbindung mit Kambo/Thailand/Vietnam - je nachdem wie sich die Dinge dort entwickeln - ist ein vermutlich realistisches und attraktives Paket. Ich koennte meinen Rucksack mit Fressalien vollpacken, wenn es von A nach B geht. D.h. fruehere Entzugserscheinungen wuerden preiswert vermieden.
Frauenmaessig schweige ich als gentleman. Sofern man koerperlich noch einigermassen in Form ist, nicht trinkt und raucht, und finanziell stabil ist, d.h. aushelfen kann und nicht auf der Tasche liegt, geht das. Zudem wird ein Uni-Abschluss in Asien noch immer noch geschaetzt. Ich habe also keinen Grund zu Klagen und bin ganz optimistisch.
So das waere meine Entwurf. Relativ ausfuehrlich in persoenlicher Hinsicht. Relativ kompakt im Bereich Fakten. Angerissen wurden GKV, die GKV der Rentner wird bei mir nie klappen, Steuern, Mieten, d.h. Wohnorte, Mobilitaet, das Dlandticket.
Nun graetscht bitte voll dazwischen. Jede Kritik, Ergaenzung, jeder Hinweis und jede Anregung sind wertvoll. Ich habe noch reichlich Zeit bis zum Umzug nach Deutschland, doch dachte ich mir, dass dieses Thema "Rueckkehr verbunden mit einem Zugvogeldasein" vielleicht fuer andere ebenfalls interessant ist und neue Perspektiven eroeffnet. Ich war frueher ueberzeugt, dass ich in Asien alt und beerdigt werde. Meine Erfahrungen aus ueber 25 Jahren haben mich umgestimmt. Ein verbissenes Festhalten an alten Ueberzeugungen waere in meinem Fall sehr schaedlich. Sich an die veraendernden Umstaende anpassen und das Beste daraus machen erscheint mir sinnvoller. Vielleicht fuehle ich mich in Dland ja auch einmal wieder heimischer, weil es viel bunter und diverser geworden ist.
Diskutiert werden sollen wichtige Themen, insbesondere Krankenkasse, Steuern u.ae., die im Zusammenhang mit einer Rueckwanderung nach Deutschland oder CH und AU auftreten. Das hoert sich erst einmal etwas abstrakt an, wird aber sicherlich sehr anschaulich und greifbar, wenn man an konkreten Faellen die Bedingungen durchspielt. Die nun folgende lange Anleitung kann man sich sparen und direkt weiter unten weiterlesen.
Ich fang einmal mit mir selbst an. Als ueberaus gutaussehenden und natuerlich auch noch schlauer Mensch hatte ich mich vor gut 25 Jahren innerlich in DLand abgemeldet. Nicht weil es angeblich ein Kuemmerland oder irgendwie sonst daneben waere, sondern weil meine eigenen beruflichen Aussichten sehr schlecht waren und ich eine toxische Beziehung hinter mir und beharrliches stalking am Hals hatte. Ein Monat Thailand, sprich Flucht, aenderten meine Wuensche. Ich konnte endlich wieder arbeiten am Laptop, ausschlafen, hatte meine Ruhe, Futter war gut und, nun ja, problemloses dating (waren meist freelander, aber was wusste ich schon...) fuehrten zu einem Bruch in meinem Frust. Ich latschte auch viel herum und verlor ein paar Kilos und fuehlte mich beinahe wie neu geboren. 6 Monate spaeter (inkl. einer weiteren Reise), der Winter in Dland, weiterhin Mist mit der Arbeit und LKS und es war soweit. Meine billige Wohnung diente nur noch als Basis fuer dann so um die 3 Monate pro Jahr in Dland. Ich wohnte nahe meiner Mutter, die ich schnell besuchen konnte, KV lief weiter. Meine Rechnung war simpel: Meine laufenden Einkuenfte als das, was man heute digital nomad nennt, waren ausreichend und erlaubten mir ein wesentlich angenehmeres Leben in Thailand. Zum Vergleich: die Nudelsuppe kostete anfangs 25 Thb, oder gar 20 auf dem flachen Land. Heute ist sie geschrumpft, dafuer kostet es schnell das Doppelte oder mehr. Beruflich musste ich auch weiterhin viel fliegen, da war Pattaya nahe zum BKK (heute DMK) gut positioniert. Post funktionierte auch ganz ordentlich. Die Fluege erledigten die Visaprobleme, denn 30 Tagestempel reichten voellig, und wenn es dann doch einmal knapp wurde, war Kambodscha um die Ecke oder ich latschte waehrend meiner Besuche in Nordthailand kurz ueber die Bruecke in Mae Sot oder Mai Sai. Laos gab's dann auch noch.
Nach dem Tod meiner Mutter endfiel eigentlich der Grund fuer eine Wohnung in Dland. Ich brauchte dann aber doch noch einige Zeit bis ich mich aufraffen konnte. Wegen der Visasituation in TH, die sich ab 2006 drastisch zuspitzte und wesentlich weniger Fluegen, bin ich dann nach den Phils. Ein Kontainer kostete rund 1200 Euro nach Metro Manila. Meine Kalkulation war damals wie folgt: Vorher hatte ich durch die Abwesenheit in D meine Kosten fuer die Wohnung in TH ziemlich abgedeckt wegen der reduzierten Heiz- und Nebenkosten. Die niedrigeren laufenden Ausgaben taten ein uebriges. Durch den Wegfall der Wohnung in D und weniger Reisen dorthin, sah die Kalkulation natuerlich noch einmal ganz anders aus. Ganz wichtig: Durch die niedrigeren Kosten auf den Phils und dem Umstand das meine Einkuenfte ausserhalb der Phils entstanden, konne ich meine Ruecklagen systematisch aufbauen. Spaeter hat mich @krimibiker 's Thema hierin noch bestaerkt und bestaetigt, dass geringere Einkuenfte einem nicht unbedingt den Weg verbauen - allen Unkenrufen zum Trotz.
Mit der Zeit ging's beruflich bergauf und ich verlegte meine Basis nach Kambo. Vorteil waren die geringeren Kosten als auf den Phils und die komfortable Visasituation. SHV wurde mir allerdings gruendlich von den Chinesen vermiest. 2 laengere Besuche in Thailand waehrend dieser Zeit, zeigten mir, dass Kambo trotz aller Einschraenkungen die bessere Loesung war - mit dem sehr grossen Minus der Gesundheitsversorgung. Das gleiche galt fuer die Phils. Meine kritische Haltung wurde dort von anderen Expats, die nun PH-Patrioten waren, scharf kritisiert und die maulen ALLE vermutlich noch heute weiter, nur halt auf dem Friedhof und nicht mehr im Restaurant. Die sind verreckt der Reihe nach und viele waeren in Dland oder den USA heute noch am Leben.
Egal, meine Jobs fuehrten dazu, dass ich nun z.T. laenger abwesend war und in verschiedenen Laendern ausserhalb der EU nun sogar Steuern zahlte. Das ging nun soweit, dass ich mittlerweile angestellt bin und fuer meine bescheidenen Verhaeltnisse sehr gut verdiene. Mit anderen Worten, ich brauche nicht viel, kaufe nichts wie Waschmaschinen und dergleichen und kann daher jeder Monat ein paar Scheine zur Seite legen. Gleichzeitig wachsen meine Ruecklagen vor Ort, die relativ gut verzinst werden, da ich nur 2-3 Monate pro Jahr dort bin. Zudem bin ich nun GKV versichert.
In den vergangenen Jahren hatte ich mir wegen der bescheidenen Gesundheitsversorgung in Kambo klargemacht, dass ich kaum dort richtig alt werden kann, sofern ich dort permanent lebe. Eine Rueckkehr nach Deutschland wuerde recht kompliziert werden, insbesondere wegen der KV und dann anfallenden Nachforderungen. Ein moeglicher Weg, den ich in's Auge gefasst hatte, war nach Bulgarien zu ziehen und dann spaeter den Spagat in Richtung Dland machen. Dann kam Covid, meine neuen Jobs, und schliesslich fiel Bulgarien ohnehin weg, weil die KV dort nicht mehr in Dland anerkannt wird. Eine Ummeldung war somit im Eimer.
Nun zu den Plaenen und Fragen:
Dank meines derzeitigen Jobs, der sich noch einige Zeit hinzieht, komme ich auf 40 GKV Monate, was anscheinend ausreicht um in Dland wieder in die GKV zu kommen und gleichzeitig horrenden Nachzahlungsforderungen zu entgehen.
Ein anderer waere, wenn ich sofort einen Job fuer etwa 604 Euro bekaeme, dann waere ich sozial- und krankenversichert und das ganze Theater waere dahin. Obwohl ich, wie gesagt, anscheinend hierauf nicht angewiesen sein soll, waere dieser Weg besser. Wieso? Waere ich nur freiwillig versichert, wuerde sich der KV-Beitrag nach meinen Kapitaleinkuenften richten. Da kaeme dann durchaus einiges zusammen. Sobald ich ueber den Job versichert bin, kann ich meine Kapitaleinkuenfte hierdurch vor der KV schuetzen.
Nun kann ich anscheinend die hohen KV-Beitraege bei der Steuererklaerung einbringen und bekaeme einiges zurueck, allerdings nur z.T. und einige Tausend Euro wuerden den Bach heruntergehen. Die deutsche Steuer auf meine Kapitalertraege wird durch die Steuern, die ich vor Ort und nicht in Deutschland zahle, gemindert. Ich zahle daher weniger Steuern als ich wegen der KV eigentlich zurueckfordern koennte. Pech gehabt.
Steuerlich waere Dland fuer mich eigentlich ganz gut machbar. Die KV ginge auch noch, aber mit einem kleinen Job staende ich wesentlich besser da. Ich werde daher schauen, ob ich in meinem Bereich vielleicht einen Vertrag bekommen kann und dann im Block die Stunden ableiste oder wieder aus der Ferne arbeite, wie frueher.
Ideal waere eine billige Einraumwohnung. Auf diese Weise wuerde der kleine Job die Miete und Steuern ausgleichen. Ich waere dann hoffentlich nur 2-3 Monate in Dland im Sommer. Haette meine Absicherung durch die KV und eine Reise-KV, hierzu muesste ich mich noch schlau machen.
Die Reisekosten waeren eigentlich egal, weil ohnehin 1-2x pro Jahr in Europa aufschlagen wuerde und sich daher im budget nichts wesentlich aendert.
Lauf Internet sind Gelsenkirchen, d.h. bei @Ruhrpott Ingo um die Ecke, Duisburg, Chemnitz und Wilhelmshaven, also @kupoa 's Versteck, sehr guenstig. Ich will schon in eine Stadt und nicht auf's flache Land. Das Erzgebirge oder das Bergische Land vor der Haustuer waere attraktiv wegen dem Dlandticket, was sehr gute Mobilitaet sichert. In NRW gibt's noch eine guenstigere Variante fuer Leute, die weniger unterwegs sind.
Insgesamt muss ich sagen, dass, sofern ich die Sache bislang uebersehen kann, Dland eigentlich kein schlechter deal ist. KV ist machbar, Steuern in meinem Fall ueberschaubar, Mobilitaet sehr guenstig, Mieten ok, wenn man flexibel ist. Zudem sehr sicher, wenn man in eine Genossenschaft zieht. Angesagte Innenstadtlagen sind natuerlich eine andere Hausnummer.
Sozial mache ich mir nichts vor. Meine Kontakte sind alle eingeschlafen und meist hat sich das erledigt. Oft leider final, weil die Aelteren sind nun nicht mehr. Mit Juengeren komme ich nur begrenzt zusammen und das laeuft ganz gut, wenn es einen fachlichen Bezug hat. Hier sind auch Freundschaften entstanden. Viele sind natuerlich ein wenig neugierig oder neidisch was der alte Sack in Asien und anderswo getrieben hat und noch immer treibt. Vielleicht sollte ich Reisefuehrer werden....
Aber insgesamt wird das mit mir in Dland so schnell nichts mehr. Die Leute in den Laeden sind sehr freundlich, hilfsbereit, ich mag Staedte mit gewachsenen Einwanderergemeinden. Ich bin einer solchen Gegend aufgewachsen und schaetze die breitere und bessere Auswahl and Lebensmitteln, die Eindruecke und natuerlich auch die Damen, obwohl da bin ich mittlerweile altersmaessig auch abgeschrieben.
Dies in Verbindung mit Kambo/Thailand/Vietnam - je nachdem wie sich die Dinge dort entwickeln - ist ein vermutlich realistisches und attraktives Paket. Ich koennte meinen Rucksack mit Fressalien vollpacken, wenn es von A nach B geht. D.h. fruehere Entzugserscheinungen wuerden preiswert vermieden.
Frauenmaessig schweige ich als gentleman. Sofern man koerperlich noch einigermassen in Form ist, nicht trinkt und raucht, und finanziell stabil ist, d.h. aushelfen kann und nicht auf der Tasche liegt, geht das. Zudem wird ein Uni-Abschluss in Asien noch immer noch geschaetzt. Ich habe also keinen Grund zu Klagen und bin ganz optimistisch.
So das waere meine Entwurf. Relativ ausfuehrlich in persoenlicher Hinsicht. Relativ kompakt im Bereich Fakten. Angerissen wurden GKV, die GKV der Rentner wird bei mir nie klappen, Steuern, Mieten, d.h. Wohnorte, Mobilitaet, das Dlandticket.
Nun graetscht bitte voll dazwischen. Jede Kritik, Ergaenzung, jeder Hinweis und jede Anregung sind wertvoll. Ich habe noch reichlich Zeit bis zum Umzug nach Deutschland, doch dachte ich mir, dass dieses Thema "Rueckkehr verbunden mit einem Zugvogeldasein" vielleicht fuer andere ebenfalls interessant ist und neue Perspektiven eroeffnet. Ich war frueher ueberzeugt, dass ich in Asien alt und beerdigt werde. Meine Erfahrungen aus ueber 25 Jahren haben mich umgestimmt. Ein verbissenes Festhalten an alten Ueberzeugungen waere in meinem Fall sehr schaedlich. Sich an die veraendernden Umstaende anpassen und das Beste daraus machen erscheint mir sinnvoller. Vielleicht fuehle ich mich in Dland ja auch einmal wieder heimischer, weil es viel bunter und diverser geworden ist.
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