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Quarantäne Kambodscha

thaiguy

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25 Dezember 2013
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So, ich bin aus der Quarantaene raus und nun in Selbstisolation. Hoert sich schlimmer an als es ist.

Ein paar Details. Auf dem Netz konnte man Quarantaenehotels vorbuchen. Und zwar den Chinesenschuppen und anscheinend auch das werte Sokha. Einige Bleichgesichter hatten dies gemacht. Der Chinesenschuppen war voll, keine Ueberraschung, und daher haben sich die Burschen das Sokho fuer schlappe 175 USD pro Tag gegoennt, Zimmer (ohne Damen), 3 Mahlzeiten und, wie die Jungs betonten, auch die Waesche. Na toll.

Ich als alter Proll bin mit dem Rest der Plebs in einen Stadtbus gesteckt worden (die Busse, die sonst tagsueber durch die Stadt tuckern) und ab ging's zum "New York Hotel." Der Laden sieht von aussen ganz manierlich aus ist aber ein oller Kasten. Man hat den Eingangsbereich einigermassen aufgemoebelt und bei den Zimmern auch etwas getan. Das Bett war ein doppeltes Kingsize! Das zeigt uns, dass der Kambodschaner als solcher ein kleines Ferkel ist und dazu noch ein ganz wildes. Ich hab mal die Masse abgeschaetzt. Platz fuer mindestens 3 Frauen LT, ST das doppelte. Aber war natuerlich Quarantaene und von daher kam nur der grosse Bildschirm zum Einsatz. Kanal 61 (oder 60?) DW mit Horst Lichter ueber olle Schnaeppchen. Wer nach einem langen Flug sich leicht Mattscheibe fuehlt, der ist auf dem richtigen level um sich die Sendung anzutun.

Es gab ein warmes Buffetfruehstueck. Reis- und einer andere Suppe. Fuer die Amis Mais zum knabbern. Reis, Nudeln (nicht uebel), und 2 warme Gerichte. Dragonfruit, Ananas und Melone als Nachtisch. Der Kaffee, nun ja, wem er denn schmeckte, der braucht sich vor nichts mehr zu fuerchten.

Abends kam ein Bursche mit einer Plastiktuete als Abendessen vorbei. War wiederum nicht schlecht. Reichlich und durchaus essbar.

Kostenpunkt: Erste Nacht 40 USD, zweite 50 USD, weil mit Abendessen. Mahlzeiten waren "von der Regierung" vorgeschrieben.

Damit lag der Laden mit 90 USD unter den Preisen des Chinesenschuppens, der verlangt 56 USD pro Tag, 6 USD fuer's Fruehstueck und die gleichen 10 USD fuer andere Mahlzeiten. Mittags konnte man sich von aussen verpflegen lassen.

Insgesamt hatte ich also Glueck. Essen war geniessbar (anders als im besagten Chinesenschuppen), Bett war riesig, Zimmer sauber, hab ein wenig Kohle gespart und - siehe da - es waren nur 200 Meter zu meiner Bank und meinen lieben Futterkrippen.

Habe mich nun in einer kleinen Bude eingenistet, weil 'mein' Laden 2 Tage ausgebucht ist.

Pass bekam ich beim checkout zurueck. Keine weiteren Vortraege und Papiere. Habe mich daher auch schnell mit cash versorgt.

Ein paar Leute verbreiteten, dass auf britischen Webseiten (vermutlich die FB Seite von Boris, dem Albaner, mit dem extrakleinen Johnson) das Geruecht umgeht, dass man keine ER extensions of stay erhalten koenne. Laut Lucky Motors: Alles Quatsch.

Insgesamt ist PP sehr sonnig und heiss. Aber die aircon laeuft, Verpflegung wird kein Problem sein. In 12 Tagen ist Pfingsten und meine Auferstehung.

Auch so, gegenueber ist noch eine 24 Stunden Massage. Eigentlich eine Tortur. Mal sehen, ob ich schwach werde, und einen auf Thaimonarchen mache. Fuer 21 wird's nicht reichen, aber dann ist die Nummer 21 sowieso eine Domina, vermutlich mit Peitsche und strap on. Also nicht mein Ding.

Der Riel steht jenseits 4100 USD - d.h. der Euro noch besser.

Die Kosten fuer meine Einreise beliefen sich (vermutlich) auf 225 - 235 USD = Quarantaene, Covid 19 Test, Busfahrt und Bankgebuehren.

Flug mit Singapore Airlines ist zu empfehlen. Die haben keine Verbindungsfluege an den Persischen Golf = keine infizierten Arbeiter auf Heimreise.

Zum Abschluss noch etwas fuer die Daheimgebliebenen. Der Beitrag erklaert alles bis in's Detail. Viel Spass dann in Germanien:
 

HolzbarJoe

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erstmall toll dass du durch bist und toll dass du angekommen bist und raus darfst,
ich glaube richtig scheisse am schuh hast du eh erst wenn in deinem flieger einer positiv war, bis dahin sind die 250$ extra eigentlich zu verkraften, 2 tage quarantäne auch,
und wenn die restlichen 12 in "selbstisolation" sind in einer lokalität meiner wahl ist das auch okey... würde ich vielleicht für 4+ wochen dann sogar in kauf nehmen, mal sehn wie die dinge im NOV/DEZ aussehen...

weiß nicht ob du das verraten willst ist auch bissl indiskret, aber bist du da jetzt aus spaß zwecken oder wegen familie oder tatsächlich wegen arbeit?
 

thaiguy

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25 Dezember 2013
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Ich hatte die letzten 5-6 Jahre eine ER extension of stay, sprich retirement. Natuerlich gibt's die erst seit Sept. 2017, aber ich maloche in Kambo bestimmt nicht. Man braucht eine Jahresverlaengerung um eine 6%ige Steuerrate auf ein Einlagen zu bekommen. Ansonsten sind's 14 % der Zinsen. Die Kosten fuer eine Verlaengerung in PP liegen zwischen 290 USD (5 Oceans), 295 (Lucky Motors) und bei einigen 300. Das ganze ist also ein Rechenspiel. Als Expat zahlt man gerne diese Steuern, allein schon um dem deutschen Finanzamt bei einer eventuellen Rueckkehr aus dem Weg zu gehen.

Selbstisolation: Du kannst Dir ein passendes Hotel selbst suchen. Beachte, dass es nicht gleichzeitig ein Quarantaenehotel ist. Eine Buchung vor der Ankunft empfiehlt sich, wenn der Schuppen in der Provinz liegt, z.B. Kampot, Siem Reap etc.

Bei einem normalen Hotel laufen keine Offiziellen herum, d.h. eigentlich koenntest Mahal, tilack, darling etc. mit einquartieren. Verpflegung ist auch kein Problem.

Die einzige Huerde ist das leidige Einladungsschreiben. Vielleicht ist ein Mittelklassehotel gerne bereit Dich einzuladen, bei Uebernahme aller Kosten durch Dich, und einer Buchung von 15 Tagen (fexibler check-in). Den Kaesten in Siem Reap geht's dreckig. Wenn sie ein Zimmer fuer 400-500 USD fuer 12 Tage loswerden, dann koennte das funktionieren.

Ansonsten ist alles recht easy in PP. Coronaleugner gibt's hier auch, diesmal der schamanistischen Sorte. Ich hatte einen franz. Zimmernachbarn. Der ist 'Heiler', 'Seher', 'Musikproduzent', Weedverkaeufer, 'Kuenstler', 'Mopedbastler', 'Bootseigner' und, den Rest habe ich vergessen. Als saufender Buddist hatte er im Mai einen Traum. Warren Buffet, das Ehepaar Gates und ein paar andere hatten den Virus nach China geschmuggelt und dort freigelassen. Auf der Rueckreise haben sie nicht aufgepasst (oder deren Agenten, er war da nicht ganz klar) und damit kam das Virus in die USA. Sie wollten apple zu einem Drittel des Preise uebernehmen, daher der Plan. So, jetzt wissen wir es endlich.....

Der Franzose war ansonsten 24/7 im Stress mit Tinder, weil er dort die Ladies aufgabeln wollte. Er erwischte leider nur good girls und ausser einem teuren Kaffee auf seine Kosten passierte nix. Allein eine unterbeschaeftigte Bordsteinschwalbe, fuer schlappe 22 USD plus Essen, konnte er landen.

Ich haue nach der Isolation in Richtung Siem Reap ab. Sehr billige Hotels z.Z. und die Tempel sind wohl Chinesen-frei. Bessere Luft, wenig Verkehr und ich kann endlich wieder latschen. Zudem wird's in Sachen 2. Covid Test dort weniger Warteschlangen geben und ich kann zum Krankenhaus gehen. Hier waere es ein Trip quer durch die Stadt. Bei den Passagierzahlen wird's eine ewige Warterei. Zudem ist mein Test am Wochenende.

Die Schweinebacken im Chinesenhotel haben uebrigens die Preise kraeftig erhoeht. Von 56 auf 90 USD allein fuer's Zimmer. ALSO: NICHT vorbestellen. Es gibt genuegend andere zugelassene Hotels.
 

furryfanny

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1 Februar 2013
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Danke fuer die infos.
Soll das heissen, dass ich auch z.B. in Kampot 'quarantaenen kann? Wie komme ich dann da hin? Kann mich auch eine Privatperson einladen oder nur ein Hotel?
 
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thaiguy

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25 Dezember 2013
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Die Einladung muss durch ein kambodschanisches Unternehmen erfolgen. Die muessen offiziell registriert sein und Steuern zahlen. Der verantwortliche Manager muss online bei der Regierung eine Einladung registrieren und gleichzeitig die persoenlichen Daten inkl. Passnummer etc. angeben. In meinem Fall war das ein Restaurant und der Zweck der Reise war 'visit.' Das Ding wurde innerhalb von 30 Minuten oder so genehmigt. Dann schickt die Behoerde ein PDF zum Einlader, der das Ding an den Gast weiterleitet. Dieser druckt den Schrieb aus und reicht ihn mit dem Visaantrag bei der Botschaft ein. Kein Schrieb, kein Visa.

Privatperson erscheint mir schwierig, es sei denn Firmeninhaber.

Man muss zwischen Quarantaene und Selbstisolation unterscheiden. Wenn Quarantaene, dann ist fuer 2 Wochen der Ofen aus und Selbstbespassung im Hotelzimmer in PP angesagt. Bei Selbstisolation kann man in "seine" Provinz weiterreisen und dort isolieren und den 2. Test am 13. Tag machen. Aufgepasst: Bei der Einreise bei einer Bank einzahlen, die auch vor Ort anwesend ist.

Also: mindestens 2 Naechte PP, dann hoffentlich weiter in die Selbstisolation, egal wo. 13 Tag 2. Test, dann Knete einsammeln.

Die Sache mit der Einladung ist relativ neu. Die Botschaft hatte mich erst 2 Arbeitstage vor dem Termin davon informiert.....


Nachtrag: Lernt Mandarin! Anscheinend ist es im Chinesenschuppen gar nicht so langweilig:
Parties, Nutten etc.

 
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thaiguy

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25 Dezember 2013
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Ich sprach eben mit einem Kollegen aus der Isolation. Einige Preise sind nun etwas klarer, weil er damit durch ist.

Anscheinend sind die 90 USD im Chinesenschuppen MIT Verpflegung. Wohl bekommt's.

Dann scheinen die Bankgebuehren fuer das Deposit nun bei 20 USD zu liegen, anstatt den 30 USD zuvor. D.h. 1% von 2000 USD anstatt 3000 USD.

Der Covid 19 Test lag bei 100 USD nicht 110 wie manche berichteten.

Sobald ich meine eigene Rechnung habe,werde ich weitere Details angeben, sofern diese von den obigen abweichen.

Insgesamt wuerde dies bedeuten:
200 USD fuer 2 Covid test
90 fuer's New York Hotel
20 fuer die Bank
5 fuer den Bus
=
315 USD plus

35-40 USD fuer E Visa je nach Botschaft.
90 Versicherung

Im Chinaschuppen scheint allerdings die Post abzugehen. Von daher werden einige den Laden bevorzugen.
 

thaiguy

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25 Dezember 2013
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Nun das letzte, etwas unbefriedigende update:
345 USD war die Zeche.

Darin enthalten:
90 USD (nach Auskunft des Hotels fuer 2 Naechte und ein verordnetes Abendessen)
5 USD fuer den Bus zum Hotel (Info: Internet)
200 USD fuer 2 Covid Tests - basierend auf Internetinfos - beide Tests wurden abgezogen, weil ich fuer den 2. Test in Tchak Angre und nicht im Khmer-Soviet Krankenhaus war, wo bar zu zahlen ist.
20 oder 30 USD fuer die Bank
ergibt: 225 USD
die verbliebenen 20 oder 30 USD geben mir ein Raetsel auf. Es kann sein, dass man mir einfach 30 USD fuer ein Testzertifikat in Rechnung gestellt hat. Das Khmer-Soviet verlangt 30 USD, nur das Ding auch zu bekommen ist eine andere Geschichte.

Insgesamt ist der ganze Prozess erstaunlich gut organisiert. Das Deposit wird von der Regierung eingefroren und wird erst nach dem Ergebnis des 2. Tests freigegeben. D.h. in der Regel nach 15 Tagen, in meinem Fall waren 16-17 Tage wegen der Feiertage in der letzten Woche. Die Jungs hatten die Ergebnisse von 5 Tagen auf dem Schreibtisch als sie am Montag - verspaetet - zur Arbeit erschienen.

Der 2 Test war wiederum eine anatomische Studie bei der man den Stab moeglichst tief in die Nase drueckte. Sehr unangenehm.

Die Regierung macht vermutlich einen gesunden Schnitt. 100 USD fuer einen Test uebersteigt den Preis einer amerikanischen Privatklinik in Istanbul oder bei weitem den Test am Frankfurter Flughafen (den privaten - nicht den staatlichen). Das Hotel kostet angeblich 25 USD normal, mir wurden 40 abgezogen fuer den gleichen Leistungsumfang. Die Busfahrt mit 5 USD war auch nicht billig aber vergleichsweise laeppisch. Inwieweit die Bankgebuehr eine Summe fuer Papastaat enthaelt weiss ich nicht.
Bei den Tests gehen die Ueberschuesse in das Gesundheitswesen oder an das KSF Krankenhaus. Laut Dekret duerfen diese Ueberschuesse von den Institutionen einbehalten werden. Von daher aergert mich dies nicht besonders.

Die anderen kleineren Betraege sind in Anbetracht des erheblichen Mehraufwandes und des Ausfalls der 'normalen' Einnahmen auch nicht uebertrieben. Die eingesetzten Stadtbusse fahren seit Maerz nicht mehr und damit haben wenigstens einige Leute Arbeit und das Geld wird das immense Defizit ein wenig reduzieren.

Daneben sollte man das kambodschanische System im Vergleich sehen. Verglichen mit Thailand ist die Sache spottbillig. Trotz einiger chaotischer Szenen beim Bustransport und dem zu erwartenden ueblen Verhalten einiger Soehne aus dem Reich der Mitte war alles einigermassen o.k.

Fuer Leute mit einem guten Zeitbudget ist daher eine Reise nach Kambo durchaus machbar, insbesondere wenn man der winterlichen Covidwelle entgehen will.

Ein besonders wichtiger Faktor ist m.E. das sehr gut organisierte und strikte Verhalten von Singapore Airlines, die ich ausdruecklich empfehle.

Nach Absolvierung aller Huerden stellt sich langsam ein neues, sprich das alte, Lebensgefuehlt wieder ein. Ich kann in der Stadt herumgehen, ich kann gemuetlich essen usw. Siem Reap ist besonders nett. Null Chinesen, viele Laeden dicht, aber immer noch reichlich offen. Morgens im Markt das pure Leben und sehr gutes Fruehstueck. Ich hab eine indische Futterquelle. Hotels spottbillig also eigentlich beinahe wie vor knapp 20 Jahren. Nach all dem Stress, endlich Entspannung.

Nachtrag: Meine 'extension of stay' (Visaverlaengerung) fuer 12 Monate kostet in S.R. ebenso 290 USD wie in PP. Es braucht 7 Arbeitstage. Leute, die eine Business Extension brauchen und keine Papiere haben, werden mehr zahlen muessen, aber es gibt Wege. Einfach alles mit dem Reisebuero besprechen. Ich wuerde nichts ueber das Hotel regeln. 10 USD oder wesentlich hoehere Aufschlaege, eine unnoetige Fehlerquelle, und man verliert leicht 1-2 Tage oder mehr, weil man den Gast halten will.

Noch viel Spass in der EU und viel Glueck mit den naechsten Welle. Ich hoffe hier bleibt alles im gruenen Bereich.
 
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HolzbarJoe

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erstmal danke für den tollen bericht... halte ich ehrlichgesagt alles für vertretbar.... zumindest wenn man länger bleibt...

wo, oder wenigstens in welcher provinz befindest du dich aktuell? (reines interesse)
fühlt es sich "anders" an als früher bzw vor dem ausbruch?
wie ist die stimmung dir bzw andren ausländern gegenüber, grade morgens am markt?

und nochmal wegen dem invite,
verstehe ich richtig, dass man, als (eigentlich) doch nur tourist,
von jedem beliebigen guesthouse, oder hotel, oder shady bar die man mal besucht hat für einen "visit" eingeladen werden kann,
solange diese steuern bezahlen und als business registriert sind?
 

gamini

Mein Handeln resultiert aus meinen Bedürfnissen.
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erstmal danke für den tollen bericht... halte ich ehrlichgesagt alles für vertretbar.... zumindest wenn man länger bleibt...

wo, oder wenigstens in welcher provinz befindest du dich aktuell? (reines interesse)
fühlt es sich "anders" an als früher bzw vor dem ausbruch?
wie ist die stimmung dir bzw andren ausländern gegenüber, grade morgens am markt?

und nochmal wegen dem invite,
verstehe ich richtig, dass man, als (eigentlich) doch nur tourist,
von jedem beliebigen guesthouse, oder hotel, oder shady bar die man mal besucht hat für einen "visit" eingeladen werden kann,
solange diese steuern bezahlen und als business registriert sind?
Das waren sehr sehr wichtige Fragen, die auf Antworten warten.
 
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Ich bin in Siem Reap und da ist natuerlich eine Atombombe eingeschlagen. Im Lucky Supermarkt 2 Kassen offen und 2 Kunden neben mir.

Ich konnte von der Hauptstrasse im Zentrum zum Psar Leu fuer 1 USD im Tuktuk fahren. Habe dann hin und zurueck 2.5 gegeben. Ich war um 11 Uhr der einzige Kunde.

Die Leute sind sehr freundlich und wissen schon, dass ich ein Nettozahler bin. Siem Reap lebt(e) vom Tourismus und der Einbruch von 99% hat fatale Folgen fuer jene, die spekulierten. Mieten sind im Keller, alles sehr entspannt. In Phnom Penh sind auch die Hotelpreise runter, aber ansonsten bewegt sich alles im normalen Rahmen. Der Tourismus ist dort nur eine und zunehmend weniger wichtige Einnahmequelle.
Fuer jeden der Angkor sehen will ist dies der richtige Zeitpunkt. Keine Horden, Stille, Bier gibt's mehr als reichlich, angeblich haben auch die Unterhaltungsfachdamen nun Sonderrabatte eingefuehrt und bieten guenstige SLT Optionen an. Ich kann nur ueber die (angeblichen) Errungenschaften der anderen Hotelbesucher berichten. Die Preise sind auf max. 25 % der billigsten Vorkrisenzeiten gesunken (Junkies mal ausgenommen). In USD uebersetzt schweige ich lieber sonst fallen unseren Pattayahelden die Schnipsel ab. Selbstmorde sind nicht auszuschliessen.

Unter der Vorgabe, dass die Regierungsmassnahmen am Flughafen weiterhin greifen und man sich nicht voellig deppert verhaelt, bietet sich Kambo als Winterquartier und Covid Fluchtinsel an.

Visum:
Es werden nur "ordinary" = E visa ausgestellt, die man nicht mit dem ausgesetzten Electronic Visa verwechseln darf.

Die Visa werden fuer Geschaeftsreisen und aehnliches ausgestellt. Die Firma hatte mich fuer einen "visit" eingeladen und mein Qualifikation war "friend". Das wurde in Phnom Penh sofort akzeptiert und auch bei der Botschaft (nicht in Berlin) wurde nicht nachgefragt. Die brauchten das ausgedruckte PDF aus Phnom Penh und gut war.

Von daher:
Angesichts der 15-17 Tage Einreiseformalitaeten und der daran anschliessenden etwa 2 Wochen dauernden Visumsverlaengerung (extension of stay) empfehlen sich eigentlich vor allem laengere Aufenthalte. Legt man die Selbstisolation und die Visumwartezeit zusammen, dann ergeben sich 3-4 Wochen an einem Ort. Das kann fuer ein Hotel durchaus interessant sein. Man koennte als consultant die Umstellung auf Oekostrom, Abwasserprobleme, besondere Beduerfnisse deutscher u.ae. Kunden usw. vorantreiben. Ich selbst wuerde in einer solchen Situation ein Hotel direkt anschreiben und die Sache diskutieren. Kostet das Hotel keinen Pfennig. WIchtig waere klarzustellen, dass im Faelle einer 2woechigen Quarantaene der Hotelaufenthalt notwendigerweise entsprechend kuerzer ausfaellt.
Ein kleines Guesthouse ist vermutlich weniger geeignet, es sei denn man kennt sich schon.

Der Versuch kostet nichts und mir scheint es als ob den Kambodschanern eine volle Auslastung der Kapazitaeten am Flughafen nicht unangenehm ist. Man macht Geld und die Auslaender stopfen auch ein wenig die Loecher bei den Privatunternehmen.

Die entstehenden Kosten fuer den Touri werden z.T. von den niedrigen Hotelpreise aufgefangen. In Siem Reap sind dies schon spuerbare Betraege. In Phnom Penh sind Einsparungen eher beschraenkt.

Man kann in Kambo auch auf das Wunder von Bangkok warten (huestel....). In dem Falle holt man sich dann hoffentlich das Visum in Phnom Penh ab und fliegt ueber Singapore oder vielleicht auch Vietnam oder Taiwan zum Ziel seiner Traeume. Wer bis dahin in Dland neben der Heizung hocken will ist selber schuld. :)

Schoene Gruesse aus der Sonne!
 

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Ich konnte von der Hauptstrasse im Zentrum zum Psar Leu fuer 1 USD im Tuktuk fahren. Habe dann hin und zurueck 2.5 gegeben. Ich war um 11 Uhr der einzige Kunde.

Die Leute sind sehr freundlich und wissen schon, dass ich ein Nettozahler bin. Siem Reap lebt(e) vom Tourismus und der Einbruch von 99% hat fatale Folgen fuer jene, die spekulierten. Mieten sind im Keller, alles sehr entspannt. In Phnom Penh sind auch die Hotelpreise runter, aber ansonsten bewegt sich alles im normalen Rahmen. Der Tourismus ist dort nur eine und zunehmend weniger wichtige Einnahmequelle.
Fuer jeden der Angkor sehen will ist dies der richtige Zeitpunkt. Keine Horden, Stille, Bier gibt's mehr als reichlich, angeblich haben auch die Unterhaltungsfachdamen nun Sonderrabatte eingefuehrt und bieten guenstige SLT Optionen an. Ich kann nur ueber die (angeblichen) Errungenschaften der anderen Hotelbesucher berichten. Die Preise sind auf max. 25 % der billigsten Vorkrisenzeiten gesunken (Junkies mal ausgenommen). In USD uebersetzt schweige ich lieber sonst fallen unseren Pattayahelden die Schnipsel ab. Selbstmorde sind nicht auszuschliessen.

Unter der Vorgabe, dass die Regierungsmassnahmen am Flughafen weiterhin greifen und man sich nicht voellig deppert verhaelt, bietet sich Kambo als Winterquartier und Covid Fluchtinsel an.

Visum:
Es werden nur "ordinary" = E visa ausgestellt, die man nicht mit dem ausgesetzten Electronic Visa verwechseln darf.

Die Visa werden fuer Geschaeftsreisen und aehnliches ausgestellt. Die Firma hatte mich fuer einen "visit" eingeladen und mein Qualifikation war "friend". Das wurde in Phnom Penh sofort akzeptiert und auch bei der Botschaft (nicht in Berlin) wurde nicht nachgefragt. Die brauchten das ausgedruckte PDF aus Phnom Penh und gut war.

Von daher:
Angesichts der 15-17 Tage Einreiseformalitaeten und der daran anschliessenden etwa 2 Wochen dauernden Visumsverlaengerung (extension of stay) empfehlen sich eigentlich vor allem laengere Aufenthalte. Legt man die Selbstisolation und die Visumwartezeit zusammen, dann ergeben sich 3-4 Wochen an einem Ort. Das kann fuer ein Hotel durchaus interessant sein. Man koennte als consultant die Umstellung auf Oekostrom, Abwasserprobleme, besondere Beduerfnisse deutscher u.ae. Kunden usw. vorantreiben. Ich selbst wuerde in einer solchen Situation ein Hotel direkt anschreiben und die Sache diskutieren. Kostet das Hotel keinen Pfennig. WIchtig waere klarzustellen, dass im Faelle einer 2woechigen Quarantaene der Hotelaufenthalt notwendigerweise entsprechend kuerzer ausfaellt.
Ein kleines Guesthouse ist vermutlich weniger geeignet, es sei denn man kennt sich schon.

Der Versuch kostet nichts und mir scheint es als ob den Kambodschanern eine volle Auslastung der Kapazitaeten am Flughafen nicht unangenehm ist. Man macht Geld und die Auslaender stopfen auch ein wenig die Loecher bei den Privatunternehmen.

Die entstehenden Kosten fuer den Touri werden z.T. von den niedrigen Hotelpreise aufgefangen. In Siem Reap sind dies schon spuerbare Betraege. In Phnom Penh sind Einsparungen eher beschraenkt.

Man kann in Kambo auch auf das Wunder von Bangkok warten (huestel....). In dem Falle holt man sich dann hoffentlich das Visum in Phnom Penh ab und fliegt ueber Singapore oder vielleicht auch Vietnam oder Taiwan zum Ziel seiner Traeume. Wer bis dahin in Dland neben der Heizung hocken will ist selber schuld. :)

Schoene Gruesse aus der Sonne!
Die beste Idee, um dort einreisen zu können, die ich hier im Forum gelesen habe.
Danke

PS: Suche für Dezember noch einen Consultant, der mir assistieren will 😜
 
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thaiguy

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Noch ein Nachtrag:
Auf dem Internet bietet ein tuerkischer Schmierlappen, ID faengt mit basta an, seine Dienste an. Er verlangt 400 USD fuer ein Einladungsschreiben. Er betreibt auch sehr fragwuerdige Landgeschaefte und war in SHV wegen anderen Sachen verrufen. Ich gehe nicht in die Details, da diese sehr schwerwiegend waeren.
Unabhaengig von diesem Thema ist es durchaus nicht ungewoehnlich, dass sehr viele Kriminelle ihre Heimatlaender zurueckgelassen haben und in Kambo sich durchschlagen.

Die Einladungsschreiben kosten den Einladenden nichts. Also fallt nicht auf Bauernfaenger rein.
 

thaiguy

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Nun die Kundenberatung fuer den zweifelnden Leser:

Ich bin gestern Abend, so gegen 8 Uhr, einmal durch's Dorf gelatscht. Meine Einschaetzung, dass der Tourismus zu 99% im Eimer ist, war viel zu optimistisch. 99,9% kommt der Sache naeher und die Rechnung laesst noch die Tourgruppen aus. Die Restaurants, die offen sind, hatten manchmal einen Tisch und an der Pubstreet, inkl. Kneipen, 2-3. Ein paar Laeden hatten mehr Leute. Nun werden einige Schlaumeier bemerken, dass 8 Uhr noch lange vor dem Schichtbeginn an der Pubstreet ist. Ich werde der Sache natuerlich in den naechsten Tagen auf den Grund gehen.
Viele Massagen laufen weiter mit reduziertem Personal. Die etwas vielseitigeren nahe dem Nachtmarkt gibt's bis auf 2-3 z.Z. nicht. Die Damen werden sich sicherlich umfassend um den geschaetzten Kunden kuemmern. Pub Street selbst war Katoey frei. Ein Segen. Es liefen neben mir noch 5-6 einheimische Touris herum und dann die weissen Maenner in den Kneipen, wie berichtet. Weiss bezog sich auf die Haarfarbe.
Chinesen? Nada! Partyhostelbande? Ich sah zwei mit Bierbecher auf dem Fahrrad und das war's. Goettlich. Die Nachtmaerkte sind alle dicht. Im alten Markt brummt der einheimische Teil waehrend die Tourilaeden keine Kunden haben. Viele der Laeden sind zu.
Es ist sehr angenehm am Fluss zu sitzen. Die kleinen Khmercafes geben sich Muehe, keine plaerrende Musik und es ist nicht voll. Die Einheimischen haben die Stadt zurueck.

Also vergesst alles, was ihr in den letzten 20 Jahren in SR gesehen habt. Dies ist nun eine Situation wie in Battambang. SR ist wieder eine Provinzstadt mit allerdings sehr guten Angeboten. Die Baeckereien produzieren, Supermaerkte sind alle offen, Hotels billig. Einige Restaurants haben die Veraenderungen nicht beruecksichtigt und machen einfach weiter. Dafuer bekommen sie ausser einer Stromrechnung fuer die Beleuchtung nichts. Ich selbst kaufe und esse bei den kleinen Leuten, die brauchen wirklich jeden Pfennig.

Social distancing ist kein Problem. Mal sehen, was der Mietmarkt hergibt. Viele Besitzer traeumen noch in der 300-600 USD Riege, doch dafuer bekommen sie ausser dem sich ablagernden Staub nichts. Es gibt keine Mieter. Viele sind knapp bei Kasse und die billigeren Hotels konkurrieren nun mit den Hostels. D.h. ich kann ein Zimmer mit aircon fuer den Preis eines Bettes im Schlafsaal bekommen. Oft sind diese Hostels sogar noch teurer. D.h. auch, dass diese Gasthaeuser in etwa den Monatsmieten im reduzierten Segment entsprechen. Allerdings verlangen die Gasthaeuser keinen Vertrag fuer 6-12 Monate und keine Monatsmiete als Kaution. Von daher sind die Mietkonditionen nun auch diskutierbar. Fuer mich selbst maximal 3 Monate, wobei die Kaution die Miete des 3. Monats ist. Mal sehen, was die Vermieter meinen. Ich werde auch nicht mehr als 150 USD zahlen, vielleicht auch nur 120. Die Preise fallen. Langsam wird klar, dass die Wintersaison nicht stattfindet.

Insgesamt kann man sehr guenstig und stressfrei seine Tage verbringen. Wer eine SLT findet ist versorgt. Wer jede Nacht eine andere braucht wird den Markt vermutlich schnell abgearbeitet haben. Ich habe nur sehr wenige streetwalkers gesehen.

Auch die taetowierten Augenweiden aus der Backpackerszene fehlen. Besoffene Britinnen mit Bierbecher und aufreizend baeuerlicher Kleidung fehlen auch. D.h. die Geisterbahn hat auch zu.

Kurzum, wer kann, sollte seine Koffer packen und zum Flughafen kommen. Das Gejammere wegen den bayrischen Provinzen in Suedostasien bringt nur Frust. Wer einmal Entschleunigen will, dem wird's gefallen. Bierpreise, Essen, Hotels alles im gruenen Bereich. Das Zusatzprogramm wird sich auch finden. Es gibt keinen Grund sich an der virtuellen Klagemauer weiter auszuheulen. Die Kindergartentruppe, die mit LH nach BKK, dann mit Transport in's deutsche GH, und dann in die deutsche Kneipe mit deutschsprechenden Damen reist, wuerde sich ein wenig verloren fuehlen und bleibt deshalb daheim bei Mama, wo sie auch bekocht wird und die Waesche erledigt bekommt.
 

Ram0815

Schorsch
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18 April 2009
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Süddeutschland
Super und danke für den ausführlichen Bericht!

Ich muss im Februar 6 Wochen Urlaub abbauen und ich hab echt die Kriese bekommen, 6 Wochen bei grauem Wetter auf dem Balkon in DACH, da geh ich fast freiwillig auf Schicht.

Was mich besonders an deinem Bericht anspricht ist "Kambodscha wie for 20 Jahren". Siam Reap ohne Touristenhorden war (ist?) ein Traum. Und die Khmer Mädchen und die Bars waren angenehmer als drüben in Thailand.

Wenn Kambodscha im Februar noch unter ähnlichen Bedingungen zu erreichen ist, dann ist es mit Sicherheit eine Alternative zur durchgeknallten Öffnungsstrategie des MoT in Thailand.
 
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@Ram0815
Ich wuerde die Sache ruhig in's Auge fassen.Es gibt einige Risiken wie z.B. einen ungarischen Genossen nach dem z.Z. landesweit gefahndet wird. Das Arschloch ist aus der Quarantaene abgehauen und ist positive. Anders als die beiden Fluechtingen Chinesen wird er Schwierigkeiten haben irgendwo unterzukommen. Alle Hotels usw. haben die Passeite heute per Telefon bekommen. Sollte er in Siem Reap auftauchen kann auf der Krokodilfarm uebernachten. Schuhe muessen wie in jedem guten kambodschanischen Haushalt an der Tuer abgestellt werden. Das ist auch darueberhinaus sinnvoll. Man vermeidet damit Beschwerden von Tierschutzorganisationen wegen Magenbeschwerden der lieben Echsen. Falls er ein paar Paprika in der Jeans hat werden die lieben Tierchen ein echts ungarisches Gulasch bekommen.

Mit anderen Worten: es kann natuerlich kippen, wenn sich solche Faelle haeufen. Daneben werden die Fallzahlen in Dland eine Rolle spielen. Sollte dieser Fall eintreten, dann sind die Fluege wieder im Eimer. Von daher wuerde ich mir nun einen Flug suchen, nach einem guenstigen Tarif schauen und gleichzeitig die Hotel/Einladungsfrage abklaeren. Falls Du beruflich viel unterwegs bist und an einem Treueprogramm teilnimmst, dann wuerde ich es bei einem Laden der Kette probieren. Allerdings keine Bonuspunkte abbauen, sondern cash anbieten. Cash as in USD auf den Tisch des Hauses oder mit credit card. SHV kannste getrost abhaken. Die Chinesen sind wieder vollzaehlig zurueck. Kampot ist anscheinend verwaist - ausser den Drogisten.

Mit Bars wuerde ich nicht zu sehr planen. Tinder ist z.Z. recht angesagt und dann ist man(n) natuerlich auch selbst der Mann. Bei Deinen 6 Wochen waeren das 2 Wochen Beine hoch, 2 Wochen Dorftanz und dann vielleicht andere Ecken. Die Verlaengerung waere mit etwa 80 USD recht guenstig. Bei einem Jahresvisum kann man sich allerdings das Einladungstheater sparen. Von daher vielleicht interessant. Nach 3 Wochen Kambo hat man eigene Erfahrungen und kann das selbst abschaetzen.

Fuer flexible Leute ist das Land z.Z. ideal. Ich kann meine eigene Situation/mentale Welt kaum beschreiben. Seit Anfang Maerz war ich ein de facto Gefangener. Entweder Vorschriften oder von durchgeknallten Covid-Leugnern in einem Brennpunkt (weltweit top 10) umgeben. Hier kann ich mich frei bewegen, muss nicht mit Radar im Kopf zum Einkauf, immer auf der Lauer, wann der naechste hustende und spukende Schwachkopf angerannt kommt.

Man sollte sich allerdings keine Hoffnungen auf Pattaya am Mekong machen. Die Damen in PP in den entsprechenden Strassen sind schwer unterbeschaeftigt und kraechzten sich die Haelse mit hello, handsum usw. aus. Die Zahlen kommen aber bei weitem nicht an Pattaya heran. Am Golden Sorya waren die Drogenkoeppe ziemlich klar, anscheinend keine Knete fuer den Stoff. In SR habe ich bislang neben den bekannten Massagen nur sehr wenige Anbieterinnen gesehen, bin allerdings auch nicht auf der Pirsch.

Daneben las ich das Suedamerika, Kolumbien und andere Staaten im Oktober aufmachen. Es ist vielleicht interessant einmal deren Konditionen und Umstaende zu recherchieren. Das Angebot koennte fuer einige vielversprechender sein. Ich bin mir allerdings sicher, dass, aehnlich wie Kambo, die Preisspanne eine ganz andere als in TH sein wird. Ostafrika ist wohl auch moeglich.

Wir leben in einer Zeit wo eigene Initiative gefragt ist. Man kann keinen Urlaub von der Stange mehr machen oder dem gewohnten Trott folgen. Dies ist unbequem birgt aber auch Chancen. Viele werden in Ecken kommen, die sie sonst nie gesehen haetten. Wichtig ist, dass man aufhoert wie die Maus auf die Schlange zu starren und aufhoert sich ueber das Geschwaetz einiger thailaendischen Beamten den Kopf zu zerbrechen. Ihr habt die Knete in der Tasche und zur Zeit gilt : cash is king - und zwar nicht nur in Bayern.
 

thaiguy

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Ich hatte den Ungarn erwaehnt:


Nun ergibt die Sache einen Sinn. Ich konnte mir schlecht vorstellen, dass jemand seine 2000 USD wegwirft, obwohl er eine Krankenversicherung hat, die ja obligatorisch fuer Einreisende ist. Meine Infos hatte ich vom GH bekommen als sie die Nachricht auf dem Handy bekamen.

Nun, der Typ ist ein Expat. Das er sich die Infektion eventuell vor Ort in Siem Reap geholt hat ist beunruhigend. Kann natuerlich auch auf dem Flug passiert sein.

Ein indischer Bekannter (deutscher Pass und Adresse) erhielt gestern eine Nachricht von einem Freund, der in Australien in Quarantaene ist. Der letztere war positiv getestet worden nachdem er aus Kambo ueber Singapore nach Aus geflogen war. In Phnom Penh hat er sich angeblich nicht aufgehalten. Aufgrund des Zeitfensters 2-3 Tage ist eine Infektion in SR naheliegend. Ich werde abwarten und vorsichtig sein. Die Infos, stehen im Widerspruch zu den offiziellen Zahlen fuer das Land. Vor einiger Zeit waren zudem 3 Kambos nach der Einreise in Vietnam positiv getestet worden.

Das ist natuerlich nichts im Vergleich mit Europa aber wichtig ist es schon.
 
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Al blondy

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Nun das letzte, etwas unbefriedigende update:
345 USD war die Zeche.

Darin enthalten:
90 USD (nach Auskunft des Hotels fuer 2 Naechte und ein verordnetes Abendessen)
5 USD fuer den Bus zum Hotel (Info: Internet)
200 USD fuer 2 Covid Tests - basierend auf Internetinfos - beide Tests wurden abgezogen, weil ich fuer den 2. Test in Tchak Angre und nicht im Khmer-Soviet Krankenhaus war, wo bar zu zahlen ist.
20 oder 30 USD fuer die Bank
ergibt: 225 USD
die verbliebenen 20 oder 30 USD geben mir ein Raetsel auf. Es kann sein, dass man mir einfach 30 USD fuer ein Testzertifikat in Rechnung gestellt hat. Das Khmer-Soviet verlangt 30 USD, nur das Ding auch zu bekommen ist eine andere Geschichte.

Insgesamt ist der ganze Prozess erstaunlich gut organisiert. Das Deposit wird von der Regierung eingefroren und wird erst nach dem Ergebnis des 2. Tests freigegeben. D.h. in der Regel nach 15 Tagen, in meinem Fall waren 16-17 Tage wegen der Feiertage in der letzten Woche. Die Jungs hatten die Ergebnisse von 5 Tagen auf dem Schreibtisch als sie am Montag - verspaetet - zur Arbeit erschienen.

Der 2 Test war wiederum eine anatomische Studie bei der man den Stab moeglichst tief in die Nase drueckte. Sehr unangenehm.

Die Regierung macht vermutlich einen gesunden Schnitt. 100 USD fuer einen Test uebersteigt den Preis einer amerikanischen Privatklinik in Istanbul oder bei weitem den Test am Frankfurter Flughafen (den privaten - nicht den staatlichen). Das Hotel kostet angeblich 25 USD normal, mir wurden 40 abgezogen fuer den gleichen Leistungsumfang. Die Busfahrt mit 5 USD war auch nicht billig aber vergleichsweise laeppisch. Inwieweit die Bankgebuehr eine Summe fuer Papastaat enthaelt weiss ich nicht.
Bei den Tests gehen die Ueberschuesse in das Gesundheitswesen oder an das KSF Krankenhaus. Laut Dekret duerfen diese Ueberschuesse von den Institutionen einbehalten werden. Von daher aergert mich dies nicht besonders.

Die anderen kleineren Betraege sind in Anbetracht des erheblichen Mehraufwandes und des Ausfalls der 'normalen' Einnahmen auch nicht uebertrieben. Die eingesetzten Stadtbusse fahren seit Maerz nicht mehr und damit haben wenigstens einige Leute Arbeit und das Geld wird das immense Defizit ein wenig reduzieren.

Daneben sollte man das kambodschanische System im Vergleich sehen. Verglichen mit Thailand ist die Sache spottbillig. Trotz einiger chaotischer Szenen beim Bustransport und dem zu erwartenden ueblen Verhalten einiger Soehne aus dem Reich der Mitte war alles einigermassen o.k.

Fuer Leute mit einem guten Zeitbudget ist daher eine Reise nach Kambo durchaus machbar, insbesondere wenn man der winterlichen Covidwelle entgehen will.

Ein besonders wichtiger Faktor ist m.E. das sehr gut organisierte und strikte Verhalten von Singapore Airlines, die ich ausdruecklich empfehle.

Nach Absolvierung aller Huerden stellt sich langsam ein neues, sprich das alte, Lebensgefuehlt wieder ein. Ich kann in der Stadt herumgehen, ich kann gemuetlich essen usw. Siem Reap ist besonders nett. Null Chinesen, viele Laeden dicht, aber immer noch reichlich offen. Morgens im Markt das pure Leben und sehr gutes Fruehstueck. Ich hab eine indische Futterquelle. Hotels spottbillig also eigentlich beinahe wie vor knapp 20 Jahren. Nach all dem Stress, endlich Entspannung.

Nachtrag: Meine 'extension of stay' (Visaverlaengerung) fuer 12 Monate kostet in S.R. ebenso 290 USD wie in PP. Es braucht 7 Arbeitstage. Leute, die eine Business Extension brauchen und keine Papiere haben, werden mehr zahlen muessen, aber es gibt Wege. Einfach alles mit dem Reisebuero besprechen. Ich wuerde nichts ueber das Hotel regeln. 10 USD oder wesentlich hoehere Aufschlaege, eine unnoetige Fehlerquelle, und man verliert leicht 1-2 Tage oder mehr, weil man den Gast halten will.

Noch viel Spass in der EU und viel Glueck mit den naechsten Welle. Ich hoffe hier bleibt alles im gruenen Bereich.
Danke für den informativen Bericht auch von @TomGerm
 
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