Die Meinungen zu Duterte moegen variieren, doch ist das ziemlich egal. Das Schwurbelzeug ist voellig belanglos in Hinblick auf den anstehenden Prozess. Internationale Juristen werden den Fall verhandeln, gestuetzt auf Beweise, und dann wird das verbindliche Urteil gefaellt. Da verblassen dann schnell die Ergebenheitsadressen des Fanclubs.
Der Einwand einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Philippinen ist auch Unsinn. Die Philippinen waren aus freien Stuecken dem Gerichtshof beigetreten. Sie hatten alle Regelungen zur Kenntnis genommen. Damit waren sie Vertragspartner und wussten auch, dass ein Austritt keinen EInfluss auf die Gueltigkeit des Vertrages fuer die Jahre der Mitgliedschaft hat. Damit wird deutlich, dass hier philippinisches Recht angewendet wird.
In erster Linie bedeutet die Verhaftung eine verstaerkte Abschreckung und haelt damit hoffentlich aehnlich interessiertes Pack davon ab, solche Verbrechen zu begehen. Daran haben wir als Buerger ein eigenes und grosses Interesse. Hier wird ein Stueck internationale Rechtsgleichheit gelebt.
Es kommt immer darauf an, wie nahe die am Geschehen waren. Die Presse war und wird zensiert. Journalisten, die da nicht mitmachen, leben gefaehrlich und nur sehr kurz. Die bekannten Zahlen zu den Journalistenmorden sprechen Baende. Zu Davao findet man in den Phils nicht viel negative Nachrichten, weil.... siehe vorigen Satz.Ich denke, dass nicht wenige, gerade diejenigen welche nicht Vorort leben, durch Ansichten und Meinungen der Freundinnen oder Ehefrauen beeinflusst werden. Viele Partnerinnen kommen eher aus einfachen Verhältnissen wo Typen wie Duterte (oder Thaksin in Thailand) die meisten und größten Anhänger haben.
Leute, die nahe eines Tatorts, sprich im gleichen Barangay oder nebenan wohnen, sehen die Sache dann schon anders. Gesprochen wird nur im vertrauten Kreis und dann oft auch nur hinter vorgehaltener Hand und indirekt. Ein Klima der Angst herrscht(e).
Duterte hatte durchaus versucht sich auch in Bangsamoro breitzumachen. Er bekam eine klare Ansage mit eindeutigen Vorhersagen, besser als jeder Gesundheitsapostel. Bei Marcos hatte sich das von vornherein erledigt wegen der Massaker des Vaters. Natuerlich gibt's immer eine taktische Zusammenarbeit. In Wahrheit hat die Zentralregierung im tiefen Sueden einen sehr fragilen Stand und die auswaertigen politischen Dynastien ueberhaupt keinen. Das wurde offensichtlich als man nach der Schiesserei mit einer Polizeispezieleinheit, wo keiner der 41 Polizisten ueberlebte, die Sache unter den Teppich kehrte.
Duterte hat sich erledigt, inwieweit sich sein Klan in Davao halten kann muss man sehen. In Gensan haben sich die Pacquiaos voll etabliert und Tagum hatte mit D. nicht viel am Hut. Es kann also durchaus sein, dass die Bande nun auf ihre Bastion Davao zurueckgeworfen wird. Dort werden dann lokale Konkurrenten ihre Fluegel spreizen und einen Teil des Kuchens beanspruchen, zumal Marcos solchen Bestrebungen nicht entgegenstehen wird. Man darf auch nicht vergessen, dass der Duterte Klan gerade einmal eine Generation im Geschaeft ist. Da hat Marcos ganz andere Wurzeln. Der Versuch sich mit den Muslimen zu verbuenden, siehe Ehe des Sohns, ist krachend gescheitert, weil letztere sich nicht unterwerfen wollten. D.h. die Luft wir zunehmen duenner fuer die Bande. Im Drogengeschaeft gibt's keine Freunde, nur Interessen. Mal sehen, ob sie es ueberleben.















