Teil 3 – Bangkok Virgin: heiß, laut und überwältigend
In den Wochen vor meiner Abreise hatte ich mittlerweile mit unzähligen Frauen geschrieben, mögliche Treffen abgeklärt, Optionen offengehalten und Pläne geschmiedet.
Das Ganze natürlich mit entsprechend viel investierter Zeit und noch mehr Kopffickerei.
Wie schon im vorherigen Teil erwähnt: Heute würde ich das definitiv nicht mehr so machen.
Aber damals war ich neu im Thailand-Game – und dieses Gefühl, plötzlich derart gut bei der Frauenwelt anzukommen, hatte schon einen gewissen Suchtfaktor.

Wer das Dating-App-Game in Deutschland kennt, weiß schließlich, dass dort teilweise etwas andere Regeln gelten:
- Match.
- Drei Tage warten.
- „Hey.“
- Zwei Tage später:
- „Hi.“
- Terminfindung für einen Kaffee: voraussichtlich im nächsten Quartal.
In Thailand dagegen gefiel mir von Anfang an diese unglaubliche Spontanität. Heute schreiben, heute treffen?
Warum eigentlich nicht?
Für jemanden, der bisher hauptsächlich den deutschen Datingmarkt kannte, war das schon eine kleine Offenbarung.
Aber genug der digitalen Vorbereitung.
Jetzt wurde es ernst.
Frankfurt – arschkalt und ich völlig übermüdet
Ende November.
Frankfurt Flughafen.
Arschkalt.
Und irgendwo dazwischen stand ich mit meinem viel zu großen Backpacker-Rucksack und der Erkenntnis:
Jetzt fliegst du tatsächlich alleine nach Thailand.
Geschlafen hatte ich in der Nacht zuvor praktisch überhaupt nicht.
Viel zu aufgeregt.
Zu viele Gedanken im Kopf.
Vielleicht würde ich dafür wenigstens im Flugzeug schlafen können.
Spoiler: natürlich nicht.
Eine richtig dicke Winterjacke hatte ich absichtlich zu Hause gelassen. Schließlich wollte ich nicht mehrere Wochen lang eine deutsche Winterjacke durch Thailand schleppen.
Also musste eine Fleecejacke reichen.
Eingecheckt, noch etwas durch den Flughafen geschlendert, Shops angeschaut, Zeit totgeschlagen, Sicherheitskontrolle hinter mich gebracht und anschließend brav am Gate auf das Boarding gewartet.
Und irgendwann war es tatsächlich so weit.
Rein in den Flieger.
Mein erster Langstreckenflug.
Mein erstes Mal Thailand.
Mein erstes Mal ganz alleine so weit weg von zu Hause.
Bangkok Virgin eben.
Von Thai Airways war ich direkt positiv überrascht.
Schönes Flugzeug, freundlicher Service und – das darf an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben – ausgesprochen hübsche und sympathische Stewardessen.
Thailand fing also schon im Flugzeug vielversprechend an.
Meinen Sitzplatz hatte ich bewusst am Gang gewählt. Mit meinen langen Beinen wollte ich zumindest die theoretische Möglichkeit haben, sie zwischendurch etwas auszustrecken.
Langsam füllte sich das Flugzeug. Fensterplatz besetzt. Mein Gangplatz natürlich auch. Aber der Platz in der Mitte?
Leer. Sehr schön. Immer mehr Passagiere saßen bereits. Der Mittelplatz blieb frei.
Vielleicht hatte Buddha es direkt zum Auftakt gut mit mir gemeint.
Doch dann kam der letzte Schwung Passagiere.
Und auf mich zugelaufen kam ein sichtlich gestresster, stark transpirierender und entsprechend streng riechender Mann.
Er blieb stehen. Schaute auf die Sitznummer. Schaute mich an.
„Sorry…“
Natürlich.
Jackpot.

Warum keine kleine, zarte, gut riechende Thailänderin, die mir die nächsten elf Stunden den Flug versüßt?
Nein.
Ich bekomme Achim, Endgegner der Deutschen Bahn.
Danke, Buddha.

Fairerweise muss man sagen: Der Mann war wirklich nett.
Nachdem er wieder halbwegs zu Atem gekommen war, erzählte er mir seine Geschichte.
Eigentlich hatte er einen anderen Flug mit Condor gebucht. Diesen hatte er allerdings aufgrund von Verspätungen mit unserer bekanntermaßen überaus zuverlässigen und pünktlichen Deutschen Bahn knapp verpasst.
Nun hatte er zwei Möglichkeiten:
Eine Nacht in Frankfurt verbringen und auf den nächsten passenden Condor-Flug warten.
Oder kurzfristig einen anderen Flug nach Bangkok buchen.
Er entschied sich für Option zwei.
Und deshalb saß er jetzt neben mir.
Das Universum hatte entschieden.
Er erzählte mir anschließend von Thailand, Pattaya und gefühlt noch 37 weiteren Dingen.
Anfangs hörte ich durchaus interessiert zu.
Irgendwann war mein Aufnahmevermögen allerdings erschöpft.
Bro, ich hatte seit Stunden nicht geschlafen und mein Kopf war sowieso schon voll mit Thailand, Frauen, Hotels, Bangkok, Pattaya und der Frage, was mich die nächsten Wochen überhaupt erwarten würde.
Also Kopfhörer rein. Musik an. Kommunikation beendet.
Ich wollte jetzt einfach nur noch entspannt in Thailand ankommen.
Mein Fazit zum ersten Langstreckenflug
Schlafen? Keine Chance.
Mehrmals versucht – keine Chance.
Auch mit Gangplatz bleibt die Beinfreiheit für große Menschen in der normalen Economy eher Kategorie Körperverletzung. Beim nächsten Mal also vielleicht Economy Plus.
Oder wenn das Konto irgendwann sagt: „Gönn dir“ – Business.
Das Personal dagegen: wirklich hervorragend. Freundlich, aufmerksam und herzlich.
Wenn das ein Vorgeschmack auf das berühmte Land des Lächelns war, konnte ich mich damit definitiv anfreunden.
Der Flug selbst verlief ebenfalls angenehm ruhig.
Nur eines wusste ich danach:
Beim nächsten Mal möglichst Nachtflug.
Und dann war es endlich so weit.
Sawasdee Bangkok
Touchdown. Bangkok. Thailand.
Immigration ging überraschend schnell und auch meinen Rucksack hatte ich kurz darauf wieder.
Jetzt musste ich nur noch zum Hotel kommen.
Ein Taxi oder einen privaten Transfer hatte ich bewusst nicht gebucht.
Ein Bekannter hatte mir vorher erklärt, dass ich problemlos den Airport Rail Link nehmen könne, und mir auch gesagt, an welcher Station ich aussteigen musste.
Also Ticket am Schalter gekauft, sicherheitshalber noch einmal durchgefragt und los.
Und tatsächlich:
Alles funktionierte völlig problemlos.
„Ist ja einfach hier“, dachte ich.
Meine Fleecejacke hatte ich übrigens immer noch an.
Im klimatisierten Zug war das auch überhaupt kein Problem.
Dann stieg ich aus.
Und Bangkok begrüßte mich.
Nicht mit einem freundlichen Händedruck.
Sondern mit einer ordentlichen Watschn direkt in die Fresse.
Diese Hitze.
Diese Luftfeuchtigkeit.
Diese stickige Luft.
Von einer Sekunde auf die andere fing ich an zu schwitzen.
Ich hatte vorher schon oft gelesen, wie Leute diesen Moment beschreiben, wenn sie das klimatisierte Flughafengebäude verlassen und zum ersten Mal gegen diese berühmte Wand aus Hitze und Feuchtigkeit laufen.
Jetzt verstand ich, was sie meinten.

Willkommen in Bangkok.
Und was macht ein intelligenter Mensch mit schwerem Backpacker-Rucksack, Fleecejacke und Schlafmangel bei tropischer Mittagshitze?
Natürlich nimmt er ein Taxi. Ich nicht. Ich war bockig.
Das Hotel war schließlich „nur“ ungefähr 15 Minuten entfernt. Ein Katzensprung für deutsche Waden

Also los. Zu Fuß, mit schwerem Rucksack.
In der Mittagshitze.
Grandiose Entscheidung.
Gleichzeitig bekam ich meinen ersten kleinen Kulturschock.
Menschen. Überall Menschen. Autos, Roller, Tuk-Tuks, Geräusche, Gerüche, Streetfood, Stromkabel, Geschäfte.
Verkehr aus gefühlt jeder Himmelsrichtung.
Und Verkehrsregeln, deren tieferen Sinn ich als frisch gelandeter Deutscher noch nicht vollständig entschlüsseln konnte.
Die ersten ein bis zwei Tage brauchte ich tatsächlich, um mich daran zu gewöhnen.
Heute fühlt sich Bangkok für mich völlig normal an.
Damals dachte ich teilweise:
Wie soll ich hier jemals eine Straße überqueren und überleben?
Nach meinem selbst gewählten Gewaltmarsch erreichte ich schließlich das Hotel.
Schweißgebadet.
Der Rucksack fühlte sich mittlerweile an, als hätte ich einen ausgewachsenen Wasserbüffel auf dem Rücken getragen.
Die Eingangstür ging auf.
Und dann:
Klimaanlage begrüßte mich als erstes mit voller Leistung (Hotelmitarbeiter des Monats Quasi

)
Gefühlt 17 Grad.
Halleluja.
Dazu freundliches Hotelpersonal, überall ein Lächeln, höflicher und respektvoller Umgang.
Begrüßungsdrink und ein kaltes Handtuch zum erfrischen.
I
Ich war einfach nur glücklich, angekommen zu sein.
Ein paar Worte zu Bangkok
Den eigentlichen Bangkok-Aufenthalt fasse ich etwas kompakter zusammen, weil spätere Aufenthalte in der Stadt für mich deutlich intensiver und interessanter wurden.
Das Centara Watergate Pavilion war insgesamt ein gutes Hotel.
Schöne Aussicht, eine nette Rooftop-Bar und ein ordentliches Frühstück. Das Fitnessstudio war leider etwas klein.
Die Lage nahe CentralWorld war grundsätzlich praktisch, allerdings befand sich rundherum auch ein stark indisch geprägtes Viertel.
Nach 10.000 Kilometern Flug kam daher zwischendurch kurz die Frage auf:
Bin ich wirklich in Bangkok gelandet oder hat der Pilot Mumbai gesagt?
Heute würde ich in Bangkok eher ein Hotel rund um die Sukhumvit wählen – und bei späteren Aufenthalten habe ich es auch genau so gemacht.
Mir gefällt die Gegend einfach besser und sie bietet für meine Art von Bangkok-Aufenthalt mehr Möglichkeiten.
Aber für das erste Mal war alles ohnehin neu. Wei schon gesagt, war selbst der Straßenverkehr ein Erlebnis.
Am ersten Tag traute ich mich nicht einmal, hinten auf ein Motorradtaxi zu steigen.
Ein paar Tage später? Kaum noch wegzudenken und eines der coolsten Gefühle bei warmen und schwülem Wetter mit der Windpriese um den Körper an den Autos vorbei zu huschen.
Und dann natürlich:
7-Eleven.

Ich hatte vorher schon davon gelesen und Videos gesehen.
Aber jetzt verstand ich es.
Ich verliebte mich sofort in dieses Konzept.
Gefühlt alle 100 Meter ein 7-Eleven, klimatisiert, Getränke, Snacks, Essen, SIM-Karten, Zahnpasta und wahrscheinlich hätte man dort irgendwo auch noch einen neuen Reisepass beantragen können.
Thailand ohne 7-Eleven ist kein Thailand.
Mit Grab, Bolt und ThaiFriendly hatte ich außerdem relativ schnell meine drei wichtigsten Apps gefunden.
Transport. Transport. Und… kultureller Austausch.
Meine erste Massage – oder: Wo ist die kleine Thai hin?
Nach mehreren Tagen mit jeweils zigtausend Schritten meldeten sich irgendwann meine Füße.
Ich habe vieles entdeckt und bin sehr oft einfach zu Fuß auf Erkundungstour gegangen. Manchmal auch ohne Plan oder nur die grobe Richtung bestimmt.
Deshalb hatte ich nicht selten 30k Schritte am Tag gesammelt.
Also beschloss ich, meine erste thailändische Fußmassage auszuprobieren.
Noch etwas schüchtern und komplett unerfahren marschierte ich zu einem Massageshop.
Vor dem Laden stand eine attraktive Frau mit einem Schild und versuchte, Kunden hereinzulocken.
In meinem Thailand-Rookie-Gehirn bedeutete das automatisch:
Ah, die massiert mich bestimmt auch. Tat sie natürlich nicht.
Stattdessen bekam ich eine kleine, junge Thailänderin zugeteilt. Und diese kleine Frau hatte Hände wie ein Schraubstock.
Woher nehmen diese 50-Kilo-Frauen eigentlich diese Kraft?
Die Fuß-Massage war jedenfalls richtig gut.
Also dachte ich mir am nächsten Tag:
Da gehe ich wieder hin.
Diesmal wollte ich das richtige Erlebnis und eine typische Ganzkörpermassage ausprobieren.
Ich kam zum Shop und fragte nach derselben Masseurin.
„She works?“
„Yes, she works right now.“
Perfekt!
Man sagte mir, ich solle mich schon einmal ausziehen und mich auf den Bauch legen. Die Dame würde dann gleich kommen.
Also lag ich da. Bereit für mein zweites Massageerlebnis, diesmal eine Ganzkörper-Thai-Massage.
Der Vorhang ging auf, „Sawasdee ka" mit etwas dunklerer Stimme.
Und dann legten sich plötzlich zwei Hände auf meinen Rücken.
Große Hände.
Sehr große Hände.
Kurz darauf wurde geknetet.
Und wie.
Viel Öl.
Viel zu viel Kraft.
Hinter mir ertönte außerdem immer wieder ein Räuspern mit einer Stimme, bei der mein Gehirn zunehmend Fragen stellte.
Moment mal.
Das war doch nicht die kleine Masseurin von gestern?
Bis heute weiß ich nicht genau, ob mich damals ein Mann, ein Ladyboy oder einfach eine sehr kräftige und ziemlich maskuline Frau massiert hat.
Was ich allerdings weiß:
Diese Person wollte meinen Rücken offenbar in seine Einzelteile zerlegen.
„Not so strong please.“ Kurze Pause. "Ok ka",
Dann wieder: VOLLGAS.

„Little bit softer, please.“
Zehn Sekunden später: VOLLGAS.
Ich hatte mich so auf meine erste richtige Ganzkörpermassage von der kleinen Thai gefreut.
Stattdessen lag ich da und überlegte, ob meine Wirbelsäule anschließend noch dieselbe Form haben würde.
Hab mich danach eher vergewaltigt, statt entspannt gefühlt.
Bis heute wahrscheinlich das schlechteste Massage-Erlebnis meiner Thailand-Reisen.
Aber immerhin eine Geschichte mehr.
ThaiFriendly – von der Theorie in die Praxis
Natürlich blieb ThaiFriendly nicht nur eine Beschäftigung für Deutschland.
In Bangkok sammelte ich auch meine ersten Erfahrungen mit Freelancerinnen.
In den Tagen hatte ich insgesamt drei Shorttime-Treffen ST, mit unterschiedlichen Frauen.
Für mich war das damals komplettes Neuland und war schon irgendwie komisch, wie normal es ist eine Frau in sein Hotelzimmer zu bestellen. Wie eine Lieferung der Pizza quasi und auch heiß und fettig

Frau in der App finden, schreiben, Preis und Zeitpunkt vereinbaren und anschließend kommt sie tatsächlich zum Hotel.
So unkompliziert? Offenbar ja.
Mein erstes Treffen verlief entsprechend positiv. Wir hatten vorher alles geklärt, sie erschien pünktlich am Hotel (war überrascht, dachte Thai-Pünktlichkeit wäre +1 Stunde), die Rezeption informierte mich und ich holte sie unten ab.
Anschließend gingen wir gemeinsam aufs Zimmer und ich zeigte Ihr meine deutsche Briefmarkensammlung.
Auch die Chemie passte und wir hatten eine gute Zeit miteinander. Das Ganze fühlte sich deutlich weniger distanziert und mechanisch an, als ich es vorher erwartet hatte.
Die kleine war 26 Jahre, sehr schlank mit guter Figur und hatte gerade eine Weiterbildung als Stewardess begonnen. Vielleicht sieht man sich dann mal beim nächsten Flug bei Thai Airways und ich werde Mitglied im Mile High Club

Auf jeden Fall auch gutes Englisch, was bei späteren, anderen Dates um Welten schlechter wurde. (Isan English - Do not undelstand ka)
Kostenpunkt:
2.000 Baht für Shorttime & netter Unterlhaltung
Einen kleinen Haken hatte die Geschichte allerdings.
Die Dame schien anschließend einen gewissen Gefallen an mir gefunden zu haben. Sehr großen Gefallen.
Denn damit war der Kontakt für sie offenbar noch lange nicht beendet. Nachrichten, Anrufe, noch mehr Nachrichten.
Und das zog sich durch einen guten Teil meines Urlaubs.
Aus Shorttime wurde zumindest auf WhatsApp beinahe Longtime.

Bis ich es irgendwann ignoriert habe oder blockiert.
Das zweite Treffen war ebenfalls angenehm, allerdings war die Dame an diesem Abend bereits unterwegs gewesen und entsprechend leicht alkoholisiert.

Sie fand praktisch alles lustig. Wirklich alles.
Ich hätte vermutlich die Speisekarte des Hotels vorlesen können und sie hätte sich kaputtgelacht.
Eine kleine Information hatte sie vorher allerdings vergessen:
Sie hatte ihre Periode (nicht mehr so stark, also gegen Anfang oder Ende dieser Phase)
Das bemerkte ich dann leider erst nach dem Sex.
Und zwar anhand zweier ziemlich beeindruckender Blutflecken auf der Bettwäsche.
Naja, ein guter Pirat sticht auch ins rote Meer oder so ähnlich

Das Hotelpersonal wechselte die Bettwäsche am nächsten Morgen völlig problemlos.
Durch den Alkoholkonsum war Sie auch sehr emotional und stöhnte sehr laut. Keine Ahnung ob das so Ihre Art beim Sex war oder wirklich am Alkhol lag.
Die chinesische Familie, die meine Hotelnachbarn waren, schauten mich am Tag danach jedenfalls sehr irritiert an.

Kostenpunkt dieses Abenteuers:
1.500 Baht. ST + Bloody Mary
Das dritte Treffen war wiederum ganz anders.
Mit dieser Frau habe ich sogar heute noch gelegentlich Kontakt.
Sie war damals 21, studierte und finanzierte sich mit diesen Treffen einen Teil ihres Lebens und ihres Studiums. Zusätzlich hatte sie mehrere Sugar Daddys im Ausland sitzen. (daher auch ein neueres Iphones als ich

, fühlte mich arm)
Aussehen: sehr hübsches Gesicht, 46kg, Isan Bräune, tolle Haut und selbstbewusstes Auftreten.
Das Treffen selbst wirkte auf mich zwar etwas zu professionell und routiniert (man hat Ihr die Erfahrung und zahlreichen Dates mit unzähligen Männern angemerkt), menschlich fand ich sie dafür umso interessanter.
Sehr sympathisch, clever und erstaunlich geschäftstüchtig.
Sie erzählte mir, wie viel sie mit ihrer Arbeit verdient und bereits zurückgelegt hatte.
Und da musste ich tatsächlich sagen:
Respekt.

Sie wusste ziemlich genau, was sie tat und was sie erreichen wollte.
Auch dieses Treffen kostete mich 2.000 Baht.
Ob 1.500 oder 2.000 Baht damals besonders günstig, teuer oder völlig normal waren?
Keine Ahnung. Und ehrlich gesagt war es mir auch ziemlich egal.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keinerlei Vergleichswerte. Ich las im Forum von zahlen zwischen 1.200 - 2.500 Baht. Natürlich gabe es auch Ausreißer, die mir in ThaiFriendly utopische Preise nannten und sich als High Class Victoria Secrets Model gehalten hatten. Aber natürlich soll auch diese Sparte der Luxus Escorts gedeckt sein. Wer´s braucht, bitteschön. Bin aber nicht bereit für ST 10k hinzublättern.
Ich war im Urlaub, alles war neu und mir ging es zunächst darum, meine eigenen Erfahrungen zu sammeln.
Mein erster Blick ins Nachtleben
Richtig Party gemacht hatte ich während dieses ersten Bangkok-Aufenthalts noch nicht, das ist erst bei späteren Aufenthalten in Bangkok gekommen und bei der Lage nähe Sukhumvit.
Allerdings wollte ich mir zumindest einmal die berühmte Soi Cowboy anschauen.
Also Grab oder Bolt bestellt und hin.
Ein Bier in einer Go-Go-Bar getrunken. Geschaut, Beobachtet.
Ladydrinks spendiert und unterhalten mit Girls, aber irgendwie nicht so angeregt gewesen.
Und mein erster Gedanke war:
Okay… das ist schon ziemlich speziell hier.
Für mein damaliges Empfinden war es fast schon „too much“.
Vor allem dieses permanente Ansprechen, Locken und Heranziehen durch die Frauen war für mich völlig ungewohnt und teilweise auch nervig.
Damals dachte ich, Soi Cowboy wäre schon wild.

Ok, mein unschuldiges früheres Ich.
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was wenige Tage später in Pattaya und insbesondere in der Soi 6 auf mich warten würde.

Dagegen sollte Soi Cowboy fast wie Kindergeburtstag wirken.
Bangkok – komplette Reizüberflutung
Nach diesen ersten Tagen konnte ich vor allem eines sagen:
Bangkok hatte mich komplett überwältigt.
Diese Stadt schien 24 Stunden am Tag zu leben.
Verkehr, Menschen, Hitze, Lärm, Gerüche, Streetfood, Nachtmärkte, rießige Malls, unzählige Massageshops (dachte manchmal wirklich, wie können die sich halten, gefühlt 1 Massagelady pro Tourist), Millionen an Rollern, getunte Tuk-Tuks mit eingetragenen Auspuffanlagen und ein wenig Bass in der Musik, ...
Und ständig passiert irgendwo irgendetwas.
Für mich waren diese ersten Tage eine einzige Reizüberflutung.
Bangkok ist speziell. Und ich wusste noch nicht so recht ob ich Bangkok mag oder nicht.
Man muss sich darauf einlassen.
Aber die Stadt besitzt einen ganz eigenen Charme.
Natürlich machte ich auch etwas Sightseeing, besuchte kleinere Märkte und Malls und lief einfach viel durch die Gegend.
Trotzdem muss ich rückblickend sagen:
Meine späteren Bangkok-Aufenthalte haben mir wesentlich mehr gegeben.
Beim ersten Besuch wusste ich schlicht noch nicht, wie die Stadt funktioniert.
Welche Lage für mich gut ist. Wie man BTS und andere Verkehrsmittel sinnvoll nutzt.
Welche Gegenden interessant sind. Wo abends etwas los ist.
Das alles kam erst mit der Zeit.
Nächster Halt: Pattaya
Und dann waren meine ersten Tage in Bangkok auch schon vorbei.
Am Morgen meiner Abreise sollte mich der vorab gebuchte Fahrer von Flintstone am Hotel abholen.
Etwa eine Stunde vor der vereinbarten Abfahrtszeit klingelte plötzlich das Telefon im Hotelzimmer.
Der Fahrer sei bereits da. Eine Stunde zu früh?
Okay.
Kurz darauf bekam ich zusätzlich per WhatsApp die Bestätigung von Flintstone:
Der Fahrer sei angekommen, ich solle mich aber überhaupt nicht stressen. Ich könne in Ruhe meine Sachen erledigen und müsse nicht früher herunterkommen.
Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.
Diese Pünktlichkeit und der Service beeindruckten mich wirklich.
Auch der Fahrer selbst war freundlich und die anschließende Fahrt nach Pattaya sehr angenehm.
Flintstone hatte damit direkt beim ersten Mal einen sehr guten Eindruck bei mir hinterlassen. Nutze ich u.a. auch bis heute noch.
Je näher wir Pattaya kamen, desto voller wurden allerdings die Straßen.
Irgendwann erklärte mir der Fahrer, dass an diesem Wochenende besonders viel Verkehr sei und außergewöhnlich viele Menschen nach Pattaya kämen.
Wegen „the Event“.
Event? Welches Event?
Und so hörte ich zum ersten Mal vom Pattaya International Fireworks Festival.
Ich hatte bei meiner Buchung überhaupt nicht darauf geachtet, welche Festivals oder Veranstaltungen während meines Aufenthalts stattfinden würden.
Keine Ahnung, no plan.
Einfach Hotel gebucht, wird schon passen.
Dass ich mir damit ausgerechnet eines der vollsten Wochenenden des Jahres ausgesucht hatte, sollte ich sehr bald feststellen.
Ich schaute während der Fahrt aus dem Fenster.
Immer mehr Autos, immer mehr Menschen.
Bangkok hatte mich bereits völlig überwältigt. Aber Bangkok war nur das Warm-up.
Denn jetzt kam der Ort, über den ich vorher so viel gelesen hatte.
Der Ort, von dem mir bereits der verschwitzte Mann im Flugzeug vorgeschwärmt hatte.
Der Ort, an dem ich in den nächsten Tagen feststellen sollte, dass meine bisherige Definition von „verrückt“ offenbar noch deutlich Luft nach oben hatte.
Und was mich dort erwartete, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Vielleicht war das auch besser so.
Fortsetzung folgt in Teil 4.
