Auch wenn die Story so nicht stimmen sollte, aber das Foto regt diese Gedanken an, finde ich.
Ich muss mal eben was probieren, ich hoffe das ist ok so:
"Ich sehe ihr Lächeln noch, warm wie das Neonlicht, das die Straße in Pattaya in schimmernde Farben tauchte. Es war mein erster Abend hier, fremd in einer Stadt, die nie richtig schlief, und sie kam wie ein Versprechen aus einer anderen Welt — die neue Dame vom Lande, mit einer Ruhe in den Augen, die mich sofort beruhigte.
Ich setzte mich an den kleinen Tisch, das Tischtuch gemustert wie Tigerfell, und bestellte ein Bier, mehr um meine Hände zu beschäftigen als aus Durst. Sie saß bereits dort, eine Freundin neben ihr, doch als sie mich anlächelte, fühlte es sich an, als wäre der ganze Lärm um uns herum plötzlich leiser geworden. Ihre Haut schimmerte im warmen Licht, ihr Haar fiel glatt über die Schultern, und für einen Moment wusste ich nicht, ob ich mich trauen sollte, sie anzusprechen.
Dann tat ich es doch — ein einfaches „Sawasdee“, und sie beantwortete es mit einem Lachen, das ehrlich und ohne Vorsatz war. Wir begannen zu reden, zuerst stockend: über das Wetter, über die anderen Gäste, über das Bier in der Flasche, das in einer bunten Hülle steckte. Sie erzählte, dass sie aus einer kleinen Provinz kam, weit weg vom Meer und vom Neon, dass sie nach Bangkok gekommen war, um zu arbeiten, und nun ab und zu nach Pattaya kam, weil hier die Menschen offener wirkten. Ihre Stimme war weich, und wenn sie lachte, leuchteten ihre Augen wie kleine Lampen.
Je länger wir sprachen, desto mehr öffnete sie sich. Sie sprach von einfachen Freuden: dem Duft von frisch gemähtem Reis, dem Klang von Hühnern am Morgen, und davon, wie sie als Kind barfuß durch den Schlamm gerannt war. Gleichzeitig hatte sie Träume, die größer waren als das Dorf, Träume von einer Stadt, in der sie frei sein konnte. Ich erzählte von meinen Reisen, und obwohl meine Geschichten größer klangen, ist das, was sie mir von ihrem Leben erzählte, mir tiefer unter die Haut gegangen.
Zwischen uns standen Gläser mit halbgeschmolzenem Eis, eine Flasche Singha und eine Dose, die wir teilten. Manchmal sprachen wir nicht; dann reichten Blicke und ein leises Nicken, und ich spürte, dass in diesem Augenblick etwas Vertrautes zwischen uns wuchs — wie ein zartes Pflänzchen, das in der Hitze einer fremden Stadt Wurzeln schlägt. Sie war nicht laut, nicht extravagant, und genau das machte sie für mich unwiderstehlich. Am Ende des Abends führte ich sie ein Stück die belebte Straße entlang.
Die Musik driftete aus den Bars, Tuk-Tuks hupten, Lichter tanzten, und sie hielt meine Hand, als sei es ganz selbstverständlich. Wir blieben unter einer Laterne stehen; sie sah mich an, und in ihrem Blick lag etwas, das ich nicht in Worte fassen konnte — Dankbarkeit vielleicht, oder die sanfte Neugier auf das, was noch kommen könnte.
Ich weiß nicht, wie lange unsere Wege noch kreuzen werden. Vielleicht ist es nur eine Nacht in einer Stadt, die viele Nächte kennt. Aber ich habe das Gefühl, dass ich diese Begegnung mit der neuen Dame vom Lande nicht so schnell vergessen werde. In einer Welt, die ständig in Bewegung ist, hat sie mir für einen Augenblick das Gefühl geschenkt, angekommen zu sein."