Jacuzzi-(ohne)-Gschmusi
Am letzten Tag in Bangkok wollte ich unbedingt nochmal zur Full Moon Massage, genauer gesagt zu Meena. Die hatte es mir auf den Bildern richtig angetan und ich habe schon den ganzen Urlaub immer wieder die Mamasan angeschrieben und gehofft, dass sie da wäre. Und das Glück schien mit mir zu sein, an diesem Tag war es endlich so weit.
Und als hätte ich nicht eigentlich nach der letzten Massage-Erfahrung viel schlauer sein sollen, bin ich dann gleich auf’s Ganze gegangen und habe sie direkt vorab gebucht, ohne jemals auch nur einen Blick mit ihr zu gewechselt zu haben. Von wegen die Chemie muss stimmen und so, sämtliche Erkenntnisse und guten Vorsätze gleich wieder über den Haufen geworfen.
Wie es sich für einen ordentlichen Deutschen gehört

war ich pünktlich 15 Minuten zu früh im Full Moon und wurde wieder auf diesem niedrigen Hock-Sofa platziert (die Dinger müssen speziell für Asiaten entwickelt worden sein). Auf jeden Fall sitzt man - oder zumindest ich - darauf “wie a Depp”. Meine Aufregung versuchte ich mir nicht ansehen zu lassen und möglichst unbeeindruckt und lässig in den Raum zu schauen, denn gleich sollte ja Meena um die Ecke kommen.
Doch noch bevor ich
sie erblickte, sah ich zwei Badeschlappen mit einem lauten Klatsch völlig unmotiviert vor mir auf dem Boden aufschlagen. (Man muss hier immer seine Schuhe wechseln, bevor man in den Massagebereich geht, das war auch beim ersten Mal mit Pat schon so.) Wortlos gab Meena mir zu verstehen, dass ich mitkommen möge. Es ist immer schön zu sehen, wenn jemand so viel Lebensfreude versprüht.
Sie sah nicht ganz aus wie auf den Bildern, das war zu erwarten. Aber sie war hübsch und schlank und mit 1,65 m auch relativ groß im Vergleich zu den meisten anderen. Oberweite dürfte eine solide A gewesen sein und definitiv nichts künstlich. Das ist mir aber eh nicht so wichtig, Brüste hab ich selber

. Nur für Fußfetischisten ist sie wohl nichts, da sie zwei krumme große Zehen hat.
Gebucht hatte ich diesmal 60 Min. mit Jacuzzi, man gönnt sich ja sonst nichts. Tja, und auch da hatte ich meine Erwartungen wieder mal viel zu hoch gesteckt. Irgendwie hatte ich mir vorgestellt, dass da ein wenig auch schon beim Planschen im Wasser geschieht.
Stattdessen war es eher so eine Art betreutes Baden wie in der Seniorenpflege. Sie kam zwar mit ihrer Hand durchaus auch ab und zu an meinem besten Stück vorbei, aber ansonsten war da quasi kein Körperkontakt. Außerdem lief das Wasser in diese riesige Wanne wie in Zeitlupe ein, sodass man noch halb im Freien saß.
Nachdem ich noch nicht mal bis zur Hüfte im Wasser war, wollte sie schon auf’s Bett wechseln, was ich aber ablehnte. Den Jacuzzi hatte ich nicht bezahlt, um mir den Popo ein wenig nass zu machen. So langsam wurde es dann etwas angenehmer, weil höherer Wasserstand und ich begann mich endlich zu entspannen, während sie mich mit Wasser beplätscherte und untenrum ein wenig Hand anlegte.
Doch lange sollte das nicht so bleiben. Nach etwa fünf weiteren Minuten befahl sie “Now we go to bed” und auf meinen erneuten Einwand reagierte sie fast schon beleidigt und bestand darauf, jetzt sofort die immer noch nicht gefüllte Wanne zu verlassen (sie wäre wirklich eine gute Altenpflegerin, glaube ich). Ich hab noch überlegt mit einem Salut und “JAWOHL” zu quittieren, aber das wäre der Situation vermutlich nicht zuträglich gewesen.
Auf dem “Bett” (es sind ja eher so Liegepritschen, aber nicht unangenehm) angekommen, legte ich mich auf den Rücken und sie verwöhnte mich mit einer Body-to-Body-Massage. Es war wirklich angenehm ihren Körper so über meinen rutschen zu spüren und besänftigte mich wieder ein wenig. Danach brachte sie hüftabwärts gekonnt alles in Stellung.
Nun könnte es losgehen, dachte ich noch so bei mir. Doch bevor sie zum Gummi griff, zeigte sie auf meinen hoch erhobenen Hauptes stehenden Junior und fragte “You wanna fuck?”. Wobei die Intention der Frage ganz klar nicht darauf abzielte, ob ich es
jetzt tun möchte, sondern ob ich es
damit wirklich machen will.
Tja Leute, was soll ich sagen. Ich bin kein Long Dong Silver, soweit ist mir das klar, aber bisher hat’s doch immer gereicht und sowas hatte ich wirklich noch nicht erlebt. Und was könnte man sich aufbauenderes wünschen als diese warmen Worte. Sei’s drum, ich hab natürlich zu verstehen gegeben, dass ich sehr wohl möchte, allerdings schon ahnend, was daraus wird.
Wir haben verschiedene Anläufe und Stellungen probiert, aber entweder hat sie (warum auch immer) einfach abgebrochen oder bei mir ging es wieder abwärts, weil ich ähnlich wie in der Mango-Massage Probleme damit hatte, dass sie eine deutlich erkennbare Unlust zum Ausdruck brachte. Letztendlich war es mir zu blöd und ich habe sie gebeten sich neben mich zu legen und es mit der Hand zu beenden. Auf meine Bitte gab’s dabei sogar noch ein paar Küsschen, ohne Zunge versteht sich.
Zum Reinigen gab es ein paar Tücher, Ende. Wobei nicht ganz: Nachdem (!) sie sich angezogen hatte, fragte sie mich, ob ich noch ein wenig Massage möchte, was ich verneinte. Dann meinte sie (wieder fast schon beleidigt), dass ja noch 6 Minuten übrig wären und warum ich jetzt nicht noch etwas massiert werden will.
Mir fiel ehrlich gesagt nichts ein, was ich darauf hätte erwidern sollen. Nachdem sie mir 54 Minuten lang fast durchgängig zu verstehen gegeben hatte, dass sie keinen Bock hat, wollte sie jetzt gerne noch den Rest der Stunde massieren? Vielleicht fällt es negativ auf, wenn sie mit dem Customer schon früher wieder nach unten kommt. Aber das war mir in dem Moment relativ egal und ich verließ den Laden zügig.
Danach war leider direkt Kofferpacken angesagt, denn am nächsten Tag ging es früh weiter zum Flughafen.
Nun sei noch gesagt, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass ich kein Adonis bin. Allerdings komme ich immer gepflegt, nicht verschwitzt und ordentlich/sauber gekleidet in die Etablissements. Auf den Mund gefallen bin ich auch nicht und auch gerne mal zu einem Scherz aufgelegt.
Aber ich schließe natürlich nicht aus, dass die Unmotiviertheit der Damen auch von meinem nicht ganz durchtrainierten Body herrührte. Insofern kann es gut sein, dass ihr ganz andere Erfahrungen mit den Ladys gemacht hättet als ich, von Meena glaube ich auch schon mal einen sehr positiven Bericht gelesen zu haben. Ich habe meine Lehren (hoffentlich) daraus gezogen, dazu schreibe ich dann nochmal etwas.
Für heute soll’s das aber gewesen sein.