-Trend Solarenergie: ich meine jetzt nicht Solaranlagen zu verkaufen oder installieren (da gibt es schon viele), sondern Geschäftsmodelle, wo früher die Stromkosten zu hoch waren, jetzt rentabel sind, wenn man mit Solarenergie arbeitet. Die Anlagen und Komponenten werden immer billiger. Welche Geschäftsmodelle kommen in Frage? Sorry, jetzt solltest du mal dein Gehirn anstrengen.
Ich komme aus der Energiebranche und bin da bei Deiner Idee sofort hellhörig geworden: das halte ich für Branchenfremde ohne Erfahrung für eine massive Überforderung, nicht böse sein.
Bei den anderen Dingen, kann ich nichts sagen. Nachdem ich begann für mich ein Balkonkraftwerk in meinem Condo in Pattaya zu planen, was ich schnell wieder aufgab da Parameter nicht hinhauen, hat mich die Eigentümergemeinschaft auf eine Verwirklichung auf dem Dach angesprochen und ein Immobilienagent darauf, dass ich das doch serienmäßig in Projekte integrieren könnte um den Marktwert der Objekte zu pushen...
Ich habe abgewunken...
An diesem Beispiel kann ich mal sehr explizit darlegen, warum und wie massiv hier Dinge nicht in den Blickwinkel geraten können... für eine Geschäftsidee. Nur exemplarisch, weil ich schlicht von den anderen Idee null verstehe.
Das Thema Solar in Thailand wirkt auf den ersten Blick sehr attraktiv. Viel Sonne, steigender Strombedarf und sinkende PV-Kosten sprechen dafür. Wenn man genauer hinschaut, ist es aber kein einfacher Markt, sondern ein stark reguliertes System mit vielen Besonderheiten.
Der Strompreis für Endkunden liegt grob bei 4 bis 5 THB pro kWh, also etwa 0,10 bis 0,13 Euro. Die Erzeugungskosten dahinter liegen ungefähr bei Gas mit 2 bis 4 THB pro kWh, Kohle bei etwa 2 bis 3,5 THB pro kWh und Solar je nach Projekt bei rund 1,5 bis 3 THB pro kWh. Technisch wäre Solar damit oft im Vorteil, aber dieser Vorteil kommt nicht direkt im Strompreis an.
Wichtig ist, dass Thailand keinen echten freien Merit Order Strommarkt wie in Europa hat, in dem sich der Preis stündlich über Angebot und Nachfrage bildet.
Es gibt zwar eine technische Einsatzreihenfolge im Netz, aber die Preisbildung ist stark staatlich gesteuert. Der Strom wird zentral geplant und über langfristige Verträge und regulierte Tarife organisiert. Solar wird im Netz zwar bevorzugt eingespeist, aber daraus entsteht kein freier Marktpreis.
Das bedeutet, dass selbst wenn Solar technisch vorne liegt, daraus kein automatischer wirtschaftlicher Vorteil über den Strompreis entsteht. Projekte hängen stark von Ausschreibungen, PPA Strukturen und Eigenverbrauchsmodellen ab.
Laien beachten so etwas gar nicht, sie legen einfach los was ich absolut nachvollziehen kann. Ist dann aber in der Umsetzung schwierig.
Dazu kommen viele praktische Fragen wie Projektart, also Dachanlage, Freifläche oder Hybrid mit Speicher, das Abnehmerprofil wie Industrie oder Gewerbe, die konkrete Netzanschluss Situation, Genehmigungen und die Qualität lokaler EPC Partner.
Unterm Strich ist das kein einfacher Solar Case, sondern ein regulierter Infrastrukturmarkt, in dem man ohne lokale Erfahrung und technisches sowie regulatorisches Verständnis schnell an Grenzen stößt.
Ich verstehe wie gesagt von den anderen Geschäftsfeldern nichts aber ich wette, dass man analog zu allem hier auch sagen muss:
"Nur was man echt versteht, sollte man angehen".
Der andere Forenteilnehmer hat das super gut oben dargelegt: "was man nicht einmal in Deutschland wegen Nichtwissen in der Sache begönne, hat in Thailand wenig Substanz, weil fachfremd".











