Deinem zweiten Absatz stimme ich absolut zu: Normaler Respekt und Umgang auf Augenhöhe ohne Stigmatisierung sind die absolute Basis.Man kann seine Aussage auch anders lesen: Vielleicht meint er einfach, dass er Frauen so behandelt, dass sie sich nicht wie Prostituierte fühlen. Für viele ist das ohnehin schon ein harter Job , nicht jede ist die Tochter eines reichen Unternehmers, und die Gründe für Prostitution müssen wir jetzt nicht sezierend auseinandernehmen.
Was ich erlebt habe: Die meisten Mädels wollen schlicht normal behandelt werden. Kein Misstrauen, keine schiefen Unterstellungen, kein Stempel "Prostituierte“. Einfach ein respektvoller Umgang .
Dein erster Absatz führt die Illusion aber leider fort. Zu sagen, man wolle ihr das Gefühl geben, „sich nicht wie eine Prostituierte zu fühlen“, klingt zwar nett, ist im Kern aber ziemlich anmaßend.
Eine professionelle Sexarbeiterin braucht keinen Kunden, der sie vor ihrer eigenen Realität „rettet“. Das ist wieder dieser typische „Retter-Komplex“ von Freiern, die sich damit psychologisch über die geschäftliche Realität erheben wollen. Man kann respektvoll sein, ohne die Realität wegzureden.












