Aber ganz ehrlich: Mich jetzt komplett geschlagen zu geben und das Thema fallen zu lassen, widerstrebt mir nach all den Insights hier enorm.
Wahrscheinlich werde ich daher zwei Versionen produzieren:
Das offizielle PR-Märchen vom hart arbeitenden Entenbrater-Ehepaar, das zum Immobilien-Tycoon aufsteigt.
Und dann noch eine Directors Cut Version mit einem weiteren Kapitel das sich mit den dunkleren Geschichten rund um das Viertel beschäftigt.
Diese erweiterte Version geht dann exklusiv als privater Upload in jene geschlossene Community, in der du praktischerweise ohnehin schon eines der wenigen Kanal-Mitglieder bist!
So bleibt die investigative Arbeit erhalten, die wahre Geschichte wird erzählt, aber ich mache mich nicht öffentlich zur Zielscheibe.
Ich denke, das ist der beste gangbare Kompromiss.
Sag mal, leidest du irgendwie an Todessehnsucht?
Was soll das überhaupt für eine Community sein?
Kennst du nicht das alte Sprichwort, wenn drei Leute ein Geheimnis bewahren sollen, klappt das nur, wenn einer von denen die anderen beiden erschießt.
Wenn dir das so eine wahnsinnige Herzensangelegenheit ist, dann mach es so wie der Typ der das berühmte Buch geschrieben hat über einen sehr sehr sehr wichtigen Mann, über den man sich niemals negativ äußern darf mit dem Titel der sehr sehr sehr wichtige Mann lächelt nie.
Trag so anonym und geheim wie möglich alle Daten zusammen bis du deine Dokumentation komplett zusammen hast.
Und die verbuddelst du dann bei dir im Garten in einer wasserdichten Folie.
Und an dem Tag, an dem Du Dich entschließt Thailand für immer den Rücken zu kehren, da veröffentlichst du diesen Bericht.
Natürlich erst nachdem du das Land verlassen hast.
Jetzt mal ganz im ernst, hier in Thailand gilt das Unausgesprochene Gesetz, rühr nicht in meiner scheiße dann rühre ich auch nicht in deiner.
Erinnert mich an eine Geschichte während der Covid Zeit.
Da war zeitweise Ausgangssperre von 22 Uhr bis 4 Uhr morgens.
Das hielt mich natürlich nicht davon ab in meinem privatkabuff das ein oder andere Schäferstündchen zu genießen und da ich auch nicht mehr der Jüngste bin, dauerte es gelegentlich schon mal länger als die Polizei erlaubt-buchstäblich.
Zum Glück kannte ich einen Schleichweg, über den ich bis auf die letzten paar hundert Meter die großen Straßen auf dem Weg von meinem sportzimmer zu meinem Haus vermeiden konnte.
Auf diesem Schleichweg befanden sich lediglich ein großes Versandunternehmen und ein kleiner Kiosk die aber um die Uhrzeit nicht mehr geöffnet waren.
Also fuhr ich beherzter entlang und als ich in die besagte Gasse abbog und meine Scheinwerfer genau auf den Kiosk zeigten, standen da plötzlich sechs Polizeiwagen davor während ungefähr zehn Polizisten sich zu einem gemeinsamen Bier eingefunden hatten.
Es gab ja nicht nur die Ausgangssperre sondern auch das Verbot sich in Gruppen zu treffen.
Und während ich so im Schritttempo komplett unter Schock an den Beamten vorbei fuhr und wir uns gegenseitig anstarrten, gab es plötzlich so eine Art Gedankenübertragung als würden wir uns gegenseitig mitteilen, wenn du nichts gesehen hast haben wir auch nichts gesehen und praktisch genau gleichzeitig gucken wir alle in eine andere Richtung, ich in Fahrtrichtung und die Beamten wieder auf ihre Bierflaschen.
Es ist wirklich wichtig hier die ungeschriebenen Gesetze zu kennen und ich kann mich nur all den anderen anschließen: lass die Finger davon.