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Thailand Unterwegs im hohen Norden: Chiang Rai und Umgebung

hotmanni

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24 Oktober 2008
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Nächster Stopp auf unserer Tour im hohen Norden:

Chiang Rai und Umgebung!

Chiang Rai ist round about 190 KM nördlich von Chiang Mai und ist mit rund 70.000 Einwohnern die nördlichste Großstadt Thailands.

Gegründet wurde sie 1262 von König Mangrai und war ab damals die Hauptstadt der Könige der Mangrai-Dynastie.

Später wurde Chiang Rai von Burma erobert und blieb mehrere Jahrhunderte unter deren Herrschaft.

1786 wurde Chiang Rai dann ein Vasallenstaat von Siam (dem späteren Thailand).

1893 annektierte Siam das Königreich Chiang Mai als Monthon (aus dem Sanskrit: "mandala" für "Kreis" bzw. "oberster Verwaltungsbezirk"), dem sich dann 1910 Chiang Rai anschloss.

Ab 1933 wurde Chiang Rai dann eine vollwertige Provinz Thailands.

Interessant zu wissen:

Im Jahr 1432, während der Herrschaft von König Sam Fang Kaen der Mangrai-Dynastie wurde in Chiang Rai der Smaragd Buddha, die am meisten verehrte Buddha-Statue Thailands, entdeckt.

Und zwar als ein Erdbeben den Chedi des dortigen Wat Phra Kaeo spaltete, wodurch die Jade-Figur zum Vorschein kam.

Einer anderen Legende nach wurde der Smaragd-Buddha kurz vor dem Einfall von Plünderern hastig mit Lehm bedeckt.

Viele Jahr später stellte sich dann heraus, dass sich in dem plump wirkenden Lehm-Buddha tatsächlich eine prächtige Jade-Statue verbarg; möglicherweise durch das oben erwähnte Erdbeben, durch das ein Stück Lehm abbrach und die darunter verborgene Jade-Statue freilegte.
 

hotmanni

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24 Oktober 2008
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Erster Stopp auf unserem Trip nach Chiang Rai war beim round about 14 KM südlich gelegenen Wat Rong Khun, dem White Temple.

Mit dem Bau des Wat Rong Khun wurde 1997 begonnen.

Und zwar von dem bekannten Künstler Chalermchai Kositpipat, der für den Bau 1,2 Mio. US-Dollar zur Verfügung stellte.

Der Haupt-Tempel und "Prunkstück" der Anlage wurde 2014 durch ein Erdbeben stark beschädigt.

Und vor allem die surrealistischen Wandmalereien im Inneren sind damals sehr in Mitleidenschaft gezogen worden.

Es wurde deshalb überlegt, ob überhaupt ein Wiederaufbau und Weiterbau erfolgen soll.

Unter anderem auch deshalb, da die Gestaltung anfangs auch sehr umstritten war.

Der buddhistisch-hinduistische "Traum" des Künstlers, in dem traditionelles mit modernem vermischt wird, wurde anfangs von hohen buddhistischen Mönchen und auch der Regierung als "nicht-thailändisch" kritisiert und abgelehnt.

Inzwischen hat sich die Tempel-Anlage aber zu einer touristischen Attraktion und sogar zu einem spirituellen Zentrum in Nord-Thailand entwickelt.

Die Fassade der Hauptgebäude ist - im Gegensatz zu anderen Tempeln - vollständig in Weiss gehalten, wodurch der Künstler Buddhas Reinheit symbolisieren will.

Die Anlage ist außerdem auch noch längst nicht endgültig fertig gestellt. Es wird ständig weiter gebaut. Und die komplette Fertigstellung wird erst für 2070 anvisiert.

Das besondere äußere Merkmal des Hauptgebäudes ist - neben der weißen Fassade - das mit Naga-Schlangen verzierte dreistufige Dach und die zum Eingang führende "Brücke der Wiedergeburt"...

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