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Ausbildung in Deutschland direkt nach der Senior High School Philippinen

Nick

Hat nix anderes zu tun
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12 Februar 2010
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2.615
Ausbildung in Deutschland direkt nach der Senior High School

Ich wollte einmal einen eigenen Thread zu einem Weg aufmachen, der für junge Filipinos momentan immer interessanter wird: Nach der Senior High School Deutsch lernen und anschließend für eine Ausbildung nach Deutschland gehen.

Wir haben diesen Weg inzwischen mit sechs jungen Frauen begleitet. Fünf davon machen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau. Eine weitere arbeitet im Hotelbereich. Wir haben das weitgehend selbst organisiert und keine Agentur benötigt.

Alle fünf Pflegefachfrauen in Ausbildung sind mit einem Visum zur Ausbildungsplatzsuche nach Deutschland eingereist. Lediglich diejenige, die heute im Hotelbereich arbeitet, ist mit einer Opportunity Card nach Deutschland gekommen.

Diese Visumwege haben wir bewusst gewählt, weil nach der schriftlichen Auskunft des Department of Migrant Workers (DMW) in unseren konkreten Fällen keine Registrierung als Overseas Filipino Worker und keine entsprechende Exit Clearance erforderlich waren. Dadurch war das Verfahren auf den Philippinen wesentlich einfacher. Natürlich sollte man die DMW-Anforderungen für jeden Einzelfall aktuell prüfen lassen.

Unsere Erfahrungen seit 2024

Die erste ist 2024 nach Deutschland gekommen und hat inzwischen gut zwei Jahre ihrer Pflegeausbildung hinter sich.

2025 kamen drei weitere. Zwei davon machen ebenfalls die Ausbildung zur Pflegefachfrau und sind seit Oktober 2025 dabei. In deren Berufsschulklasse waren bereits ungefähr zwölf Filipinos. Das war ein deutlicher Unterschied zu 2024, als unsere erste Filipina noch die einzige in ihrer Klasse war.

2026 sind zwei weitere hinzugekommen. Beide haben am 1. Oktober ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau begonnen und inzwischen auch die ersten Schulwochen hinter sich.

Man merkt inzwischen deutlich, dass deutsche Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen Filipinos für die Ausbildung entdeckt haben. Das Krankenhaus, mit dem wir zu tun haben, hat sehr gute Erfahrungen gemacht und inzwischen auch über Agenturen weitere Filipinos angeworben.

Die Auszubildenden sind übrigens keineswegs alle 18 oder 19 Jahre alt. Es sind auch Leute Mitte oder Ende 20 und teilweise um die 30 dabei.

Deutsch ist der wichtigste Teil der Vorbereitung

Unsere fünf Pflegeauszubildenden haben ihre Deutschkurse auf den Philippinen beim Goethe-Institut absolviert und bis B2 gelernt.

Diesen Teil haben wir selbst finanziert. Das ist sicherlich einer der größten Kostenpunkte bei diesem Weg.

B2 ist bei unserem Krankenhaus und der dazugehörigen Pflegeschule inzwischen Mindestvoraussetzung. Anfangs wurden auch Bewerber mit B1 aufgenommen. Da viele jedoch erhebliche Schwierigkeiten hatten, dem Unterricht zu folgen, wurde die Anforderung auf B2 angehoben.

Ich persönlich halte es für sinnvoll, möglichst bald nach der Senior High School damit anzufangen. In diesem Alter sind die meisten noch im Lernrhythmus und können sich meiner Erfahrung nach relativ gut auf den intensiven Deutschkurs einstellen.

Warum wir das Visum zur Ausbildungsplatzsuche gewählt haben

Alle fünf Pflegeauszubildenden sind mit einem Visum zur Ausbildungsplatzsuche nach Deutschland gekommen.

Das war bei uns eine bewusste Entscheidung.

Die Mädels hatten bereits vor ihrer Einreise Kontakt zu möglichen zukünftigen Arbeitgebern. Nach der Einreise konnten die weiteren Dinge direkt vor Ort erledigt werden.

Für uns hatte dieser Weg zwei große Vorteile.

Zum einen konnten die Mädels bereits vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn nach Deutschland kommen. Sie hatten dadurch Zeit, sich an Deutschland zu gewöhnen, ihre Behördengänge zu erledigen, ihre Umgebung kennenzulernen und ihre Deutschkenntnisse im Alltag weiter zu verbessern.

Zum anderen war dieser Weg auf der philippinischen Seite wesentlich unkomplizierter.

Nach der Auskunft, die wir vom Department of Migrant Workers (DMW) für unsere konkreten Fälle erhalten haben, war keine DMW-Registrierung und keine entsprechende Exit Clearance erforderlich. Wir haben uns das vom DMW auch schriftlich bestätigen lassen.

Das war für uns ein wichtiger Punkt, weil dadurch das sonst mögliche DMW-Verfahren für eine Beschäftigung im Ausland entfiel.

Natürlich würde ich jedem empfehlen, sich die jeweils aktuelle Regelung vor der eigenen Ausreise noch einmal direkt vom DMW bestätigen zu lassen. Entscheidend sind die tatsächlichen Umstände und der rechtliche Status im jeweiligen Einzelfall. Ich kann hier nur beschreiben, wie es bei unseren Fällen 2024 bis 2026 tatsächlich funktioniert hat.

Die letzten beiden im Jahr 2026

Bei unseren beiden letzten Fällen sieht man sehr schön, welchen Vorteil die frühere Einreise haben kann.

Die beiden sind im Juli 2026 nach Deutschland gekommen. Bereits ungefähr eine Woche nach ihrer Ankunft haben sie im Krankenhaus mit einem Praktikum begonnen.

Sie hatten dadurch Zeit, sich an Deutschland zu gewöhnen, ihre Behördengänge zu erledigen und das Krankenhaus kennenzulernen, bevor am 1. Oktober die eigentliche Ausbildung begann.

Inzwischen haben sie ihre ersten Schulwochen hinter sich. Und die hatten es durchaus in sich! Beide mussten erst einmal ganz schön schlucken, wie anspruchsvoll die Ausbildung tatsächlich ist. Der Unterricht findet natürlich komplett auf Deutsch statt und die vielen neuen Fachbegriffe sind anfangs eine echte Herausforderung.

Aber trotz dieser ersten Schwierigkeiten gefällt es beiden inzwischen sehr gut. Sie fühlen sich wohl, sind motiviert und freuen sich, dass es jetzt richtig losgegangen ist.

Für das Visum haben wir bei diesen beiden ein Sperrkonto für drei Monate eingerichtet, weil wir die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn abgesichert hatten: Juli, August und September. Ab 1. Oktober begann die bezahlte Ausbildung. Diese Finanzierung wurde in unseren konkreten Fällen akzeptiert; daraus sollte man allerdings nicht ableiten, dass drei Monate grundsätzlich für jeden Visumantrag ausreichen.

Das Visum selbst war bei uns überhaupt kein Problem.

Bei der Ausreise von den Philippinen muss man natürlich trotzdem darauf vorbereitet sein, dass die Immigration Fragen stellt. Deshalb hatten unsere Mädels ihre vollständigen Unterlagen dabei und zusätzlich die Bestätigung des DMW, dass für ihren Fall keine DMW-Registrierung und keine Exit Clearance erforderlich war.

Bei unseren Fällen hat auch die Ausreise letztendlich problemlos funktioniert.

Die letzten beiden sind übrigens über Taiwan geflogen und hatten dort noch besonderes Glück. Für den Weiterflug nach Deutschland bekamen beide völlig unerwartet ein kostenloses Upgrade in die Business Class. Warum, wissen sie bis heute selbst nicht. Sie wussten wahrscheinlich nicht einmal, was so ein Business-Class-Ticket normalerweise kostet. Für den Start in ihr neues Leben in Deutschland wurden sie jedenfalls ordentlich verwöhnt. 😄

Unterkunft und Praktikum

Das Krankenhaus hat den beiden sehr schnell eine Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Sie wohnen zu zweit in einer komplett neu eingerichteten Wohnung. Jede hat ein sehr großes eigenes Zimmer. Bad und Küche werden gemeinsam genutzt. Die Wohnung ist wirklich sehr schön und liegt günstig zu Krankenhaus und Schule.

Die reguläre Miete beträgt ungefähr 460 Euro pro Person und Monat.

Das Krankenhaus hatte den beiden allerdings mitgeteilt, dass sie für August und September überhaupt keine Miete bezahlen mussten.

Gleichzeitig konnten sie vor Ausbildungsbeginn bereits ihr Praktikum im Krankenhaus machen und erhielten dafür auch noch ein Taschengeld.

Besser hätte der Start eigentlich kaum laufen können.

Wohnen während der Ausbildung

Auch bei den anderen hat sich die Wohnsituation sehr gut entwickelt.

Drei unserer Mädels, zwei aus 2025 und diejenige aus 2024, wohnen inzwischen gemeinsam in einer Wohnung. Jede hat ihr eigenes Zimmer und zahlt einschließlich der Nebenkosten ungefähr 330 Euro pro Monat.

Auch die anderen Filipinos, die über das Krankenhaus gekommen sind, haben vom Krankenhaus organisierte Unterkünfte. Meist sind das Wohnungen für zwei Personen, jeweils mit eigenem großen Zimmer sowie gemeinsamer Küche und gemeinsamem Bad.

Und das Ganze ohne Agentur

Was vielleicht für andere interessant ist: Wir haben unseren Weg selbst organisiert.

Man braucht nicht zwingend eine Agentur.

Deutsch lernen, Ausbildungsplatz suchen, Kontakt mit dem Krankenhaus aufnehmen, Visum beantragen, Sperrkonto einrichten und die übrigen Unterlagen vorbereiten kann man grundsätzlich auch selbst erledigen.

Natürlich muss man sich intensiv mit den Voraussetzungen beschäftigen und alles sorgfältig vorbereiten.

Die meisten anderen Filipinos, die wir inzwischen dort kennengelernt haben, sind allerdings über Agenturen gekommen. Das funktioniert offensichtlich ebenfalls. Ich würde bei einer Agentur aber immer sehr genau prüfen, welche Kosten entstehen und welche Verpflichtungen man eingeht.

Ein anderer Weg: Opportunity Card

Eine unserer sechs ist einen anderen Weg gegangen.

Sie hat einen Bachelor in Hotel and Tourism Management, der in Deutschland vollständig anerkannt wurde, und kam mit der Opportunity Card nach Deutschland.

Auch bei ihr war der Vorteil, dass sie zunächst zur Arbeitsplatzsuche und nicht über den klassischen Weg einer bereits vermittelten Arbeitsmigration nach Deutschland gekommen ist. Die DMW-Frage hatten wir auch in diesem Fall vorab geklärt.

Sie arbeitet inzwischen seit ungefähr einem Jahr in einem Hotel im Schwarzwald und bezahlt für ihr Zimmer dort nur etwa 300 Euro monatlich.

Für ihre Vorbereitung und den Start in Deutschland hatte ich ungefähr 500.000 Pesos vorgestreckt.

Sie hat anschließend jeden Monat 500 Euro zurückgezahlt. Anfang August 2026 war die letzte Rate fällig. Damit hat sie den gesamten vorgestreckten Betrag innerhalb ungefähr eines Jahres zurückgezahlt.

Jetzt ist die Sache erledigt und ihr Einkommen steht ihr, abgesehen natürlich von ihren normalen Lebenshaltungskosten, selbst zur Verfügung.

Eine neue philippinische Community entsteht

Was ich persönlich besonders interessant finde, ist die Entwicklung der philippinischen Community in Deutschland.

Früher kamen sehr viele Filipinas aufgrund einer Beziehung oder Heirat mit einem Deutschen nach Deutschland.

Das verändert sich gerade deutlich.

In der Kleinstadt, in der unsere Mädels leben, wohnen nur ungefähr 25.000 Menschen. Trotzdem gibt es dort inzwischen erstaunlich viele junge Filipinos, die vollkommen unabhängig von einem deutschen Partner nach Deutschland gekommen sind.

Sie machen eine Ausbildung, arbeiten in der Pflege, verdienen ihr eigenes Geld und bauen sich selbstständig ein Leben in Deutschland auf.

2024 hatten wir noch eine einzige Filipina in der Ausbildungsklasse.

2025 waren es bereits ungefähr zwölf Filipinos.

Und auch 2026 sind wieder weitere hinzugekommen.

Das ist aus meiner Sicht tatsächlich eine neue Generation und eine neue Art philippinischer Community in Deutschland.

Mein Fazit nach sechs Fällen

Für jemanden auf den Philippinen, der die Senior High School abgeschlossen hat, bereit ist, ernsthaft Deutsch zu lernen und sich eine berufliche Zukunft in Deutschland vorstellen kann, halte ich eine Ausbildung momentan für einen sehr interessanten Weg.

Besonders die Pflege bietet gute Möglichkeiten.

Natürlich ist das kein kostenloser Weg. Vor allem der Deutschkurs auf den Philippinen und die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn müssen finanziert werden. Je nachdem, wie früh man einreist und wie der Lebensunterhalt nachgewiesen wird, kann auch ein Sperrkonto erforderlich sein.

Aber unsere Erfahrung mit inzwischen sechs Personen zeigt, dass es machbar ist und dass man dafür nicht zwingend eine Agentur benötigt.

Unsere Mädels sind jedenfalls sehr zufrieden. Diejenigen aus 2024 und 2025 sind weiterhin erfolgreich in ihrer Ausbildung, die beiden Neuen haben inzwischen am 1. Oktober begonnen und trotz eines anspruchsvollen Starts ihre ersten Schulwochen gut gemeistert.

Vielleicht hilft dieser Thread anderen, die Verwandte, Bekannte oder Freunde auf den Philippinen haben, die nach der Senior High School überlegen, welchen Weg sie einschlagen könnten.

Wenn Interesse besteht, kann ich auch einmal detailliert aufschreiben, wie wir das Schritt für Schritt gemacht haben, vom Deutschkurs beim Goethe-Institut über die Ausbildungsplatzsuche, Sperrkonto und Visum bis hin zur DMW-Frage und zur tatsächlichen Ausreise aus den Philippinen.
 
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Nick

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12 Februar 2010
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Step by Step: Von den Philippinen zur Ausbildung in Deutschland

Hier ist unsere praktische Vorgehensweise für die Ausbildung zur Pflegefachfrau in Deutschland. Das basiert auf unseren Erfahrungen mit fünf Bewerberinnen, die zwischen 2024 und 2026 nach Deutschland gekommen sind.

Unsere beiden letzten Mädels haben inzwischen am 1. Oktober 2026 ihre Ausbildung begonnen und die ersten Schulwochen hinter sich.

Wichtig: Regeln, Visa und Beträge können sich ändern. Vor jedem Antrag immer die aktuellen Informationen der Deutschen Botschaft und der zuständigen Behörden prüfen.

1. Deutsch lernen (A1 bis B2)

Der wichtigste Schritt überhaupt.

Wir haben alle Kurse beim Goethe-Institut Philippinen gemacht und würden es wieder so tun. Von extrem kurzen Billigkursen würde ich abraten, da die Pflegeausbildung in Deutschland sprachlich sehr anspruchsvoll ist.

Unser Ablauf beim Goethe-Institut:

- A1: etwa 7–8 Wochen
- A2: etwa 7–8 Wochen
- B1: etwa 7–8 Wochen
- B2: etwa 15–16 Wochen

Das waren ungefähr 20 Unterrichtsstunden pro Woche. Die genauen Kurszeiten können sich natürlich ändern.

Wir haben sowohl die B1- als auch die B2-Prüfung machen lassen.

B1 ist die sprachliche Mindestvoraussetzung für das Visum zur Ausbildungsplatzsuche.

B2 ist bei unserem Krankenhaus und der dazugehörigen Pflegeschule inzwischen zwingende Mindestvoraussetzung für die Ausbildung. Anfangs wurden auch Bewerber mit B1 aufgenommen, aber viele hatten erhebliche Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen. Deshalb wurde die Anforderung auf B2 angehoben.

Das ist auch nachvollziehbar: Patienten verstehen, Pflegedokumentationen schreiben, Fachunterricht verfolgen und Prüfungen bestehen ist sprachlich nicht einfach.

2. Dokumente früh vorbereiten

Nicht erst warten, bis B2 abgeschlossen ist.

Benötigt werden insbesondere:

- Originalzeugnisse der Junior und Senior High School
- vollständige Fächer- und Notenübersichten
- erforderliche beglaubigte Kopien
- deutsche Übersetzungen der Schulunterlagen
- gegebenenfalls weitere Beglaubigungen oder Authentifizierungen

Wir haben die philippinischen Schulunterlagen übersetzen und die erforderlichen Beglaubigungen für die Verwendung bei deutschen Behörden erledigen lassen.

Wichtig: Vorher bei der zuständigen Anerkennungsstelle nachfragen, welche Übersetzungen und Beglaubigungen tatsächlich akzeptiert werden. Nicht jede Behörde verlangt dieselben Nachweise. Eine Beglaubigung der Kopie ist außerdem nicht automatisch dasselbe wie eine Bestätigung der Echtheit des Originals.

3. Anerkennung des Schulabschlusses

Hier muss man zwei Dinge unterscheiden, die leicht verwechselt werden können.

Der philippinische Senior-High-School-Abschluss berechtigt auf den Philippinen grundsätzlich zum Zugang zu einer Hochschule beziehungsweise Universität.

Für das Visum zur Ausbildungsplatzsuche ist entscheidend, dass der Schulabschluss zum Hochschulzugang im Herkunftsland berechtigt. Es ist also nicht erforderlich, dass man mit diesem Abschluss auch in Deutschland studieren könnte.

Für die eigentliche Pflegeausbildung in Deutschland muss dagegen der Schulabschluss die schulischen Zugangsvoraussetzungen der Ausbildung erfüllen.

Bei unseren Fällen in Hessen war für die Bewertung der philippinischen Zeugnisse das Staatliche Schulamt Darmstadt zuständig.

Unsere philippinischen Senior-High-School-Abschlüsse wurden dort als gleichwertig mit einem deutschen Realschulabschluss anerkannt.

Das bedeutet:

- Auf den Philippinen berechtigt der Senior-High-School-Abschluss grundsätzlich zum Hochschulzugang.
- In Deutschland wurde derselbe Abschluss bei unseren Mädels als gleichwertig mit dem Realschulabschluss anerkannt.
- Damit waren die schulischen Voraussetzungen für die dreijährige Pflegeausbildung erfüllt.

Man benötigt für diesen Weg also nicht automatisch eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung.

Wichtig ist allerdings, dass der konkrete Abschluss tatsächlich zum Hochschulzugang im Herkunftsland berechtigt und die übrigen Voraussetzungen für das Visum erfüllt sind. Die Bewertung für die Pflegeausbildung erfolgt gesondert.

Die Zuständigkeit für die Zeugnisanerkennung hängt außerdem vom Bundesland ab.

4. Arbeitgeber schon von den Philippinen aus suchen

Nicht erst nach der Einreise anfangen.

Wir hatten bereits von den Philippinen aus Kontakt zu möglichen zukünftigen Arbeitgebern und konnten diese Kontakte auch im Visumverfahren nachweisen.

Mein Rat:

- frühzeitig Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen anschreiben
- den aktuellen B1/B2-Status angeben
- Schulunterlagen und Lebenslauf vorbereiten
- nach Ausbildungsmöglichkeiten fragen
- schriftliche Korrespondenz aufbewahren
- möglichst früh auch Unterkunftsmöglichkeiten besprechen

So weiß man bereits vor der Einreise, an wen man sich in Deutschland wenden kann.

5. Visum zur Ausbildungsplatzsuche

Wir haben das Visum zur Ausbildungsplatzsuche nach § 17 Abs. 1 AufenthG genutzt.

Zu den Voraussetzungen gehören unter anderem:

- das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet
- mindestens B1 Deutsch
- ein Schulabschluss, der zum Hochschulzugang im Herkunftsland berechtigt, oder ein entsprechender anderer gesetzlich vorgesehener Abschluss
- gesicherter Lebensunterhalt
- die weiteren Voraussetzungen der Deutschen Botschaft

Für unsere Mädels war der philippinische Senior-High-School-Abschluss maßgeblich, der auf den Philippinen zum Hochschulzugang berechtigt.

Dass dieser Abschluss in Deutschland vom Staatlichen Schulamt Darmstadt als Realschulabschluss anerkannt wurde, ist kein Widerspruch. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Fragen: die Visumvoraussetzung einerseits und die schulische Zugangsvoraussetzung für die Pflegeausbildung andererseits.

Mit diesem Aufenthaltstitel ist grundsätzlich eine Ausbildungsplatzsuche von bis zu neun Monaten möglich.

Der Vorteil ist, dass man bereits vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn nach Deutschland kommen und sich vor Ort um die nächsten Schritte kümmern kann.

Unser Beispiel 2026:

- Einreise Ende Juli
- Eingewöhnung und Behördengänge im August und September
- Praktikum vor Ausbildungsbeginn
- Beginn der Pflegeausbildung am 1. Oktober

Die beiden haben inzwischen ihre ersten Schulwochen hinter sich. Der Unterricht war anfangs ganz schön anspruchsvoll, aber mittlerweile gefällt es ihnen sehr gut.

Wichtig: Für Beschäftigung und Praktikum gelten die Grenzen des jeweiligen Aufenthaltstitels. Beim Visum zur Ausbildungsplatzsuche sind grundsätzlich bis zu 20 Wochenstunden Beschäftigung und Probebeschäftigungen von insgesamt bis zu zwei Wochen vorgesehen. Längere oder anders ausgestaltete Praktika müssen deshalb vorab auf ihre Zulässigkeit geprüft werden.

6. Sperrkonto

Für das Visum muss der Lebensunterhalt für den geplanten Aufenthalt gesichert sein.

Bei unseren beiden letzten Mädels haben wir ein Sperrkonto für drei Monate eingerichtet, da sie Ende Juli eingereist sind und am 1. Oktober ihre bezahlte Ausbildung begonnen haben.

Das wurde bei unseren konkreten Anträgen akzeptiert.

Für 2026 nennt das Bundesportal Make it in Germany einen Betrag von 1.091 Euro pro Monat. Die Checkliste der Deutschen Botschaft Manila nennt allerdings 1.092 Euro.

Deshalb unbedingt den bei Antragstellung tatsächlich verlangten Betrag prüfen.

Und ganz wichtig: Dass bei uns drei Monate akzeptiert wurden, bedeutet nicht, dass das bei jedem Antrag automatisch ausreicht. Die Botschaft muss den Finanzierungsnachweis für den jeweiligen Einzelfall akzeptieren.

7. Krankenversicherung

Für die Einreise und die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn benötigt man eine passende Krankenversicherung.

Wir haben dafür eine Incoming-Krankenversicherung von DR WALTER verwendet.

Ab Beginn der bezahlten Pflegeausbildung besteht grundsätzlich Versicherungspflicht in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung.

Wir haben gute Erfahrungen mit der BKK firmus gemacht.

Wichtig ist, dass zwischen der Incoming-Versicherung und der gesetzlichen Krankenversicherung keine Versicherungslücke entsteht.

8. Medizinische Untersuchung und Impfungen

Auch damit möglichst früh auf den Philippinen beginnen.

- Gesundheitscheck durchführen lassen
- Impfstatus überprüfen
- fehlende Impfungen rechtzeitig nachholen
- Impfnachweise vollständig sammeln
- möglichst internationalen Impfpass mitbringen

Besonders wichtig ist der gesetzlich vorgeschriebene Masernnachweis für Personen, die unter die entsprechenden Regelungen für medizinische Einrichtungen fallen.

Weitere Impfungen und Untersuchungen hängen vom jeweiligen Einsatzbereich und den Anforderungen des Arbeitgebers beziehungsweise Betriebsarztes ab.

Auch die gesundheitliche Eignung und gegebenenfalls erforderliche Nachweise der Zuverlässigkeit müssen berücksichtigt werden.

9. Visumantrag

Für den Visumantrag einen vollständigen Ordner vorbereiten.

Dazu gehören je nach aktueller Checkliste insbesondere:

- Reisepass
- Visumantrag
- biometrische Passfotos
- Schulzeugnisse und Notenübersichten
- erforderliche Beglaubigungen und Übersetzungen
- Nachweise zu den schulischen Visumvoraussetzungen
- Lebenslauf
- Motivationsschreiben
- B1-Zertifikat
- möglichst auch B2-Zertifikat
- Finanzierungsnachweis
- Krankenversicherung
- Unterkunftsnachweis
- gegebenenfalls Nachweise über Kontakte zu möglichen Arbeitgebern

Wir haben die Kontakte zu Krankenhäusern bereits vor der Einreise dokumentiert.

Wichtig: Maßgeblich ist immer die aktuelle Checkliste der Deutschen Botschaft Manila.

10. DMW und Ausreise

Wir haben vor der Ausreise ausdrücklich beim Department of Migrant Workers (DMW) nachgefragt, ob für unsere konkreten Fälle eine Registrierung beziehungsweise Exit Clearance erforderlich ist.

Die Antwort war, dass dies bei unseren Fällen nicht erforderlich war.

Wir haben uns das schriftlich bestätigen lassen und das Schreiben bei der Ausreise mitgenommen.

Das hat bei unseren fünf Pflegeauszubildenden funktioniert.

Ich würde aber ausdrücklich davon abraten, daraus eine allgemeine Befreiung für alle Filipinos abzuleiten. Entscheidend sind der tatsächliche Reisezweck, der Visumstatus und die geltenden philippinischen Vorschriften.

Deshalb unbedingt vorher eine individuelle schriftliche Auskunft des DMW einholen.

11. Ordner für die Immigration

Bei der Ausreise aus den Philippinen sollte man auf mögliche Fragen der Immigration vorbereitet sein.

Unsere Mädels hatten deshalb einen vollständigen Ordner dabei.

Darin befanden sich unter anderem:

- Reisepass und deutsches Visum
- Flugticket und Rückflugticket
- Sprachzertifikate B1 und B2
- Schulunterlagen
- Finanzierungsnachweis und Sperrkonto
- Krankenversicherung
- Unterkunftsnachweis
- Nachweise über Kontakte zu möglichen Arbeitgebern
- schriftliche DMW-Bestätigung
- Ansprechpartner und Kontaktdaten in Deutschland

Die Mädels konnten erklären, dass bereits Kontakte zu möglichen Arbeitgebern bestehen und dass diese sie persönlich kennenlernen möchten.

Ein weiterer praktischer Tipp: Wenn jemand in Deutschland die Unterkunft bereitstellt oder die Ankommenden unterstützt, können gemeinsame Fotos mit dieser Person hilfreich sein.

Bei einer unserer Mädels wollte die philippinische Immigration tatsächlich gemeinsame Fotos mit mir sehen, weil ich die Unterkunft in Deutschland bestätigt hatte.

Bei einer anderen wurde danach nicht gefragt, da ihre Schwester bereits in Deutschland lebt.

Solche Fotos sind keine allgemeine Pflicht, können aber bei Rückfragen helfen, eine tatsächlich bestehende persönliche Verbindung zu belegen.

Auch das Rückflugticket hatten wir entsprechend unserer Reiseplanung dabei.

Natürlich müssen alle Angaben bei der Immigration wahrheitsgemäß sein. Insbesondere darf man einen bereits feststehenden Ausbildungs- oder Beschäftigungszweck nicht als bloße Suche darstellen, wenn dies den tatsächlichen Umständen widerspricht.

Grundsatz: Lieber einen vollständigen Ordner mitnehmen, als am Flughafen wegen fehlender Unterlagen Probleme bekommen.

12. Nach der Ankunft in Deutschland

Nach der Einreise geht die Organisation weiter.

Unsere wichtigsten Schritte waren:

- Unterkunft beziehen
- Wohnungsgeberbestätigung besorgen
- Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anmelden
- deutsche Steueridentifikationsnummer erhalten
- Bankkonto eröffnen
- gesetzliche Krankenversicherung für die Ausbildung vorbereiten
- Ausländerbehörde kontaktieren
- Aufenthaltstitel für die Berufsausbildung beantragen
- gegebenenfalls Fiktionsbescheinigung erhalten
- Anerkennung der Schulzeugnisse abschließen
- Unterlagen bei Arbeitgeber und Pflegeschule einreichen
- gegebenenfalls zulässiges Praktikum absolvieren
- Ausbildung beginnen

Gerade bei der Ausländerbehörde sollte man frühzeitig anfangen, weil die Bearbeitungszeiten unterschiedlich sein können.

Unsere beiden Mädels aus 2026 haben das selbst erlebt: Eine hat ihren Aufenthaltstitel bereits bekommen, während die andere zunächst eine Fiktionsbescheinigung für sechs Monate erhielt, weil noch Unterlagen nachgefordert wurden.

Die frühe Einreise war für uns deshalb ein großer Vorteil.

Man kann sich an Deutschland gewöhnen, Behördengänge erledigen, die Alltagssprache verbessern und den zukünftigen Arbeitgeber kennenlernen, bevor die eigentliche Ausbildung beginnt.

Fazit

Der Ablauf funktioniert nach unseren Erfahrungen sehr gut, wenn man früh genug plant.

Besonders wichtig sind:

- gründliches Deutschlernen bis B2
- vollständige Schulunterlagen
- erforderliche Übersetzungen und Beglaubigungen
- Anerkennung des Schulabschlusses
- frühzeitige Arbeitgeberkontakte
- gesicherte Finanzierung
- sorgfältige Vorbereitung des Visumantrags
- individuelle Klärung der DMW-Anforderungen
- vollständige Unterlagen für die Ausreise

Wir haben inzwischen fünf junge Filipinas auf diesem Weg nach Deutschland begleitet, ohne eine Vermittlungsagentur zu benötigen.

Die erste ist 2024 gekommen, zwei weitere 2025 und die letzten beiden im Juli 2026.

Alle fünf befinden sich inzwischen in ihrer Pflegeausbildung.

Natürlich ist das kein einfacher Weg. Besonders die Sprache und die ersten Wochen in der Pflegeschule sind anspruchsvoll. Aber unsere Erfahrungen sind bisher sehr positiv.

Die beiden Neuen haben am 1. Oktober begonnen, fühlen sich inzwischen gut eingelebt und sind trotz der anfänglichen Herausforderungen sehr zufrieden.

Vielleicht hilft diese Schritt-für-Schritt-Anleitung anderen, die Verwandte oder Bekannte auf den Philippinen haben und diesen Weg ebenfalls selbst organisieren möchten.
 

Nick

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12 Februar 2010
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Kleines Update: Unsere Filipinas sind inzwischen mitten in ihrer Pflegeausbildung! 🇵🇭🇩🇪😊

Jetzt sind schon gut drei Wochen vergangen, seit unsere beiden Neuen am 1. Oktober ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau begonnen haben. Und ich freue mich wirklich, dass sich alles so positiv entwickelt!

Ganz so einfach, wie sie es sich vielleicht vorgestellt hatten, war der Einstieg allerdings nicht. 😅 Schon nach der ersten Schulwoche mussten beide erst einmal kräftig schlucken. Der Unterricht ist anspruchsvoll, es gibt jede Menge neue Fachbegriffe und natürlich findet alles auf Deutsch statt. Da haben sie ziemlich schnell gemerkt, dass ein bestandener B2-Deutschkurs auf den Philippinen noch einmal etwas ganz anderes ist als eine richtige Pflegeausbildung in Deutschland.

Aber sie lernen jeden Tag dazu, gewöhnen sich immer besser an den Unterricht und sind trotz der anfänglichen Herausforderungen inzwischen richtig begeistert. Es gefällt ihnen sehr gut und beide sind froh, diesen Schritt gemacht zu haben.

Eine ganz interessante Erfahrung haben wir auch wieder mit der Ausländerbehörde gemacht.

Beide haben ihren Antrag auf den Aufenthaltstitel für die Berufsausbildung gestellt, allerdings unterschiedliche Sachbearbeiter erwischt.

Bei der einen lief alles wie am Schnürchen. Der Sachbearbeiter hat gleich sämtliche erforderlichen Unterlagen angefordert, den Antrag zügig bearbeitet und inzwischen hat sie bereits ihren Aufenthaltstitel erhalten.

Bei der anderen läuft es dagegen etwas chaotischer. Ihr Sachbearbeiter fordert immer wieder neue Unterlagen nach, die er eigentlich auch gleich zu Beginn hätte anfordern können. Das Ergebnis: Statt des Aufenthaltstitels gab es zunächst eine Fiktionsbescheinigung für sechs Monate.

Schon erstaunlich, wie unterschiedlich zwei praktisch identische Fälle bei derselben Behörde bearbeitet werden können. Da merkt man schnell, wer seine Arbeit gut organisiert und wer lieber alles häppchenweise erledigt. 😉

Auch bei der Anerkennung der philippinischen Schulabschlüsse gibt es inzwischen erfreuliche Neuigkeiten!

Beide hatten ihre Unterlagen beim Staatlichen Schulamt Darmstadt eingereicht. Eine der beiden hat ihre Anerkennungsbescheinigung inzwischen bereits erhalten. Ihr philippinischer Senior-High-School-Abschluss wurde offiziell als gleichwertig mit dem deutschen Realschulabschluss anerkannt.

Das ist ein wichtiger Punkt, denn damit ist auch die schulische Voraussetzung für die dreijährige Pflegeausbildung offiziell bestätigt.

Ich hänge die entsprechende Bescheinigung, natürlich anonymisiert, einmal als Beispiel an. Vielleicht ist das für andere interessant, die ebenfalls überlegen, nach der Senior High School auf den Philippinen eine Ausbildung in Deutschland zu beginnen.

Bei der zweiten läuft das Anerkennungsverfahren noch.

Und zwischendurch gab es sogar noch etwas zu feiern: Eine der beiden ist inzwischen 20 Jahre alt geworden und konnte ihren Geburtstag hier in Deutschland verbringen. 🎂🥳

Ansonsten läuft wirklich alles bestens. Beide haben sich gut eingelebt, fühlen sich wohl, kommen mit ihrem neuen Leben immer besser zurecht und haben auch in der praktischen Ausbildung und in der Pflegeschule einen guten Start hingelegt.

Und noch eine schöne Neuigkeit von unserer ersten Filipina, die bereits 2024 nach Deutschland gekommen ist und inzwischen gut zwei Jahre ihrer Pflegeausbildung hinter sich hat.

Ihren deutschen Führerschein hat sie schon seit mehreren Monaten. Nur das passende Auto fehlte bisher noch. 🚗

Allerdings ist es gar nicht so einfach, einen vernünftigen und gleichzeitig bezahlbaren Gebrauchtwagen zu finden. Und wenn man dann noch sieht, was junge Fahranfänger hier in Deutschland für eine Autoversicherung bezahlen müssen, kann einem schon schwindelig werden. 😅

Deshalb haben wir uns nach Alternativen umgeschaut und sind bei einem örtlichen Autohändler fündig geworden.

Dort gibt es einen Toyota Yaris im Auto-Abo für 249 Euro monatlich, alles inklusive. Versicherung, Inspektionen, Wartung und die üblichen laufenden Fahrzeugkosten sind bereits enthalten. Sie muss praktisch nur noch tanken.

Gerade für eine junge Fahranfängerin finde ich das wirklich ein gutes Angebot. Man hat überschaubare monatliche Kosten und muss nicht gleich mehrere Tausend Euro für ein eigenes Auto ausgeben.

Und das Schöne daran ist, dass sie das Auto bis zu zwei Jahre behalten kann.

In ungefähr einem Jahr ist sie mit ihrer Pflegeausbildung fertig und wird als examinierte Pflegefachfrau natürlich wesentlich mehr verdienen als jetzt während der Ausbildung.

Bis dahin kann sie das Auto nutzen, ohne sich finanziell mit einem Autokauf oder einer langfristigen Finanzierung zu belasten. Und wenn sie nach der Ausbildung mehr verdient, kann sie erst einmal ordentlich Geld zur Seite legen.

Nach Ablauf der zwei Jahre kann sie dann ganz in Ruhe entscheiden, ob sie sich einen guten Gebrauchtwagen kauft, ein Auto finanziert oder vielleicht einfach wieder ein neues Auto-Abo abschließt.

Den Antrag haben wir bereits vor vier Wochen gestellt. Der Toyota steht inzwischen schon fertig beim Händler und wartet nur noch auf seine neue Fahrerin! Es fehlen lediglich die Zulassung und die Nummernschilder. Die sollen laut Händler nächste Woche da sein, sodass sie das Auto dann endlich abholen kann. Die Vorfreude ist natürlich riesig! 😊

Damit sind dann auch alle unsere Mädels mobil und ein Stück unabhängiger. Gerade hier auf dem Land ist ein eigenes Auto schon eine enorme Erleichterung, besonders wenn man in der Pflege arbeitet und auch mal Früh- oder Spätdienst hat.

Wenn ich daran denke, wie viel Vorbereitung hinter dem ganzen Weg steckte, angefangen bei den Deutschkursen in Manila über die Dokumente, das Visum und die Einreise bis hin zu den Behördengängen hier in Deutschland, dann ist es wirklich schön zu sehen, dass sich die ganze Mühe gelohnt hat.

Es macht einfach Freude, mitzuerleben, wie sie sich hier Schritt für Schritt ihr eigenes Leben aufbauen, immer selbstständiger werden und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.

Natürlich liegen vor den beiden Neuen noch drei anspruchsvolle Ausbildungsjahre. Aber der Anfang ist geschafft, die Motivation stimmt und beide sind auf einem richtig guten Weg.

Und unsere erste Filipina aus 2024 hat inzwischen schon einen großen Teil ihrer Ausbildung geschafft, den Führerschein in der Tasche und bald auch ihr eigenes Auto vor der Tür.

Wenn das so weitergeht, brauchen die mich bald überhaupt nicht mehr. 😂

Aber genau so soll es ja auch sein!

Ich freue mich jedenfalls riesig für die Mädels und bin zuversichtlich, dass sie ihren Weg machen werden! 😊

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